Dreikönigsdampf 2

Ausgangspunkt der diesjährigen historischen Dampfzugfahrt war Reutlingen. Über Tübingen ging es das Neckartal aufwärts bis Eyach. Die oberen Bilder zeigen die Ankunft im Bahnhof Eyach. Dort wurde die 97501 ans Zugende umgesetzt. Dies war erforderlich, denn hinter Eyach begannen die Steigungen.

Die Weichen waren gestellt, der Dampfzug konnte von der Neckartalstrecke in Richtung Hechingen abbiegen. Bild unten: In den Steigungen, wie hier in Stetten, sind beide Dampfloks mit maximalem Schub im Einsatz.

In Hechingen rundete der Hohenzollern das historische Bild ab. Wie zuvor in Eyach stand auch in hier die Feuerwehr bereit, um die Wasservorräte aufzufüllen. Es ist schon ein gewaltiger Aufwand, eine solche historische Dampfzugfahrt logistisch abzusichern. Doch die Begeisterung bei Jung und Alt ist groß.

Beim Verlassen des Bahnhofs donnerte die Lok fauchend an mir vorbei. Nun ging es den Albaufstieg hinauf nach Gammertingen, dem Wendepunkt der Fahrt.

Nach Ankunft in Gammertingen gab es genügend Zeit, um Details festzuhalten, denn es musste Kohle gebunkert und Wasser aufgenommen werden. Danach ging es zurück nach Reutlingen.

Dreikönigsdampf

Dampfloks faszinieren nicht nur Kinder. Wenn die historischen Dampfeisenbahnen über die Gleise schnaufen versammeln sich begeisterte Fans jeglichen Alters.

Wir (einige Fotografen des Photoclubs Reutlingen) begleiteten am Dreikönigsdampf den „Ablachtalexpress“ der Eisenbahnfreunde Zollernbahn. In Sauldorf griffen wir erstmals zur Kamera, um das Spektakel festzuhalten.

Im Gegensatz zur Deutschen Bahn, erreichte die 80-jährige Dampflock der Eisenbahnfreunde den Flecken Sauldorf in Oberschwaben pünktlich.

Für die Mitreisenden hieß es hier erst einmal aussteigen, denn das Schaulaufen der vorgesehenen „Scheineinfahrt“ wollte sich niemand entgehen lassen. Hierzu setzte der Zug einige hundert Meter zurück, um dann mit Volldampf in den „Bahnhof“ einzufahren. Während alle bei Schneeregen auf die Einfahrt des Dampfzugs warteten, stieg die Spannung erkennbar an.

Endlich war es so weit. Mit einem lauten, anhaltenden Pfiff, machte sich die Dampflok schon von weitem bemerkbar. Der Dampf, der in dicken Wolken aus dem Kamin der Lok quoll, türmte sich auf bis in den nebelverhangenen Himmel.

Und dann stand sie rauchend und zischend neben uns, die Lok der Baureihe 52, die in den Kriegsjahren des 2. Weltkriegs entwickelt wurde.

Schnell noch ein paar Eindrücke vom stehenden Zug. Dann setzte sich der Ablachtalexpress von Dampfwolken umhüllt wieder in Bewegung.

Über Meßkirch und Mengen führte die Strecke weiter nach Herbertingen. Dort wurde die Lok umgespannt. Das heißt sie wurde vorne abgehängt und hinten wieder angekuppelt. Selbst Dracula nutzte diese Gelegenheit für einen Auftritt.

Danach ging es, mit dem Tender voraus, in entgegengesetzter Richtung das Donautal aufwärts. Hinter Hausen legten wir unseren letzten Fotostopp ein, um die herrliche Landschaft des Donautals mit aufs Bild zu bekommen.

Doch wer betreibt heute noch Dampfeisenbahnen? In unserer Region sind dies die Eisenbahnfreunde Zollernbahn eV. Die gibt es seit 51 Jahren. In ihrer Vereinsgeschichte haben sie ihren Standort wiederholt wechseln müssen. Seit 2006 sind sie im historischen Bahnbetriebswerk Rottweil beheimatet. Dort sind auch die „Schrauber“ am Werk. Die reparieren historische Loks und alles was dazu gehört und halten das Material in Schuss. Mehrfach im Jahr organisieren sie mit ihren historischen Zügen Rundfahrten. Aber auch ihr Betriebswerk kann man besichtigen. Nähere Infos zu Zugfahrten, Besichtigungen oder zur Baureihe 52 gibt es auf der Homepage der Eisenbahnfreunde: https://eisenbahnfreunde-zollernbahn.de/