Oldtimer-Sammlung Schloss Egeskov

Die umfangreiche Sammlung der Oldtimer ab den 1930er-Jahren verteilt sich auf zwei Hallen. Einige wenige Schmuckstücke seien hier vorgestellt. Leider stehen die Fahrzeuge dicht an dicht, so dass die Präsentation der einzelnen Exponate darunter leidet und der Fotograf so seine Schwierigkeiten hatte, die Objekte einigermaßen vernünftig abzulichten. Nachfolgend ein Blick in die große Halle, in der auch einige Fluggeräte zu bestaunen sind.

In der Sammlung findet man natürlich auch Exponate zur deutschen Automobilgeschichte, wie den zweifarbigen DKW Meisterklasse, den Mercedes-Benz 230 B beide von 1938 und den Opel Olympia von 1950.

Die amerikanischen Straßenkreuzer von 1948. Der Oldsmobile 88 und der Cadillac Fleetwood sind auch heute noch beeindruckende „Schlitten“.

Spannend ist auch ein Blick ins Lager unterm Dach. Hier wartet noch manches Schmuckstück darauf, wachgeküsst zu werden.

Langeland

Setzt man von AErö nach Langeland über, blickt man bei der Hafeneinfahrt in Rudköbing auf die 774 m lange Langelandbrücke, die Langeland mit den nördlich gelegenen Inseln verbindet. Mit 52 km Länge und 11 km Breite macht die Insel ihrem Namen alle Ehre.

Langeland ist in mehrerlei Hinsicht eine sehr interessante Insel. Historisch verfügt sie mit Kong Humbles Grav über einen gut erhaltenen Langdolmen aus dem Neolitikum. Auf einem flachen Hügel umschließen 77 Randsteine eine mittig platzierte Grabkammer.

In Sichtweite des Hünengrabes liegt auf einem Hügel die Kirche von Humble. Ihre typische Bauweise verweist auf das 13. Jahrhundert.

Die Halbinsel Ristinge im Süden Langelands ist aus ökologischer und geologischer Sicht bemerkenswert. Ihr flacher Ausläufer bietet für Seevögel einen idealen Lebensraum und auch für Fische eine optimale Kinderstube. Aus dem Flachland heraus erhebt sich die 25 m hohe Steilküste des Ristinge Klint. Sie verweist auf die eiszeitliche Entstehungsgeschichte dieser Landschaft, die zum Geopark „Südfünisches Inselmeer“ gehört. Dieser Geopark umfasst eine Landschaft, die mit dem Einsetzen der Gletscherschmelze gegen Ende der letzten Eiszeit durch den Anstieg des Meeresspiegels überflutet wurde. Die höchsten Erhebungen ragen heute als südfünische Inseln aus dem Meer. Davor waren England, Dänemark und Skandinavien auf dem Landwege verbunden. Die zurückweichenden Gletscher haben typische Ablagerungen geschaffen, welche die Landschaft bis heute prägen.

Im Norden Langelands bietet Lohals als Sommerfrische gute Badestrände. Wie überall in Skandinavien wird das angespülte Seegras nach der Saison nicht mehr abgeräumt sondern bleibt zum Schutz der Küste den Winter über liegen. Dies führt mitunter zu erheblichen Geruchsbelästigungen. Wir übernachteten auf dem Stellplatz eines Bauern mit direktem Blick auf den großen Belt und den aufgehenden Blutmond. Mit dem Tele werden dabei die Strukturen auf der Mondoberfläche deutlicher sichtbar.

Hyggeliges AErösköbing

AErösköbing ist das touristische Aushängeschild der Insel AErö und  Dänemarks am besten erhaltene Stadt aus dem 18. Jahrhundert.  Mit seinen hyggeligen Gassen, Lokalen und Geschäften ist AErösköbing ein begehrtes und empfehlenswertes Reiseziel.

Natürlich kann ich auch in diesem Beitrag nicht ganz auf die bunten Badehäuschen verzichten. Da ich bereits im letzten Beitrag darüber berichtet habe, hier einige besondere Bilder.

Badehäuschen als Hochzeitskulisse

Die Insel AErö ist als Hochzeitsinsel und für ihre Badehäuschen bekannt. Klar, dass da die Badehäuschen die richtige Kulisse für die Hochzeitsfotos abgeben.

Die Insel AErö wurde von der Landflucht hart getroffen. Um diese zu stoppen, waren pfiffige Ideen gefragt. Heiraten nach Dänischem Recht für jedermann und jedefrau der Welt und alle Diversen war die Idee, die griff. Seit sich das auf dem Globus herumgesprochen hat, gibt man sich hier in AErösköbing die Türklinke in die Hand. Das Geschäft floriert und mit ihm hat AErö wieder eine Perspektive. Ein Gewinn für alle, auch für die Badehäuschen von AErösköbing, die jetzt wieder in leuchtenden Farben erstrahlen.

Die für AErö charakteristischen Badehäuschen blicken auf eine über hundertjährige Tradition zurück. Mit ihren leuchtenden Farben machen sie richtig was her.

Wir machten gerade vor der Kulisse der Badehäuschen Mittag als neben uns ein Fahrzeug mit deutschem Kennzeichen einparkte. Ein Hochzeitspar schälte sich aus der Karosse und wollte fotografiert werden. Zum Heiraten war natürlich zuerst die richtige Brille gefragt. Doch was wäre die Ehe ohne Brillen- / Perspektivwechsel? Aber schlussendlich sollte keine Brille den Blick für die Realität verfälschen. Also weg damit.

Mit unverstelltem Blick konnte dann die Show beginnen.

Auch der Wind war begeistert und verfing sich im Schleier der Braut. Die hatte alle Hände voll zutun, damit ihr der Schleier nicht vom Kopf geweht wurde.

Aber schließlich hatte frau sich auch mit dem Wind arrangiert. Ein gutes Zeichen für stürmische Tage, die eine Ehe durchaus zu bieten hat. Wir gratulieren und wünschen nochmals alles Gute für die gemeinsame Zukunft.

Von Fünen nach AErö

Faaborg war im 17. Jahrhundert Heimathafen einer der größten Fischereiflotten Dänemarks. An diese goldenen Zeiten erinnern die Gassen und Häuser in der Altstadt. Der gedrungene Glockenturm, Überbleibsel der alten Stadtkirche und zugleich Wahrzeichen der Stadt, kontrastiert mit seinem satten Gelb herrlich mit dem blauen Himmel.

Die goldenen Zeiten sind längst Geschichte, der Heringsbestand in der Ostsee gefährdet, sein Fang eng quotiert. Statt der Heringsfänger starten heute von Faaborg aus Fähren in die „Dänische Südsee“. Insbesondere in der Hochsaison ist eine Onlinebuchung der Inselfähren dringend anzuraten. Wir setzten nach Söby auf AErö, eine der kleinsten Inseln, über.

Bevor wir den weitläufigen Campingplatz bei AErösköbing ansteuerten, besuchten wir noch den Leuchtturm Skjoldnaes Fyr. Der Leuchtturm steht auf dem Gelände des Golfclubs, ist aber öffentlich zugänglich. Von der Plattform unterhalb des Leuchtfeuers blickt man hinab auf das Clubhaus und das nördliche Ende der Insel.

Insel Fünen

Von Schleswig kommend bogen wir nördlich von Kolding (Dänemark) auf die Insel Fünen ab. Nahe der Ortschaft Middelfart, direkt am Kleinen Belt, liegt der gut geführte Campinplatz Galsklint. Jetzt, anfangs September, war der Platz nur spärlich belegt, so dass wir unseren Camper in der ersten Reihe mit freier Sicht aufs Wasser abstellen konnten. Ein idealer Platz um zu entspannen.

Aarhus Ø

Aarhus ist mit 311 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Dänemarks. Wer sich für moderne Architektur und Stadtentwicklung interessiert, sollte dem jüngsten Stadtviertel Aarhus „Ø“ wie „Ost“ einen Besuch abstatten.

2017 war Aarhus Kulturhauptstadt Europas. In diesem Zusammenhang wollte man zeigen, dass man die Herausforderungen des Strukturwandels in positiver Weise annimmt und als Gestaltungsspielraum für die Zukunft der Stadt begreift. So machte man sich daran, den alten, in unmittelbarer Nähe zum Zentrum befindlichen Industriehafen neu zu erschließen. Im neuen Stadtviertel „am Hafen“ sollte Platz für 7000 Einwohner, 12 000 Arbeitsplätze und nicht weniger als eine neue urbane Kultur entstehen.

Das kann man in Skandinavien! Da werden nicht nur Wohnblocks hochgezogen, da überlegt man auch, wie man es anstellen kann, dass sich Leben im Stadtviertel entwickelt. Hier am Hafen, ist Wassersport ein naheliegender Kristallisationspunkt. Und so wurde mittels einer Meile aus kleinen Häuschen, Hütten und Containern entlang des Hafenbeckens (Bassin) 7 eine bunte Vielfalt an Möglichkeiten eröffnet. Vom Wakeboard bis zum Meerwasserschwimmbad, vom Cafe bis zum Theater, alles trägt zum pulsierenden Leben im Stadtviertel bei.

Zur Beobachtung der vielfältigen Wasseraktivitäten im neuen Erlebnis-Areal „Bassin 7“ wurde jüngst ein 15 m hoher Aussichtsturm errichtet. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Dorte Mandrup.

Im gesamten Stadtviertel trifft man nicht nur auf eine Vielzahl unterschiedlichster Fassaden sondern auch auf eine erkleckliche Anzahl architektonischer Vorzeigeobjekte. Zwei davon seien hier vorgestellt.

Das „Lighthouse“, markiert am äußersten Ende von Aarhus Ost die Hafeneinfahrt und bildet so eine weit hin sichtbare Landmark. Mit 142 m Höhe ist das Lighthouse das höchste Hochhaus Dänemarks. Es beherbergt Wohnungen, Büros und Gastronomiebetriebe. Das Hochhaus wurde nach anfänglichen Problemen mit der Gründung und der Finanzierung 2022 fertiggestellt. Bereits 2023 bekam das Lighthouse diverse Architekturpreise verliehen: 2023 CTBUH Awards: Best Tall Building 100-199 meters – Award of Excellence | 2023 CTBUH Awards: Best Tall Building Europe – Award of Excellence.

Die bekannteste Wohnanlage des Stadtviertels ist wohl „De Eisberget“. Der Entwurf stammt vom belgischen Architekten Julien de Smedt und wurde mit dem Belgian Building Award 2014 ausgezeichnet. Das Architekturbüro JDS Architects gewann 2007 den Wettbewerb, obwohl der Entwurf von der ausgeschriebenen geschlossenen Blockrandbebauung abwich. Mit ihrem „Gegenentwurf“ einer aufgerissenen Bauweise, die sich durch unterschiedliche Höhen und spitze Dachformen auszeichnet, wollte JDS Architects erreichen, dass möglichst viele Bewohner einen freien Blick aufs Meer erhalten. Aufgrund seiner charakteristischen Formgebung, die an einen Eisberg erinnert, war der Name für die Wohnanlage schnell gefunden – „Eisberg“ eben. Für ein Drittel der Wohnungen gibt es einen Mietpreisdeckel, der für eine soziale Durchmischung sorgen soll.

Doch für das Wohnbauprojekt, das mit viel Lob aus der Fachwelt aufwarten kann, gibt es auch deutliche Kritik. Die offene Bebauung soll dafür verantwortlich sein, dass der Wind mit hoher Geschwindigkeit durch die Gassen pfeift. Auch die totale Versiegelung des Bodens wird häufig als Kritikpunkt angeführt. Als Fazit bleibt, dass das Objekt durch seine ausgefallene Formgebung, insbesondere auch der Fensterelemente, und durch die Farbgestaltung die Aufmerksamkeit weckt. In Verbindung mit dem benachbarten Lighthouse ergibt sich ein nahezu futuristisches Gesamtbild.