Motorradsammlung Schloss Egeskov

Die Motorradsammlung im Schloss Egeskov ist absolut sehenswert, denn sie hält so manches Schmankerl bereit. Im Übergangsbereich zwischen Autos und Motorrädern werden Kleinkrafträder ausgestellt. Im Bild oben sind Leichtmotorräder der Marke Puch zu sehen.

Die Motorradsammlung selbst präsentiert sich mit einer guten wie simplen Lösung. Die Maschinen sind so an der Decke aufgehängt, dass man sich im Zickzack durch die Exponate bewegen muss. Die Sammlung umfasst sowohl historische Räder als auch Marken der letzten Jahrzehnte wie Moto Guzzi, Kawasaki, Honda oder BMW.

Oldtimer-Sammlung Schloss Egeskov

Die umfangreiche Sammlung der Oldtimer ab den 1930er-Jahren verteilt sich auf zwei Hallen. Einige wenige Schmuckstücke seien hier vorgestellt. Leider stehen die Fahrzeuge dicht an dicht, so dass die Präsentation der einzelnen Exponate darunter leidet und der Fotograf so seine Schwierigkeiten hatte, die Objekte einigermaßen vernünftig abzulichten. Nachfolgend ein Blick in die große Halle, in der auch einige Fluggeräte zu bestaunen sind.

In der Sammlung findet man natürlich auch Exponate zur deutschen Automobilgeschichte, wie den zweifarbigen DKW Meisterklasse, den Mercedes-Benz 230 B beide von 1938 und den Opel Olympia von 1950.

Die amerikanischen Straßenkreuzer von 1948. Der Oldsmobile 88 und der Cadillac Fleetwood sind auch heute noch beeindruckende „Schlitten“.

Spannend ist auch ein Blick ins Lager unterm Dach. Hier wartet noch manches Schmuckstück darauf, wachgeküsst zu werden.

Schloss Egeskov

Von Langeland fuhren wir zurück auf die Insel Fünen. Unser Ziel war das Wasserschloss Egeskov, das als schönstes Renaissanceschloss Dänemarks gilt. Das Schloss wurde 1518 als mittelalterliche Burganlage errichtet und befindet sich noch heute im Privatbesitz. Um das Anwesen mit seinen historischen Gartenanlagen und umfangreichen Sammlungen halten zu können, wurde es 1986 für Besucher geöffnet. Inzwischen nutzen jährlich rund 250 000 Touristen aus aller Welt dieses besondere Angebot.

Verteilt auf zahlreiche Nebengebäude erwarten den Besucher unterschiedlichste Ausstellungen und Sammlungen von denen hier nur einige beispielhaft vorgestellt werden. Oben zu sehen die Sammlung alter Ladeneinrichtungen inklusive der Produkte aus der damaligen Zeit. Unten sind drei Ausstellungen aufgezeigt: Die Oldtimersammlung, die Sammlung Mensch und Technik und das Motorradmuseum.

Zu den umfangreichen Gartenanlagen gehört auch ein Dahliengarten, den wir in voller Blüte erleben durften. Nachfolgend einige Eindrücke von diesem überbordenden Farbspektakel.

Langeland

Setzt man von AErö nach Langeland über, blickt man bei der Hafeneinfahrt in Rudköbing auf die 774 m lange Langelandbrücke, die Langeland mit den nördlich gelegenen Inseln verbindet. Mit 52 km Länge und 11 km Breite macht die Insel ihrem Namen alle Ehre.

Langeland ist in mehrerlei Hinsicht eine sehr interessante Insel. Historisch verfügt sie mit Kong Humbles Grav über einen gut erhaltenen Langdolmen aus dem Neolitikum. Auf einem flachen Hügel umschließen 77 Randsteine eine mittig platzierte Grabkammer.

In Sichtweite des Hünengrabes liegt auf einem Hügel die Kirche von Humble. Ihre typische Bauweise verweist auf das 13. Jahrhundert.

Die Halbinsel Ristinge im Süden Langelands ist aus ökologischer und geologischer Sicht bemerkenswert. Ihr flacher Ausläufer bietet für Seevögel einen idealen Lebensraum und auch für Fische eine optimale Kinderstube. Aus dem Flachland heraus erhebt sich die 25 m hohe Steilküste des Ristinge Klint. Sie verweist auf die eiszeitliche Entstehungsgeschichte dieser Landschaft, die zum Geopark „Südfünisches Inselmeer“ gehört. Dieser Geopark umfasst eine Landschaft, die mit dem Einsetzen der Gletscherschmelze gegen Ende der letzten Eiszeit durch den Anstieg des Meeresspiegels überflutet wurde. Die höchsten Erhebungen ragen heute als südfünische Inseln aus dem Meer. Davor waren England, Dänemark und Skandinavien auf dem Landwege verbunden. Die zurückweichenden Gletscher haben typische Ablagerungen geschaffen, welche die Landschaft bis heute prägen.

Im Norden Langelands bietet Lohals als Sommerfrische gute Badestrände. Wie überall in Skandinavien wird das angespülte Seegras nach der Saison nicht mehr abgeräumt sondern bleibt zum Schutz der Küste den Winter über liegen. Dies führt mitunter zu erheblichen Geruchsbelästigungen. Wir übernachteten auf dem Stellplatz eines Bauern mit direktem Blick auf den großen Belt und den aufgehenden Blutmond. Mit dem Tele werden dabei die Strukturen auf der Mondoberfläche deutlicher sichtbar.

Hyggeliges AErösköbing

AErösköbing ist das touristische Aushängeschild der Insel AErö und  Dänemarks am besten erhaltene Stadt aus dem 18. Jahrhundert.  Mit seinen hyggeligen Gassen, Lokalen und Geschäften ist AErösköbing ein begehrtes und empfehlenswertes Reiseziel.

Natürlich kann ich auch in diesem Beitrag nicht ganz auf die bunten Badehäuschen verzichten. Da ich bereits im letzten Beitrag darüber berichtet habe, hier einige besondere Bilder.

Badehäuschen als Hochzeitskulisse

Die Insel AErö ist als Hochzeitsinsel und für ihre Badehäuschen bekannt. Klar, dass da die Badehäuschen die richtige Kulisse für die Hochzeitsfotos abgeben.

Die Insel AErö wurde von der Landflucht hart getroffen. Um diese zu stoppen, waren pfiffige Ideen gefragt. Heiraten nach Dänischem Recht für jedermann und jedefrau der Welt und alle Diversen war die Idee, die griff. Seit sich das auf dem Globus herumgesprochen hat, gibt man sich hier in AErösköbing die Türklinke in die Hand. Das Geschäft floriert und mit ihm hat AErö wieder eine Perspektive. Ein Gewinn für alle, auch für die Badehäuschen von AErösköbing, die jetzt wieder in leuchtenden Farben erstrahlen.

Die für AErö charakteristischen Badehäuschen blicken auf eine über hundertjährige Tradition zurück. Mit ihren leuchtenden Farben machen sie richtig was her.

Wir machten gerade vor der Kulisse der Badehäuschen Mittag als neben uns ein Fahrzeug mit deutschem Kennzeichen einparkte. Ein Hochzeitspar schälte sich aus der Karosse und wollte fotografiert werden. Zum Heiraten war natürlich zuerst die richtige Brille gefragt. Doch was wäre die Ehe ohne Brillen- / Perspektivwechsel? Aber schlussendlich sollte keine Brille den Blick für die Realität verfälschen. Also weg damit.

Mit unverstelltem Blick konnte dann die Show beginnen.

Auch der Wind war begeistert und verfing sich im Schleier der Braut. Die hatte alle Hände voll zutun, damit ihr der Schleier nicht vom Kopf geweht wurde.

Aber schließlich hatte frau sich auch mit dem Wind arrangiert. Ein gutes Zeichen für stürmische Tage, die eine Ehe durchaus zu bieten hat. Wir gratulieren und wünschen nochmals alles Gute für die gemeinsame Zukunft.

Von Fünen nach AErö

Faaborg war im 17. Jahrhundert Heimathafen einer der größten Fischereiflotten Dänemarks. An diese goldenen Zeiten erinnern die Gassen und Häuser in der Altstadt. Der gedrungene Glockenturm, Überbleibsel der alten Stadtkirche und zugleich Wahrzeichen der Stadt, kontrastiert mit seinem satten Gelb herrlich mit dem blauen Himmel.

Die goldenen Zeiten sind längst Geschichte, der Heringsbestand in der Ostsee gefährdet, sein Fang eng quotiert. Statt der Heringsfänger starten heute von Faaborg aus Fähren in die „Dänische Südsee“. Insbesondere in der Hochsaison ist eine Onlinebuchung der Inselfähren dringend anzuraten. Wir setzten nach Söby auf AErö, eine der kleinsten Inseln, über.

Bevor wir den weitläufigen Campingplatz bei AErösköbing ansteuerten, besuchten wir noch den Leuchtturm Skjoldnaes Fyr. Der Leuchtturm steht auf dem Gelände des Golfclubs, ist aber öffentlich zugänglich. Von der Plattform unterhalb des Leuchtfeuers blickt man hinab auf das Clubhaus und das nördliche Ende der Insel.