Gaymann in Tübingen

Zum 75. Geburtstag des Cartoonisten Peter Gaymann eröffnete das Neue Kunstmuseum Tübingen eine Ausstellung mit dem Titel „Lachen in verrückten Zeiten“. Der Titel war Programm. Nie zuvor habe ich in einem Museum so viele Leute laut lachen hören. Ein Beleg dafür, dass Peter Gaymann in seinen Zeichnungen auf humorvolle Weise häufig den Nagel auf den Kopf trifft.

Das Huhn mit menschlichen Zügen brachte ihm den künstlerischen Durchbruch. Sein so erschaffenes Huniversum wird in bewährter Weise präsentiert. Bewegliche Stellwände gliedern nicht nur den Raum sondern setzen auch thematische Schwerpunkte.

Auch das Thema Kunst geht Gaymann humorvoll an.

Dass sich Kunst und Kommerz für ihn nicht ausschließen zeigt sein persönlicher Werdegang, der ihn von Freiburg über Rom an den Starnberger See brachte. Und wer daran bislang seine Zweifel hatte, wird spätestens an der Kasse eines Besseren belehrt. Dort findet sich unter anderem auch Eierliköre mit entsprechenden Etiketten.

Panikattacke

Das neue, private Kunstmuseum in Tübingen öffnete am 08.03.2025 seine Pforten mit einem Publikumsmagneten.

UDO LINDENBERG stellte seine farbenfreudigen Gemälde unter dem Motto „Panik in Tübingen“ aus. Die empfehlenswerte Ausstellung ist noch bis 15.06.2025 zu sehen. Normaler Eintrittspreis: 16,50 €.

Geschickt unterstreichen die Ausstellungsmacher mit farbig gestalteten Stellwänden die Farbenfreude des Künstlers und stellen, je nach Blickwinkel, vielfältige Bezüge unter den Gemälden her.

Fotografieren ist in den Ausstellungsräumen erlaubt! Das sei hier lobend erwähnt.

Obwohl sich die Besucher zeitweilig drängen, gibt es immer wieder ruhige Momente für eine tiefer gehende Bildbetrachtung.

In der Ausstellung verdeutlicht UDO nicht zu knapp sein Verhältnis zu Drogen und Sex. Da präsentiert sich ein „Gänseblümchen“ schon fast zu einem Gegenentwurf.

UDO weiß genau wo oben und unten sowie links und rechts ist und zeigt dies auch in seinen Bildern. Das Versprühen der Farbe mittels Schlagzeug ist dagegen völlig neutral.

Die Architektur des Museums nimmt sich ganz zurück und lässt den Bildern ihre Wirkung. Also, nichts wie hin!