Insel Rab

Kurz vor 20 Uhr machte unsere Fähre in Lopar auf Rab fest. Wegen der späten Ankunftszeit hatten wir uns entschieden keinen Campingplatz mehr anzufahren sondern „wild“ zu übernachten. Mittels einer Camper App hatten wir bereits einen Platz beim Yachthafen in Supedarska Draga ausgekundschaftet. Eine glatte Empfehlung. In der Nacht hatte es kurz geregnet und in großer Entfernung war Donner zu hören, doch das befürchtete Unwetter blieb aus. Am Morgen hatten sich die Wolken komplett verzogen.

Für unseren „Badeurlaub“ hatten wir uns für das Kamp Wodenca in Barbat entschieden. Der kleine Platz liegt am Ende des Uferweges in einem schönen Olivenhain direkt an einem grobkörnigen Sandstrand. Der Campingplatz ist ein Juwel und sollte selbst in der Vorsaison vorab reserviert werden. Wir sind gerade noch für 4 Nächte untergekommen.

Die frühen Morgenstunden sind natürlich auch hier am schönsten. Die vorgelagerte, schmale Insel Dolin schützt die Küste der Insel Rab gegen das offene Meer und bildet so einen langgezogenen Naturhafen an dessen Ende die lebhafte Inselhauptstadt Rab liegt.

Wir lagen die Tage über nur auf der faulen Haut, genossen das erfrischende Bad im noch kühlen Meer, das klare Licht und das wohlschmeckende Abendessen in Bepos Strandlokal. Als Geschmacksprobe hier der Vorspeisenteller.

Nach diesen erholsamen Tagen setzten wir von Misnjak aufs Festland über. Ljubljana peilten wir als nächstes Ziel an.

Malinska, Krk

Nach dem überraschenden „Fototermin“ mit den Handwerkern fuhren wir nach Malinska weiter. Der nette Badeort, der sich gefällig um einen langgezogenen Hafen gruppiert, war bereits in der Vorsaison gut besucht, obgleich die vielen Lokale noch nach Kundschaft gierten.

Das einstige Fischerdorf hat aber auch etwas ganz besonderes zu bieten, ein Naturkundemuseum. Das Dach dieses modernen Gebäudes ist als begehbare Rampe gestaltet. Von oben hat man einen netten Blick über den Hafen.

Die Betreiber der Jahrmarktstände am Ende der Hafenanlagen waren noch mit der optimalen Platzierung ihrer farbenprächtigen Ware beschäftigt. Kundschaft ließ hier noch auf sich warten.

Am Nachmittag steuerten wir den Fährhafen Valbiska an. Am Knotenpunkt für den Fährverkehr zu den Nachbarinseln ging es recht geschäftig zu. Um das Verkehrsaufkommen zur gegenüberliegenden Insel Cres zu bewältigen, liefen drei Autofähren im Pendelverkehr. Nicht vorzustellen, wie es in der Hauptreisezeit hier zugeht.

Wir setzten zur Insel Rab über. Auf dieser Strecke genügten zwei Verbindungen pro Tag. Während der Überfahrt verfinsterte sich der Himmel zusehends. Es sah nach Sturm und Regen aus.

In einem Dorf, das keiner kennt

Am Abend wollten wir mit der Fähre auf die Insel Rab übersetzen, doch bis dahin hatten wir noch genügend Zeit, um uns auf Krk noch etwas umzusehen. Dabei kamen wir durch die Ortschaft Milohnici. Dort machte gerade eine Gruppe Handwerker Mittagspause. An dieser Szene konnte ich nicht achtlos vorbeifahren. Doch wo auf diesen engen Sträßchen anhalten? Hundert Meter weiter kam die Erlösung in Form einer Bushaltestelle. Wenigstens einen Versuch wollte ich unternehmen und höflich fragen.

Zu meiner Überraschung reagierte die Gruppe sehr offen und freundlich, vielleicht auch etwas belustigt darüber, dass so ein bleicher Nordländer die südländische Arbeiterklasse beim Vespern fotografieren wollte. Wie auch immer – ich durfte. Als ich ihnen im Anschluss die Aufnahmen zeigte, bekam ich auch gleich eine E-Mail-Adresse, um die Bilder zuzuschicken. Wir trennten uns bei bester Laune.

Die Ortschaft selbst hatte sich ihren ursprünglichen Scharm bewahrt – wirkte fast etwas verschlafen.

Krk

Nach einem Zwischenstopp in Kamp David, einem kleinen, empfehlenswerten Campingplatz nahe der Autobahn H4 bei Batuje in Slowenien, erreichten wir die Insel Krk. Die kroatische Insel liegt in der Kvarner Bucht und ist durch eine Brücke mit dem Festland verbundene. Dort bezogen wir für einige Tage Quartier auf dem Campingplatz in Glavotok. Da wir rechtzeitig vor den Wochenendurlaubern ankamen, konnten wir noch einen Stellplatz direkt überm Meer auswählen mit Blick hinüber zur Insel Cres.

Auf dem Platz gibt es ausreichend Schatten und auch sonst bietet diese große Anlage alles. Bereiche zum Schwimmen im Meer sind vor Motorbooten geschützt. Kleine Campingplätze – die Erfahrung mussten wir machen – können bereits in der Vorsaison ausgebucht sein.

Die Inselhauptstadt Krk bietet die üblichen Angebote aller mediterranen Urlaubszentren.

Neben den schmalen Gassen der Altstadt gibt es aber auch noch eine architektonische Überraschung zu bestaunen, den Sportpalast, der zur benachbarten, alten Kirche Gospa od Zdravlia einen tollen Kontrast bildet.