Austernfarm

Juni 2024

Die Bucht, die sich nördlich von unserem Campingplatz zum Meer hin öffnet wird von einer Austernfarm genutzt, die ihre Produkte über den Großhändler „Bretagne Huitres“ vermarktet. Man kann die Tierchen aber auch direkt beim Produzenten erwerben. Vorgelagerte Riffe schützen die Austerntische vor den heftigen Winterstürmen. Bei Flut ist von den ganzen Installationen nichts zu sehen, nur die Boote dümpeln dann gemütlich im Wasser.

Bei Ebbe sind die Austerntische trockenen Fußes erreichbar, eine Gelegenheit, das Ganze einmal aus der Nähe zu betrachten. Die Austern werden hier auf die klassische Weise in Säcken kultiviert, die auf „Tischen“ (einfachen Rohrgestellen) gelagert werden. Die Säcke werden in gewissen zeitlichen Abständen umgelagert. Hierdurch wird ein gleichmäßiges Wachstum begünstigt und verhindert, dass die Muscheln miteinander verwachsen. Während ihrer Reifezeit von 3 bis 4 Jahren müssen die Austern immer wieder in andere Säcke umgefüllt werden, da ihnen sonst der Platz zu knapp und ihre Entwicklung behindert würde. Farbmarkierungen erleichtern dabei die Übersicht.

Die flachen Boote sind die Arbeitspferde der Austernfarmer. Mit ihnen werden die Materialien zu den Anbauflächen und die erntefrischen Austern abtransportiert. In der Bretagne werden unterschiedliche Austernarten angebaut. Natürlich zählen die Bretonischen Huitres zu den besten weltweit.

Tasmanien 2

Am Montag,  20. Februar, erreichten wir bei St. Helens die Ostküste  Tasmaniens. Die kurvenreiche Straße wand sich über weite Strecken durch bewaldetes Hügelland . Der unübersichtliche Straßenverlauf forderte unter den Waldtieren einen entsprechend hohen Blutzoll – „roadkill“, wie es die Australier nennen. Nicht selten sahen wir auf 100 m zwischen 3 und 6 Kängurus platt auf der Straße kleben und auch den einzigen Tasmanischen Teufel, den wir zu Gesicht bekamen, sahen wir nur zweidimensionale.

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In den flacheren Regionen musste der Regenwald schon vor Generationen den Viehzüchtern und Farmern weichen. Wo Bewässerung möglich ist, wird Gemüse angebaut, sonst werden Obst, Wein  oder Hopfen kultiviert, also so, wie bei uns am Bodensee, oder?  😉  . Überall findet man als schweigende Zeugen des einstigen Regenwaldes, einzelne, besonders stattliche Eukalyptusbäume verloren in der Landschaft stehen. Schön für den Fotografen – schlecht für den Wald.

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In St. Helens fuhren wir zuerst hinaus in die Burns Bay. Für Rose und Herbert gab es da kein Halten mehr. Bei Wassertemperaturen zwischen 14 und 16 Grad musste das erste Bad im Südpazifik her.

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Von nun an jagte ein Highlight das andere. Als nächstes stand ein Besuch der Peron Dünen, einer ausgedehnten Dünenlandschaft, auf dem Programm.

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Als wir dann unser Glück noch in der Binalong Bay versuchten, war der Bogen überspannt. Binnen weniger Minuten waren wir durch und durch nass. Selbst der Foto meckerte.

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Doch spätestens nach Sichtung der Pelikane war der Regen wieder vergessen.

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Am Dienstag nahmen wir die Garden Route mit der berühmten Bay of Fire unter die Lupe.

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Auf dem Rückweg warfen wir noch einen Blick in eine Austernfarm. Dort wurde gerade der „Fang“ in Säcke verpackt. Eine Gruppe Motorradfahrer ließ sich die fangfrischen Tierchen gleich an Ort und Stelle auf der Satteltasche schmecken.

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Am Dienstag 21. Februar, erreichten wir Coles, das Eingangstor zum Freycinet National Park mit der Weinglas Bay. Hier hatten wir uns für Mittwoch eine Wanderung vorgenommen und das Wetter versprach diesmal beste Bedingungen.

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Die Tour führte uns auf gut begangenem Steig durch den Wald hinauf auf einen Bergsattel zum Weinglas Bay Lookout. und anschließend wieder steil hinab zur Bay. Wer den Weg hinab auf sich nimmt, der wird von einem herrlichen Anblick belohnt, sobald er aus dem Wald heraus in das weite Rund der Bay tritt.

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Der weitere Weg führte uns auf einem schmalen Pfad über eine flache Landzunge hinüber zur Hazzard Bay, einem traumhaften, langgezogenen Sandstrand, der von hohen Dünen gesichert wird. Diesem weitläufigen Strand entlang erfolgte der erste Teil des Rückweges.

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Bei einer kurzen Rast machten wir Bekanntschaft mit einem kleinen Känguru, das auf den ersten Blick eher als Osterhase hätte durchgehen können.

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Eigentlich hat man zu diesem Zeitpunkt mit der Wanderung zufrieden abgeschlossen und erwartet keine weiteren Highlights mehr, doch dann stolpert man am Ende der Hazzard Bay über so eine kleine Bucht und reibt sich die Augen, weil man diesen fast nicht traut. Der rosafarbene Granit, eine Besonderheit der ganzen Region, bildet zusammen mit dem Orange der Algen und den Blau- und Türkistönen des Wassers ein überwältigendes Farbenspiel.

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Der Weg zurück zum Parkplatz ging dann über Stock und Stein und bot immer wieder herrliche Ausblicke. Der Wind hatte deutlich aufgefrischt und den Wellen Schaumkronen aufgesetzt.

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Als Zugabe drehten wir dann noch eine kleine Schleife um den Leuchtturm. Eine Tour, die sich alleine schon wegen des genialen Boardwalks lohnt.

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Als sich Rose dann am Ende auf dem Parkplatz auch noch mit einem Känguru anfreunden durfte, war das Glück komplett.

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Und trotzdem fehlte noch ein Abschluss. In Coles tranken wir noch einen späten Kaffee und blickten in der Abendsonne über die Coles Bay hinüber zu den Hazzards (so heißen die Berge) und gingen mit dem Auge nochmals unsere Tour nach.

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Als wir am Donnerstag, 23. Februar, in Hobart ankamen, hatte sich der Kreis geschlossen. Das weiterhin gute Wetter nutzten wir für eine Fahrt auf den Mt. Wellingten, Der Hausberg von Hobart bietet eine phantastische Aussicht auf die Stadt, die man sich bei derart guten Bedingungen wirklich nicht entgehen lassen sollte.

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Am Freitag 24. Februar ging unser Abstecher nach Tasmanien endgültig zu Ende. 10 intensive Tage hinterließen viele bleibende Eindrücke, die erst noch verdaut werden müssen. Herbert und Gudrun flogen zurück nach Sydney und wir nahmen den Weg über Melbourne nach Christchurch, dem Ausgangspunkt für unsere nächste Etappe.

Zu Tasmanien siehe auch: Tasmanien: Lake Gorden – Lake Padder