
Auf 246 m Länge zerteilt der Testturm das Blau des Himmels und konkurriert mit Sonne, Wolken und Flugzeugen.

In weniger als 10 Monaten wurde der Turm errichtet. Nur 68 Tage waren erforderlich, um die Betonhülle des Turmes zu gießen. Mittels Gleitschalungsbauweise wuchs der Turm täglich um 5,6 m in die Höhe. Betoniert wurde rund um die Uhr.

Die Betonröhre des Turms steckt 30 m tief in der Erde. 232 m über der Erdoberfläche befindet sich die Aussichtsplattform, die höchste in Deutschland.


Der Blick geht von der Schwäbischen Alb über Rottweil und die Bar bis zum Schwarzwald. Bei guter Sicht erkennt man sogar die 4000er der Berner Alpen.

Die Fassade des Turmes besteht aus einem vorgehängten Glasgewebe, das mit Teflon beschichtet ist. Diese Verkleidung gibt dem Turm sein spektakuläres Aussehen. Im Outfit eines überdimensionalen Bohrers scheint er sich – der Verkleidung sei Dank – förmlich in den Himmel zu schrauben.

Doch hinter dieser Verkleidung steckt mehr als nur Ästhetik. So beschattet sie die Betonröhre des Turmes. Dadurch werden die thermischen Spannungen geringer, so dass weniger Stahl beim Betonieren verbaut werden musste. Zugleich sorgt die Verkleidung für einen geringeren Strömungswiderstand bei Wind. Dies reduziert die Amplitude mit der der Turm schwingt. Ein zusätzlicher Schwingungsdämpfer mit 240 t Masse begrenzt die Amplitude auf 36 cm.
Mit Hilfe von Stellmotoren kann der Schwingungsdämpfer aber auch dazu benutzt werden, den Turm gezielt in Schwingung zu versetzen, um so die Auswirkungen auf die Aufzugstechnik zu testen. Insgesamt befinden sich 12 Aufzugsschächte im Turm. Der schnellste Aufzug bringt es auf rund 65 km/h.
Weitere Informationen siehe unter ThyssenKrupp .