Phare de Mean Ruz, Bretagne

Der Hafen von Ploumanac´h bei Ebbe.

Der Leuchtturm von Ploumanac´h ist jung, denn der ursprüngliche Turm aus dem Jahre 1860 wurde von deutschen Truppen am 4. August 1944 zerstört. Seit Oktober 1948 feuert nun der neue Leuchtturm. Dieser 15 m hohe Turm steht auf einer markanten Klippe an der Cote de Granit Rose und markiert die Hafeneinfahrt von Ploumanac´h. Sein weißes Leuchtfeuer hat eine Reichweite von 12 Seemeilen. Der bretonische Name „Phare de Mean Ruz“ ist sehr passend gewählt, denn er bedeutet: Leuchtturm aus rotem Stein.

Die Cote de Granit Rose um die Ortschaft Ploumanac´h lässt sich unter Einbeziehung des Leuchtturms in einer kleinen aber lohnenden Rundwanderung erschließen. Dabei kann man die Länge zwischen 4 und 6 km variieren. Dass man auf einer solchen Strecke nie alleine ist, muss man in Kauf nehmen. Der Abstecher zum Leuchtturm schlängelt sich unterhalb des Wanderweges durch den Fels und führt über mehrere Treppen zwischen den Granitblöcken hindurch zum Ziel.

In unmittelbarer Nähe des Leuchtturms befindet sich die Wache der Seenotrettung. Deren Rettungskreuzer parkt einsatzbereit auf einem Bootswagen. Dieser wird zum Einsatz über eine steile Rampe auf Schienen ins Wasser gelassen.

Cote de Granit Rose

Juni 2024

Die Bretagne wartet mit vielen fantastischen Küstenformationen auf, doch die Boulder der Cote de Granit Rose, die von Rostbraun bis zum fahlen Rosa alle Farbschattierungen aufweisen, empfanden wir besonders beeindruckend und mit dieser Einschätzung waren wir nicht alleine. Insbesondere der Abschnitt zwischen Perros-Guirec, Ploumanac´h und Tregastel wird viel begangen. Bilder zum dortigen Leuchtturm Phare de Mean Ruz werde ich getrennt veröffentlichen.

Doch nicht nur direkt an der Küstenlinie auch in zweiter Reihe türmen sich die Granitboulder zu fantastischen Gebilden auf.

Am intensivsten leuchten die Farben aber dort, wo Fels und Wasser zusammentreffen, denn nur am nassen Fels kommen die Farben voll zur Geltung.

In den 60er-Jahren hatten die Touristen hier die Natur völlig niedergetrampelt. Dann hat man angefangen durch Informationen und Absperrungen unterschiedlicher Art die Menschenmassen auf den vorgesehenen Wegen zu halten. Das Konzept hat gegriffen, die Natur hat sich weitgehend erholt. Das nachfolgende Bild zeigt ein Beispiel einer solchen Absperrung.