Kystriksveien 3
Auf der Helgelandroute, der Fv17, gibt es neben der herrlichen Landschaft auch kulturelle und architektonische Besonderheiten zu bestaunen.

Der Hof von Alstahaug mit dem Pfarrhaus, der Wirkungsstätte von Petter Dass (1646 – 1707). Er gilt als der größte Lyriker Norwegens im 17. Jahrhundert. Nach seiner Schulzeit in Bergen studierte er Theologie in Kopenhagen. Ab 1689 war Dass Pfarrer in Alstahaug, wo er 1707 verstarb. Seine Kirchenlieder machten ihn populär. In Alstahaug wurde ihm ein bemerkenswertes Museum gewidmet. Hierzu wurde aus dem Felsriegel zwischen Pfarrhaus und Kirche ein Stück heraus gesägt und in die entstandene Lücke ein architektonisch hochmodernes Bauwerk platziert. Im linken Spalt zwischen Museum und Felswand verläuft der Aufstieg zum Denkmal. Leider war das Museum geschlossen (außerhalb der Saison haben die Museen in Norwegen reduzierte Öffnungszeiten), so dass man nicht auf die andere Seite gelangen konnte. Dort ragt der Museumsbau weit hinaus in die Landschaft und gibt den Blick auf die Küste frei.


Am Polarkreis fasziniert die 1991 fertiggestellte Helgelandbrücke über den Leierfjord. Sie ist mit einer Länge von 1065 Meter eine der größten Schrägseilbrücken der Welt. Ihre beiden Pfeiler erreichen Höhen von 127 bzw. 138 Metern. Die hohen Windgeschwindigkeiten stellten die Ingenieure vor besondere Herausforderungen. 2010 wurde die Helgelandbrücke zur schönsten Brücke Norwegens gewählt. Die geschwungene Linie der Anfahrrampe hat mir besonders imponiert. Nähere Details zur Brücke finden sich hier.


Wenige Kilometer weiter erreichten wir den Fähranleger von Levang. Der idyllische Blick auf die Bootshäuser verkürzt die Wartezeit. Bei der Anfahrt auf Nesna bot sich dann vom Fährschiff aus die nachfolgende Aussicht auf die Ortschaft und die Berge im Hintergrund.


Trotz des schlechten Wetters musste ich immer wieder zur Kamera greifen. Diese Bushaltestelle bereichert nun meine Sammlung. Ein an der Küste lebender Norweger ohne Bootshaus ist nicht denkbar. Deshalb prägen diese Rorbuer die Landschaft entlang der Küste.







Während wir am nächsten Morgen in Kilboghavn wieder einmal auf eine Fähre warteten, sah ich an einem benachbarten Bootsanleger einen Mann leuchtend rote Fische ausnehmen. Olaf hatte nichts dagegen, dass ich ihn bei seiner Arbeit fotografiere. Er erzählte, dass er den Rotbarsch mit dem Netz aus 200 m Tiefe heraufgeholt hätte. Die Möwen jedenfalls waren über den Fang hoch erfreut. Absolut bühnenreif war dann sein Abgang.


Das letzte Highlight an diesem Tag war dann der Parkplatz Ureddplassen. Das architektonisch kreativ gestaltete WC-Häuschen und die Sitzgruppen aus Stahltischen und geschliffenen Granitquadern zum Sitzen sind bei jedem Wetter ein Hingucker.

Am späten Nachmittag erreichten wir Bodö. Hier der Blick zur nächtlichen Stunde auf den Jachthafen.




























