Stönnesbotnen

Dieses Panorama vom Stönnesbotnen auf der Insel Senja besteht aus 10 einzelnen Hochformatfotos und deckt einen Sehwinkel von ca. 160 Grad ab.

Für diese Traumlandschaft lohnt es sich das Stativ auszupacken. Mit einer guten Nodalpunkt-Einstellung lässt sich auch der Vordergrund vernünftig ins Bild integrieren.

Spritztour zum Hesten

Im Norden der Insel Senja zweigt unweit der Ortschaft Mefjordbotten ein schmales Sträßchen von der 862 in Richtung Fjordgard ab. Der Parkplatz am Hafen des Ortes ist gebührenpflichtig. Die teuren Parkgebühren sind verständlich, ist es doch eine der wenigen Möglichkeiten solcher Gemeinden, am Tourismus zu partizipieren.

Der Trailhead liegt am bergseitigen Ortsrand. Der Aufstieg ist problemlos. Bei praller Sonne und hohen Temperaturen ist jedoch, wie bei allen Bergtouren oberhalb der Baumgrenze, die Kreislaufbelastung nicht zu unterschätzen. Der Weg teilt sich vor dem letzten Anstieg auf. Über die rechtsseitige, steile Flanke führt der Trail zum Gipfel auf 556 Meter Höhe. Auf der linken, flacheren Route gelangt man zum Sattel zwischen Segla und Hesten. Von dort aus bietet sich die eindrucksvollste Aussicht auf das massive Horn des Segla, der die Landzunge zwischen Öyfjorden und Mefjorden beherrscht.

Am Sattel angekommen steht man an einer senkrechten Abbruchkante. Spektakulär stürzt die westliche Flanke des Segla über die gesamten 639 m Höhe senkrecht in den Mefjorden. Am linken Bildrand erkennt man Fjordgard am Öyfjorden, den Ausgangspunkt der Tour.

Keinesfalls sollte man vom Sattel direkt zum Gipfel des Hesten aufsteigen, wozu viele Spuren, die sich im Fels verlieren verführen. Dies entwickelt sich zur Kletterei, bei der der sandige Untergrund zwischen den Felsen kaum Halt bietet. Es soll einen Pfad geben, der entlang der Höhenlinie auf die normale Aufstiegsroute führt. Über dessen Begehbarkeit kann ich aber keine Aussage machen. Das Bild unten rechts zeigt den senkrechten Absturz des Hesten in den Mefjorden.

Tourzusammenfassung: Die Wanderung zum Hesten wird als eine der schönsten auf Senja gehandelt. Für die leichte Tour sollte man insgesamt ca. 3 Stunden veranschlagen. Der Gipfel liegt auf 556 m Höhe. Vom Parkplatz am Hafen aus überwindet man auf einer Strecke von rund 2,8 km nahezu die gesamte Höhendifferenz. Bezüglich der Entscheidung Gipfel oder Sattel würde ich unbedingt zum Sattel raten, denn von dort aus ist der Blick auf den Segla am spektakulärsten. Mit jedem weiteren Höhenmeter nimmt dann die Wirkung ab.

Insel Senja

Von Andenes an der Nordspitze der Vesteralen setzten wir morgens mit der frühen Fähre zur Insel Senja über. Obgleich das Wetter ruhig war spürte man auf dem etwas älteren, kleineren Fährschiff die lange Dünung ganz ordentlich. Die Fährverbindung wird nur in den Sommermonaten bedient und bietet eine optimale Routenführung von Bodö über die Lofoten, die Vesteralen und die Insel Senja bis Tomsö. Die Überfahrt dauert knapp zwei Stunden.

Der Zielort Gryllefjord auf Senja ist ein Fischerdorf, dessen knapp 400 Bewohner sich den schmalen Saum entlang des Fjordes teilen. Der Fährbetrieb sprengt nahezu die räumlichen Möglichkeiten dieser Ortschaft.

Wir folgten der 86, bogen aber schon bald auf die 862 in Richtung Lysnes ab. Die Straße windet sich bergwärts und passiert den Krokelvvatnet. Obgleich dieser nur auf rund 300 m Höhe liegt, war er Mitte Juni noch nicht eisfrei.

Nach Untertunnelung des knapp eintausend Meter hohe Storma-Massivs erreicht die Straße den Aussichtspunkt Bergsbotn, der mit einem genialen Blick über den Bergsfjorden aufwartet. Das nachfolgende Panorama habe ich aus 5 hochformatigen Aufnahmen zusammengesetzt.

Die Dichte der landschaftlichen Höhepunkte auf Senja ist einmalig. Als wir am Campingplatz Fjordboten ankammen und dieses fast schon unwirklich schöne Panorama über den Stönnesbotnen in uns aufsaugten, beschlossen wir spontan, noch einen Tag länger zu bleiben.

Im Bann der Mitternachtssonne

Wirklich dunkel wurde es selbst im Süden Norwegens nicht und ab Trondheim wurde es gegen Mitternacht halt etwas dämmrig. Seit wir kurz vor Bodö den Polarkreis überschritten hatten, bewegten wir uns tatsächlich im Bereich der Mitternachtssonne. Wenn man es genau nimmt, ist es ja so, dass am Polarkreis die Sonne nur am 21. Juni, also zur Sommersonnwende, über dem Horizont (Meeresspiegel) bleibt. Je weiter man nach Norden kommt, desto mehr Tage mit Mitternachtssonne kann man genießen und desto weiter bleibt die Sonne überm Horizont.

Wer die Mitternachtssonne fotografisch festhalten möchte, sollte in Nordrichtung freie Sicht haben. Der Strand des Campingplatzes in Andenes, an der Nordspitze der Vesteralen, bietet dafür beste Voraussetzungen. Das nutzten auch die Fotografen im oberen Bild, um eine Zeitraffersequenz zu drehen.

Damit man sich von der Beleuchtung / Helligkeit ein besseres Bild machen kann, habe ich das letzte Bild mit dem Licht aufgenommen. Der Aufnahmezeitpunkt war 1:20 Uhr Sommerzeit, also kurz nach Mitternacht gemäß MEZ. Die Situation lässt sich ungefähr mit der bei uns rund eine Stunde vor Sonnenuntergang vergleichen. Ohne Nebel und Dunst über dem Meer, hätte es wahrscheinlich kaum eine Verfärbung am Himmel gegeben. Die Farbwirkung der beiden ersten Bilder rührt insbesondere von der kurzen Belichtungszeit beim direkten Ausrichten der Kamera in die Sonne. Diese kurze Belichtungszeit war durchaus auch gewollt, um einen sauberen Schattenriss der Personen zu erhalten.

Vesteralen

Als wir am späteren Nachmittag die Vesteralen ansteuerten machte sich auch dort der Hochdruckeinfluss bemerkbar. Zwar drückten immer noch die Nebelbänke vom Nordatlantik herein, lösten sich aber zunehmend auf, so dass sich immer wieder ein Fenster öffnete. Nachfolgend der Blick von Hinnöya hinüber zur Insel Langöya.

Die Inselgruppe der Vesteralen ist mit den Lofoten über die Fv 85 verbunden. Eine Brücke führt auf die Insel Langöya. Wir benutzten die zweite Brücke hinüber nach Andöya. Um den Schiffsverkehr zu ermöglichen, sind die Brücken meist stark überhöht. Kaum auf der Insel angekommen wurden wir mit einer Flaggenparade begrüßt, die eine Hofeinfahrt zierte.

Wir bogen gleich von der Hauptroute ab und folgten der Nebenstrecke entlang der landschaftlich interessanteren Westküste. Ein Abstecher zur Ansiedlung Sörmela erwies sich dabei als ausgesprochen lohnend. Vom dortigen Friedhof genossen wir den herrlichen Ausblick auf die Berge der Nachbarinsel Langöya.

Dort versuchte ein Großer Brachvogel aufgeregt die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Offensichtlich hatte er in der Nähe ein Nest und wollte von der Brut ablenken.

Gleich nebenan war jemand vom Anblick der Nachbarinsel so begeistert, dass er deren Bergwelt auf einer Scheune festhielt.

Überhaupt schienen in diesem Außenposten Norwegens die Künste eine bedeutende Rolle zu spielen. So wurde eine andere Fassade mit Szenen aus einem Kinderbuch illustriert.

Und dann war da noch der Leuchtturm.

Entlang der Route eröffneten sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die raue Landschaft.

Am Aussichtspunkt Bukkekjerka überraschte uns erneut eine architektonische Meisterleistung. Wieder einmal war es nur ein WC.

Der kreative Bau ließ keine Möglichkeit aus, die Landschaft einzufangen. Von hier aus erschloss sich der Zugang zu einem kleinen Leuchtturm. Schade nur, dass man die im Vergleich zu den Baukosten geringe Summe für einen Bohlenweg gescheut hat. So latschen täglich hunderte Besucher hinüber zum Leuchtturm und zertrampeln dabei die gesamte Umgebung.

In Bleik trafen wir auf einen schmucklosen, aber noch weitgehend unverfälschten Fischerort, dessen Häuser sich über die langgestreckte Bucht verteilten. Fotografisch würde sich hier ein längerer Aufenthalt sicher lohnen.

Kurz darauf erreichten wir Andenes an der Nordspitze der Vesteralen. Der Ort, einst Hochburg des Walfangs, wirbt heute mit Whale watching-Touren. Der Neubau eines spektakulären Walzentrums, das seit einigen Jahren projektiert ist, wurde jedoch noch nicht begonnen.

Lofoten 2

Nach unserer Ankunft in Ramberg setzte Wetterbesserung ein. Deshalb genossen wir den Sonnenschein am herrlich weißen Sandstrand noch einen Tag länger. Der Löwenzahn war übrigens bereits vor uns hier eingetroffen.

Beim Spaziergang am Strand gibt es immer etwas zu sehen. Mit der Kamera am Arm wird es da nie langweilig. Ob Braunalgen, Blasentang oder einfach nur Minipriele, die ihre fein verästelten Spuren der Erosion in den Sand zeichnen. Sich zu beschränken fällt dabei schwer.

Noch ein letzter Blick zurück: Die Karibik und die Postkartenidylle lassen grüßen!

Oben: Am Flakstadpollen. Unten: Typische Landschaft entlang der Fv 815.

Oben: Blick auf Svolvaer. Mit knapp 5000 Einwohnern ist Svolvaer die größte Stadt auf den Lofoten und der Sitz der Inselverwaltung.

Unten: Die Fischfangflotte des Austnesfjorden.

Abschließend noch einige Tipps für alle, die vor haben, die Lofoten zu bereisen:

1) Die Saison weiträumig vermeiden. Also nicht in den Monaten Juni – August reisen.

2) Wer zum Fotografieren auf die Lofoten möchte, sollte dies im Spätherbst (Oktober / November) oder gegen Ende des Winters (Februar / März) machen. Dann ist das Licht optimal und die Aurora borealis kann mit etwas Glück auch beobachtet werden. Im Sommer bleibt es meist bei Postkartenbildern.

3) Wer sich länger auf den Lofoten aufhalten möchte, sollte zwei bis drei Standorte auswählen und von dort aus die jeweilige Umgebung erkunden.

4) Die E10 ist die Erschließungsstraße für die gesamten Lofoten. Links und rechts davon zweigen zahlreiche Stichstraßen oder Schleifen ab, die zu interessanten Spots führen. Für die Durchreise gibt es auf der Insel Vestvagöya eine empfehlenswerte Alternative zur E10. Das ist die Fv 815 zwischen Leknes und der Sundklakkbrua. Auf dieser Strecke sind so wenige Menschen unterwegs, dass man sich in einem anderen Land wähnt.

Lofoten 1

Vom Süden kommend ist Bodö ein guter Ausgangspunkt, um die Lofoten zu bereisen, denn von hier legt mehrmals täglich die Fähre nach Moskenes auf den Lofoten ab. Zwar sind die Preise, insbesondere in der Hauptsaison, nicht ganz billig, aber im Gegenzug spart man rund 600 km Fahrstrecke. Für alle, die seefest sind und gerne 12 Stunden auf dem Wasser verbringen wollen, gibt es außer der direkten Linie (ca. 3 Std.) auch eine lange Variante über die Inseln Väröy und Röst. Diese Strecke wird staatlich subventioniert und hätte uns lediglich 25 € gekostet. Wegen einer Sturmwarnung haben wir uns jedoch im letzten Moment umentschieden.

Bodö liegt nördlich des Polarkreises. Mit seinen rund 43000 Einwohnern ist Bodö die zweitgrößte Stadt Nordnorwegens und das Verwaltungszentrum der Provinz Nordland. Die noch junge Stadt wurde erst 1837 gegründet. Als deutscher Staatsbürger sollte man wissen, dass die Stadt bei einem deutschen Luftangriff 1940 weitgehend zerstört wurde.

Sieht man mal vom Jacht- und Fischereihafen ab, so ist Bodö auch heute noch keine Stadt mit Atmosphäre. Zwar werden seit etlichen Jahren Versuche unternommen, dies zu ändern, sehr erfolgreich war man dabei aber für meinen Geschmack nicht. So wurde 2014 die Stadtbibliothek eröffnet, deren monumentale Eingangsfront vom Jachthafen aus das Stadtbild prägt. Zusammen mit dem dahinter liegenden Konzerthaus markiert das im gleichen Baustil gehaltene Ensemble die Haupteinkaufsmeile der Stadt. Man spürt, dass man die Stadt architektonisch und kulturell voranbringen möchte. Hierzu passt auch, dass Bodö 2024, als erste nördlich des Polarkreises gelegene Stadt, europäische Kulturhauptstadt werden soll.

Oben: Blick vom Jachthafen auf das Stadtzentrum mit Bibliothek.

Unten: Die sehr nüchterne Fassade der Bibliothek und die Passage durch das Einkaufszentrum in der Fußgängerzone.

Die „Waterfront“ Bodös kann sich inzwischen sehen lassen. Vom Deck einer auslaufenden Lofotenfähre hat man den nachfolgenden Ausblick.

In der Geografie spricht man häufig von der Lofotenwand, wenn man die Wirkung der bis zu tausend Meter aus dem Meer aufragenden Lofotenberge beschreiben möchte. Genau dieser Eindruck wurde uns vermittelt, als wir uns bei bedecktem Himmel der Inselgruppe näherten. Erst auf kurze Distanz gewann diese „Wand“ Struktur und gab den Blick auf Moskenes frei.

In Moskenes ereilte uns dann der erste Realitätsschock dieser Reise. Was sich in Bodö an der Fähre bereits angedeutet hatte, wurde in Moskenes Realität: Trotz Vorsaison wurden die Lofoten förmlich überrannt. Das machte sich hier in der Südwestecke, dem Ende der Inselwelt, besonders bemerkbar, denn hier liegen mit Reine und Hamnöy die touristischen Aushängeschilder der Lofoten. Da sich Siedlungsraum und Straße (E10) aber auf den wenigen schmalen Flächen zwischen Meer und Bergen zusammendrängen, wird es schnell eng. Mit Wehmut erinnerte ich mich an die leeren Straßen, als ich hier im Februar 2019 unterwegs war. Nach wenigen „Pflichtfotos“ zogen wir weiter, um diesem Massenauflauf zu entkommen.

Oben: Moskenes. Die Möwen nutzen jeden Sims und jede Nische zum Nisten.

Unten: Der Blick vom Reinehalsen auf Reine.

Blick auf Hamnöy.

Stockfisch und die Lofoten gehören zusammen. Nichts verkörpert die alte, romantisierte Lebensweise der Fischer auf den Lofoten mehr, als dieses Produkt. Nachfolgend Trockengestelle bei Reine.

Nur wenige Kilometer nördlich von Hamnöy zweigt eine Stichstraße von der E10 zum Fischerdörfchen Sund ab. Kurz vor dem Ort passiert man eine kleine Firma, die Stockfisch exportiert. Der gerade erntereife Stockfisch wird hier nach Qualität sortiert und versandfertig auf Paletten gestapelt.

Wie bereits in meinen Beiträgen von 2019 ausgeführt geht Stockfisch hoher Qualität nach Italien, Portugal und Spanien. Schlechte Qualität und die Fischköpfe gehen nach Afrika.

Und wieder einmal verblüffte es uns, wie sehr sich die Touristenströme von Prospekten leiten lassen. Offensichtlich verirren sich nur wenige Touristen in dieses nette, für Lofoten-Verhältnisse noch recht ursprüngliche Fischerdörfchen.

Und noch einen weiteren Ort möchte ich vorstellen: Wer kurz vor Ramberg dem Wegweiser Fredwang folgt, gelangt zum Sandbotnen. Vom Ende der Straße, bei der Häuseransammlung Ytresand, genießt man diesen herrlichen Blick über die fast schon magisch wirkende Bucht. Ein Ausblick, der sich nahezu bei jedem Wetter lohnt.

Am Ende eines langen Tages checkten wir im Campingplatz in Ramberg ein. Die exklusive Lage an einem herrlichen Sandstrand lässt sich der Platzbesitzer gut bezahlen. Die unzureichende Ausstattung des Campingplatzes war gerade im Ausbau begriffen. Die nachfolgende Aufnahme entstand gegen 23 Uhr im vollen Gegenlicht.

Kystriksveien 3

Auf der Helgelandroute, der Fv17, gibt es neben der herrlichen Landschaft auch kulturelle und architektonische Besonderheiten zu bestaunen.

Der Hof von Alstahaug mit dem Pfarrhaus, der Wirkungsstätte von Petter Dass (1646 – 1707). Er gilt als der größte Lyriker Norwegens im 17. Jahrhundert. Nach seiner Schulzeit in Bergen studierte er Theologie in Kopenhagen. Ab 1689 war Dass Pfarrer in Alstahaug, wo er 1707 verstarb. Seine Kirchenlieder machten ihn populär. In Alstahaug wurde ihm ein bemerkenswertes Museum gewidmet. Hierzu wurde aus dem Felsriegel zwischen Pfarrhaus und Kirche ein Stück heraus gesägt und in die entstandene Lücke ein architektonisch hochmodernes Bauwerk platziert. Im linken Spalt zwischen Museum und Felswand verläuft der Aufstieg zum Denkmal. Leider war das Museum geschlossen (außerhalb der Saison haben die Museen in Norwegen reduzierte Öffnungszeiten), so dass man nicht auf die andere Seite gelangen konnte. Dort ragt der Museumsbau weit hinaus in die Landschaft und gibt den Blick auf die Küste frei.

Am Polarkreis fasziniert die 1991 fertiggestellte Helgelandbrücke über den Leierfjord. Sie ist mit einer Länge von 1065 Meter eine der größten Schrägseilbrücken der Welt. Ihre beiden Pfeiler erreichen Höhen von 127 bzw. 138 Metern. Die hohen Windgeschwindigkeiten stellten die Ingenieure vor besondere Herausforderungen. 2010 wurde die Helgelandbrücke zur schönsten Brücke Norwegens gewählt. Die geschwungene Linie der Anfahrrampe hat mir besonders imponiert. Nähere Details zur Brücke finden sich hier.

Wenige Kilometer weiter erreichten wir den Fähranleger von Levang. Der idyllische Blick auf die Bootshäuser verkürzt die Wartezeit. Bei der Anfahrt auf Nesna bot sich dann vom Fährschiff aus die nachfolgende Aussicht auf die Ortschaft und die Berge im Hintergrund.

Trotz des schlechten Wetters musste ich immer wieder zur Kamera greifen. Diese Bushaltestelle bereichert nun meine Sammlung. Ein an der Küste lebender Norweger ohne Bootshaus ist nicht denkbar. Deshalb prägen diese Rorbuer die Landschaft entlang der Küste.

Während wir am nächsten Morgen in Kilboghavn wieder einmal auf eine Fähre warteten, sah ich an einem benachbarten Bootsanleger einen Mann leuchtend rote Fische ausnehmen. Olaf hatte nichts dagegen, dass ich ihn bei seiner Arbeit fotografiere. Er erzählte, dass er den Rotbarsch mit dem Netz aus 200 m Tiefe heraufgeholt hätte. Die Möwen jedenfalls waren über den Fang hoch erfreut. Absolut bühnenreif war dann sein Abgang.

Das letzte Highlight an diesem Tag war dann der Parkplatz Ureddplassen. Das architektonisch kreativ gestaltete WC-Häuschen und die Sitzgruppen aus Stahltischen und geschliffenen Granitquadern zum Sitzen sind bei jedem Wetter ein Hingucker.

Am späten Nachmittag erreichten wir Bodö. Hier der Blick zur nächtlichen Stunde auf den Jachthafen.