Svolvaer Lofoten

Svolvaer ist mit 4750 Einwohnern die größte Stadt der Lofoten und bietet die besten Einkaufsmöglichkeiten. Die Stadt verfügt über einen Flugplatz, unterhält mehrere Fährlinien zum Festland und ist Anlaufstelle der Hurtigruten. Die Ausbreitung Svolvaers erstreckt sich über mehrere kleinere Inseln und Landzungen. Die unmittelbar hinter der Stadt aufragenden Bergketten verleihen der Stadt einen alpinen Scharm.

Dieser Blick auf Svolvaer besteht aus 5 hochformatigen Einzelaufnahmen. Wie immer bei Panoramen lohnt sich die Vergrößerung. Hierzu „Grafik in neuem Tab öffnen“.

Reiseberichte zu den Lofoten siehe Lofoten 2/23, Lofoten 1/23, Nordlicht 19, Lofoten 4/19

Lofoten 2

Nach unserer Ankunft in Ramberg setzte Wetterbesserung ein. Deshalb genossen wir den Sonnenschein am herrlich weißen Sandstrand noch einen Tag länger. Der Löwenzahn war übrigens bereits vor uns hier eingetroffen.

Beim Spaziergang am Strand gibt es immer etwas zu sehen. Mit der Kamera am Arm wird es da nie langweilig. Ob Braunalgen, Blasentang oder einfach nur Minipriele, die ihre fein verästelten Spuren der Erosion in den Sand zeichnen. Sich zu beschränken fällt dabei schwer.

Noch ein letzter Blick zurück: Die Karibik und die Postkartenidylle lassen grüßen!

Oben: Am Flakstadpollen. Unten: Typische Landschaft entlang der Fv 815.

Oben: Blick auf Svolvaer. Mit knapp 5000 Einwohnern ist Svolvaer die größte Stadt auf den Lofoten und der Sitz der Inselverwaltung.

Unten: Die Fischfangflotte des Austnesfjorden.

Abschließend noch einige Tipps für alle, die vor haben, die Lofoten zu bereisen:

1) Die Saison weiträumig vermeiden. Also nicht in den Monaten Juni – August reisen.

2) Wer zum Fotografieren auf die Lofoten möchte, sollte dies im Spätherbst (Oktober / November) oder gegen Ende des Winters (Februar / März) machen. Dann ist das Licht optimal und die Aurora borealis kann mit etwas Glück auch beobachtet werden. Im Sommer bleibt es meist bei Postkartenbildern.

3) Wer sich länger auf den Lofoten aufhalten möchte, sollte zwei bis drei Standorte auswählen und von dort aus die jeweilige Umgebung erkunden.

4) Die E10 ist die Erschließungsstraße für die gesamten Lofoten. Links und rechts davon zweigen zahlreiche Stichstraßen oder Schleifen ab, die zu interessanten Spots führen. Für die Durchreise gibt es auf der Insel Vestvagöya eine empfehlenswerte Alternative zur E10. Das ist die Fv 815 zwischen Leknes und der Sundklakkbrua. Auf dieser Strecke sind so wenige Menschen unterwegs, dass man sich in einem anderen Land wähnt.

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Vom Süden kommend ist Bodö ein guter Ausgangspunkt, um die Lofoten zu bereisen, denn von hier legt mehrmals täglich die Fähre nach Moskenes auf den Lofoten ab. Zwar sind die Preise, insbesondere in der Hauptsaison, nicht ganz billig, aber im Gegenzug spart man rund 600 km Fahrstrecke. Für alle, die seefest sind und gerne 12 Stunden auf dem Wasser verbringen wollen, gibt es außer der direkten Linie (ca. 3 Std.) auch eine lange Variante über die Inseln Väröy und Röst. Diese Strecke wird staatlich subventioniert und hätte uns lediglich 25 € gekostet. Wegen einer Sturmwarnung haben wir uns jedoch im letzten Moment umentschieden.

Bodö liegt nördlich des Polarkreises. Mit seinen rund 43000 Einwohnern ist Bodö die zweitgrößte Stadt Nordnorwegens und das Verwaltungszentrum der Provinz Nordland. Die noch junge Stadt wurde erst 1837 gegründet. Als deutscher Staatsbürger sollte man wissen, dass die Stadt bei einem deutschen Luftangriff 1940 weitgehend zerstört wurde.

Sieht man mal vom Jacht- und Fischereihafen ab, so ist Bodö auch heute noch keine Stadt mit Atmosphäre. Zwar werden seit etlichen Jahren Versuche unternommen, dies zu ändern, sehr erfolgreich war man dabei aber für meinen Geschmack nicht. So wurde 2014 die Stadtbibliothek eröffnet, deren monumentale Eingangsfront vom Jachthafen aus das Stadtbild prägt. Zusammen mit dem dahinter liegenden Konzerthaus markiert das im gleichen Baustil gehaltene Ensemble die Haupteinkaufsmeile der Stadt. Man spürt, dass man die Stadt architektonisch und kulturell voranbringen möchte. Hierzu passt auch, dass Bodö 2024, als erste nördlich des Polarkreises gelegene Stadt, europäische Kulturhauptstadt werden soll.

Oben: Blick vom Jachthafen auf das Stadtzentrum mit Bibliothek.

Unten: Die sehr nüchterne Fassade der Bibliothek und die Passage durch das Einkaufszentrum in der Fußgängerzone.

Die „Waterfront“ Bodös kann sich inzwischen sehen lassen. Vom Deck einer auslaufenden Lofotenfähre hat man den nachfolgenden Ausblick.

In der Geografie spricht man häufig von der Lofotenwand, wenn man die Wirkung der bis zu tausend Meter aus dem Meer aufragenden Lofotenberge beschreiben möchte. Genau dieser Eindruck wurde uns vermittelt, als wir uns bei bedecktem Himmel der Inselgruppe näherten. Erst auf kurze Distanz gewann diese „Wand“ Struktur und gab den Blick auf Moskenes frei.

In Moskenes ereilte uns dann der erste Realitätsschock dieser Reise. Was sich in Bodö an der Fähre bereits angedeutet hatte, wurde in Moskenes Realität: Trotz Vorsaison wurden die Lofoten förmlich überrannt. Das machte sich hier in der Südwestecke, dem Ende der Inselwelt, besonders bemerkbar, denn hier liegen mit Reine und Hamnöy die touristischen Aushängeschilder der Lofoten. Da sich Siedlungsraum und Straße (E10) aber auf den wenigen schmalen Flächen zwischen Meer und Bergen zusammendrängen, wird es schnell eng. Mit Wehmut erinnerte ich mich an die leeren Straßen, als ich hier im Februar 2019 unterwegs war. Nach wenigen „Pflichtfotos“ zogen wir weiter, um diesem Massenauflauf zu entkommen.

Oben: Moskenes. Die Möwen nutzen jeden Sims und jede Nische zum Nisten.

Unten: Der Blick vom Reinehalsen auf Reine.

Blick auf Hamnöy.

Stockfisch und die Lofoten gehören zusammen. Nichts verkörpert die alte, romantisierte Lebensweise der Fischer auf den Lofoten mehr, als dieses Produkt. Nachfolgend Trockengestelle bei Reine.

Nur wenige Kilometer nördlich von Hamnöy zweigt eine Stichstraße von der E10 zum Fischerdörfchen Sund ab. Kurz vor dem Ort passiert man eine kleine Firma, die Stockfisch exportiert. Der gerade erntereife Stockfisch wird hier nach Qualität sortiert und versandfertig auf Paletten gestapelt.

Wie bereits in meinen Beiträgen von 2019 ausgeführt geht Stockfisch hoher Qualität nach Italien, Portugal und Spanien. Schlechte Qualität und die Fischköpfe gehen nach Afrika.

Und wieder einmal verblüffte es uns, wie sehr sich die Touristenströme von Prospekten leiten lassen. Offensichtlich verirren sich nur wenige Touristen in dieses nette, für Lofoten-Verhältnisse noch recht ursprüngliche Fischerdörfchen.

Und noch einen weiteren Ort möchte ich vorstellen: Wer kurz vor Ramberg dem Wegweiser Fredwang folgt, gelangt zum Sandbotnen. Vom Ende der Straße, bei der Häuseransammlung Ytresand, genießt man diesen herrlichen Blick über die fast schon magisch wirkende Bucht. Ein Ausblick, der sich nahezu bei jedem Wetter lohnt.

Am Ende eines langen Tages checkten wir im Campingplatz in Ramberg ein. Die exklusive Lage an einem herrlichen Sandstrand lässt sich der Platzbesitzer gut bezahlen. Die unzureichende Ausstattung des Campingplatzes war gerade im Ausbau begriffen. Die nachfolgende Aufnahme entstand gegen 23 Uhr im vollen Gegenlicht.

Nordlicht über den Lofoten

„Nordlicht über den Lofoten“ ist der Trailer zu meiner Fotoschau „Im Bann des Nordlichts – Lofoten“.

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Reiseberichte zu den Lofoten siehe unter: Landschaften 1Lofoten_1Lofoten_2Lofoten_3Lofoten_4Lofoten_5 – das PolarlichtLofoten_6Lofoten_7, bei den EisanglernLofoten_8, TromsöAbendstimmung am Märvollspollen

Einladung

Plakat 2c - Gomaringen

In meiner Fotoschau „Im Bann des Nordlichts – Lofoten“ nehme ich die Betrachter mit in die eindrucksvolle, von Wind und Wetter umtoste Inselwelt der Lofoten und versuche, die vom Nordlicht ausgehende Faszination erlebbar zu machen. Veranstalter ist die VHS Reutlingen.

Tipp: Eine Reservierung kann durchaus sinnvoll sein, da das Raumangebot überschaubar ist.

Einladung

Kaum eine Naturerscheinung fasziniert die Menschen so sehr wie das Nordlicht. Nach einjähriger Vorbereitung machte ich mich Ende Februar 2019 auf den Weg zu den Lofoten. In meiner neuen Fotoschau nehme ich die Betrachter mit in die eindrucksvolle Landschaft dieser von Wind und Wetter umtosten Inselwelt und versuche, die vom Nordlicht ausgehende Faszination erlebbar zu machen.

(Zum Vergrößern anklicken.)

Reiseberichte hierzu finden sich unter: Lofoten_1, Lofoten_2, Lofoten_3, Lofoten_4, Lofoten_5 – das Polarlicht, Lofoten_6, Lofoten_7, bei den Eisanglern, Lofoten_8, Tromsö

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Freitag, 01. März 2019

Als ich mich auf den Rückweg nach Troms machte, hatte es sich bereits völlig zugezogen. In Borge, das insbesondere durch sein Wikingermuseum bekannt ist, fällt jedoch schon aus der Entfernung die moderne Kirche ins Auge. Fertiggestellt 1987 fasst das Bauwerk 700 Personen und dient deshalb zur Aufführung von Konzerten.

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Gleich gegenüber fand sich diese nette Perspektive.

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Am Steirapollen gelang mir noch diese Aufnahme einer Felseninsel bevor der Schneesturm loslegte.

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Da die Scheibenwischer in kürzester Zeit vereisten ging die Sicht mitunter gegen Null.

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Am Gimsöystraumen hatte der Schneefall gerade etwas nachgelassen, doch das war nur eine kurze Freude.

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Die 1007 m lange Brücke über den Tjelsundet verbindet seit 1967 die Inselwelt der Lofoten mit dem norwegischen Festland. Inzwischen waren gut 30 cm Neuschnee gefallen und die Schneepflüge waren permanent im Einsatz.

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Auf der E6 nach Norden angekommen, war es bereits Nacht. Hinter Setermoen fand ich einen geeigneten Übernachtungsplatz.

Samstag, 02. März 2019

Am anderen Morgen hatte sich die Welt völlig verändert. Statt -3 Grad, wie am Vorabend, zeigte das Thermometer -19 Grad an. Dafür sah es nach einem herrlichen Sonnentag aus.

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An der Malselva bog ich von der E6 ab und folgte dem Flusslauf talaufwärts in Richtung eines ausgewiesenen Skigebietes, noch unentschlossen, ob ich die Tourenski nicht doch noch auspacken sollte. Wegen des fehlenden Kartenmaterials aus dieser Ecke verwarf ich die spontane Idee jedoch wieder. Als ich in einem kleinen Gehege zwei einsame Rentiere erblickte, hielt ich an. Hier wurden wohl Schlittenfahrten mit Rentieren angeboten. Wenn´s ums Geschäft geht wird dann auch mal schnell die Samentradition strapaziert und ein Zelt aufgestellt.

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Statt einer Skitour, entschied ich mich dafür, Troms nicht über die E8 sondern auf der Nebenroute 858 anzufahren. Eine Entscheidung, die ich nicht bereuen sollte.

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Durch tief verschneite Landschaft und vorbei an weit verstreuten Gehöften ging es hinüber zum Nordfjordbotn der, wie mir ein Eisangler erzählte, seit fünf Jahren endlich wieder einmal zugefroren war. Den Eisanglern werde ich aber einen eigenen Beitrag gönnen.

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Dann wechselte die Straße hinüber zum Balsfjorden. Dem entlang ging es Richtung Troms.

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Im Strandbereich hinterließen Ebbe und Flut den üblichen Eisbruch, der von riesigen Eiskristallen garniert wurde.

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Durch ein Traumland für Skitourengeher erreichte ich schließlich Troms.

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