Museum Frieder Burda

Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden liegt im Park an der Lichtentaler Allee. Mit der Staatlichen Kunsthalle nebenan ist es über eine gläserne Brücke verbunden. Dies macht auch gemeinsame Ausstellungen möglich.

Schwerpunkte des Museums sind die Klassische Moderne und die Zeitgenössische Kunst. Sonderausstellungen wie jetzt „Impressionismus in Deutschland, Max Liebermann und seine Zeit“, die bis 8. Februar 2026 zu sehen ist, sorgen für ein abwechslungsreiches Programm.

Doch nicht nur die Ausstellungen lohnen einen Besuch. Allein schon die Architektur ist Grund genug. Der amerikanische Architekt Richard Meier entwarf das Gebäude, das nach zweijähriger Bauzeit 2004 eröffnet wurde. Die Kosten für das mehrfach ausgezeichnete und vollständig privat finanzierte Bauwerk werden auf 15 Millionen € geschätzt.

Empfehlenswert ist diese Ausstellung insbesondere auch für Fotografen, denn es finden sich zahlreiche Parallelen zur Entwicklung der heutigen, digitalen Fotografie. Damals haben sich die Impressionisten durch ihre schnelle Malweise neue Bereiche erschlossen. Das normale Leben auf der Straße, schnell wandelnde Lichtstimmungen und Bilder in der Dämmerung oder gar bei Nacht rückten in den Bereich des Machbaren. Rund hundertfünfzig Jahre später vollzogen und vollziehen sich mit der Einführung der Digitaltechnik in der Fotografie vergleichbare Entwicklungen. Kleine Digitalkameras erleichtern die Streetfotografie und erschließen neue Einsatzbereiche. Digitale Bildsensoren mit schwindelerregenden ISO-Werten ermöglichen Aufnahmen unter schlechtesten Lichtverhältnissen. Digitale Bildaufbereitung durch intelligente Softwear erlaubt es, riesige Helligkeitsunterschiede abzubilden. Die Ausstellung zeigt überzeugend, wie Veränderungen in der Technik und gesellschaftlicher Wandel sich wechselseitig beeinflussen. Sich ändernde Sichtweisen verändern auch das Kunstverständnis und lassen Neues entstehen.

Das Louisiana

Das Louisiana Museum of Modern Art ist ein weltweit beachtetes Kunstmuseum in Humlebaek 30 km nördlich von Kopenhagen. Mit 700 000 Besuchern jährlich ist es das meistbesuchte Museum Skandinaviens. Hier bilden Kunstwerke, Architektur und Parkanlagen eine gelungene Einheit.

Als ich obige Aufnahme zur Kontrolle auf meinem Kamerabildschirm anschaute, erkannte ich sofort das Gesicht. Mit bloßem Auge war mir dies zuvor trotz eingehender Betrachtung nicht möglich gewesen. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung. „Saalgott de Large“ stammt übrigens von Jonathan Meese.

Der junge Mann im unteren Bild war offensichtlich auch sehr beeindruckt. Lange blieb er vor diesem Kunstwerk stehen. Was ihn wohl derart angesprochen hat?

Auch die Architektur des Museums beeindruckt. Hier ist es ein Glaserker, dort ein Stück Mauer oder nur der Abgang zum WC. Auch die großen Glasfassaden, die den weitläufigen Skulpturengarten immer wieder in das Museum hereinholen, sind ein beeindruckendes Stilmittel.

Skulpturen überall. Die Terrasse des Restaurants ist mit Skulpturen von Alexander Calder bestückt (Little Janey-Waney). Dabei schweift der Blick weit hinaus über den Öresund. Die Parklandschaft des Museums reicht bis hinab ans Meer. Auf dem Rückweg zum Eingang passiert man diese beeindruckenden Steinkugeln, die an ferne Planeten erinnern. „Pars pro Toto“ von Alicja Kwade.

Fazit: Das Louisiana ist ein wirklich sehenswertes Museum in dem man viel Zeit verbringen kann.