Storebeltbrücke

Von der Storebeltbrücke wollte ich unbedingt eine Aufnahme machen. Mir schwebte ein Bild vor in dem sich die Brücke dicht übers Wasser hinzieht, um sich dann in luftige Höhen zu schwingen. Doch daraus wurde nichts. Als ich an der Brücke stand, konnte man die Hängebrücke im Nebel nur erahnen. Also musste ich mir etwas einfallen lassen. So entstand das Bild aus dem vorigen Beitrag und das nachfolgende Bild mit diesen Aufnahmedaten: Blende 20, 57 s, ISO 200, 24 mm, ND1000

Die Storebeltbrücke oder auf Deutsch Großer-Belt-Brücke verbindet die Insel Fünen mit der Hauptinsel Seeland. Das Bild oben zeigt den westlichen Teil der zweiteiligen Brücke. Dieser verläuft zwischen der Insel Fünen und dem Inselchen Sprogö auf einer Länge von 6611 m relativ flach über das Meer. Der schmale Teil trägt die Eisenbahnlinie, der breite die vierspurige Autobahn. Der östliche Teil zwischen Sprogö und Seeland besteht aus einer Hängebrücke, die mit 6790 m Länge und einer Hauptspannweite von 1624 m zu den längsten Hängebrücken der Welt zählt. Unter ihr verlaufen die Routen der Großschifffahrt zwischen Nord- und Ostsee. Das nachfolgende Bild zeigt die Durchfahrt unter der Brücke, aufgenommen von der Fähre Kiel-Oslo im Mai 2023 (Handy-Aufnahme).

Motorradsammlung Schloss Egeskov

Die Motorradsammlung im Schloss Egeskov ist absolut sehenswert, denn sie hält so manches Schmankerl bereit. Im Übergangsbereich zwischen Autos und Motorrädern werden Kleinkrafträder ausgestellt. Im Bild oben sind Leichtmotorräder der Marke Puch zu sehen.

Die Motorradsammlung selbst präsentiert sich mit einer guten wie simplen Lösung. Die Maschinen sind so an der Decke aufgehängt, dass man sich im Zickzack durch die Exponate bewegen muss. Die Sammlung umfasst sowohl historische Räder als auch Marken der letzten Jahrzehnte wie Moto Guzzi, Kawasaki, Honda oder BMW.

Oldtimer-Sammlung Schloss Egeskov

Die umfangreiche Sammlung der Oldtimer ab den 1930er-Jahren verteilt sich auf zwei Hallen. Einige wenige Schmuckstücke seien hier vorgestellt. Leider stehen die Fahrzeuge dicht an dicht, so dass die Präsentation der einzelnen Exponate darunter leidet und der Fotograf so seine Schwierigkeiten hatte, die Objekte einigermaßen vernünftig abzulichten. Nachfolgend ein Blick in die große Halle, in der auch einige Fluggeräte zu bestaunen sind.

In der Sammlung findet man natürlich auch Exponate zur deutschen Automobilgeschichte, wie den zweifarbigen DKW Meisterklasse, den Mercedes-Benz 230 B beide von 1938 und den Opel Olympia von 1950.

Die amerikanischen Straßenkreuzer von 1948. Der Oldsmobile 88 und der Cadillac Fleetwood sind auch heute noch beeindruckende „Schlitten“.

Spannend ist auch ein Blick ins Lager unterm Dach. Hier wartet noch manches Schmuckstück darauf, wachgeküsst zu werden.

Schloss Egeskov

Von Langeland fuhren wir zurück auf die Insel Fünen. Unser Ziel war das Wasserschloss Egeskov, das als schönstes Renaissanceschloss Dänemarks gilt. Das Schloss wurde 1518 als mittelalterliche Burganlage errichtet und befindet sich noch heute im Privatbesitz. Um das Anwesen mit seinen historischen Gartenanlagen und umfangreichen Sammlungen halten zu können, wurde es 1986 für Besucher geöffnet. Inzwischen nutzen jährlich rund 250 000 Touristen aus aller Welt dieses besondere Angebot.

Verteilt auf zahlreiche Nebengebäude erwarten den Besucher unterschiedlichste Ausstellungen und Sammlungen von denen hier nur einige beispielhaft vorgestellt werden. Oben zu sehen die Sammlung alter Ladeneinrichtungen inklusive der Produkte aus der damaligen Zeit. Unten sind drei Ausstellungen aufgezeigt: Die Oldtimersammlung, die Sammlung Mensch und Technik und das Motorradmuseum.

Zu den umfangreichen Gartenanlagen gehört auch ein Dahliengarten, den wir in voller Blüte erleben durften. Nachfolgend einige Eindrücke von diesem überbordenden Farbspektakel.

Von Fünen nach AErö

Faaborg war im 17. Jahrhundert Heimathafen einer der größten Fischereiflotten Dänemarks. An diese goldenen Zeiten erinnern die Gassen und Häuser in der Altstadt. Der gedrungene Glockenturm, Überbleibsel der alten Stadtkirche und zugleich Wahrzeichen der Stadt, kontrastiert mit seinem satten Gelb herrlich mit dem blauen Himmel.

Die goldenen Zeiten sind längst Geschichte, der Heringsbestand in der Ostsee gefährdet, sein Fang eng quotiert. Statt der Heringsfänger starten heute von Faaborg aus Fähren in die „Dänische Südsee“. Insbesondere in der Hochsaison ist eine Onlinebuchung der Inselfähren dringend anzuraten. Wir setzten nach Söby auf AErö, eine der kleinsten Inseln, über.

Bevor wir den weitläufigen Campingplatz bei AErösköbing ansteuerten, besuchten wir noch den Leuchtturm Skjoldnaes Fyr. Der Leuchtturm steht auf dem Gelände des Golfclubs, ist aber öffentlich zugänglich. Von der Plattform unterhalb des Leuchtfeuers blickt man hinab auf das Clubhaus und das nördliche Ende der Insel.

Insel Fünen

Von Schleswig kommend bogen wir nördlich von Kolding (Dänemark) auf die Insel Fünen ab. Nahe der Ortschaft Middelfart, direkt am Kleinen Belt, liegt der gut geführte Campinplatz Galsklint. Jetzt, anfangs September, war der Platz nur spärlich belegt, so dass wir unseren Camper in der ersten Reihe mit freier Sicht aufs Wasser abstellen konnten. Ein idealer Platz um zu entspannen.