Mons Klint

Im Osten der Insel Mon, erheben sich steil aufragende Kreideklippen weit übers Meer. Bei Mons Klint sind die Klippen mit 128 m am höchsten. Vom Besucherzentrum aus starten mehrere ausgewiesene Wanderrouten. Eine Route verläuft am Rand der Klippen entlang. Sie führt durch herrliche Buchenwälder und bietet immer wieder spektakuläre Ausblicke. Eine andere Route führt über 497 Stufen hinab zum Strand. Der Blick auf die Steilküste von unten ist nicht weniger beeindruckend. Doch er ist auch nicht ganz ungefährlich. Immer wieder kommt es zu Abbrüchen der weichen Kreide- und Tonformationen.

Entstanden sind die Kreideablagerungen vor 70 Millionen Jahren aus Kalkplätchen kleiner, abgestorbener Algen. Weitere Ablagerungen aus Ton und Sand kamen hinzu. Die Klippen wurden jedoch erst in der letzten Eiszeit vor rund 18 000 Jahren geformt. Die vordringenden Gletscher schoben die Ablagerungen zusammen und stellten sie dabei senkrecht auf.

Bella Sky

Das Bella Sky Hotel in Kopenhagen, das von 3XN Architects entworfen wurde, besteht auszwei 76,5 Meter hohen Türmen, die sich um 15° nach außen neigen. Nach knapp drei Jahren Bauzeit ging das Marriott International Hotel 2014 in Betrieb. Mit seinen 814 Zimmern und 30 Konferenzräumen ist es das größte Hotel in Skandinavien. Die Baukosten betrugen rund 200 000 000 €.

Das Hotel im Stadtteil Oresad nah dem Kopenhagener Airport weist folgende Besonderheiten auf: Die 17. Etage ist alleinreisenden Frauen vorbehalten und in der 23. Etage befindet sich eine öffentliche Bar.

Kopenhagen von oben

Die Erlöserkirche im Kopenhagener Stadtteil Christianshaven ist für ihren charakteristischen Turm bekannt. Über 400 Treppenstufen erklimmt man den 90 m hohen Turm. Die letzten 150 Stufen führen in einer äußeren, spiralförmigen Wendeltreppe in immer enger werdenden Wicklungen bis dicht unter die Turmspitze. Darüber erhebt sich nur noch der goldene Globus mit einer Christusfigur. Doch wer nicht schwindelfrei ist, sollte sich den Aufgang gut überlegen. Wer es nach oben schafft wird allerdings mit einer spektakulären Rundumsicht belohnt.

Freies Christiania

Das obere Bild zeigt den Haupteingang zur Freistadt Christiania. Wer Christiania betritt, spürt sofort, dass hier die Uhren anders ticken. Das alternative Wohngebiet mit ca. 900 Einwohnern liegt jenseits des Hafenkanals im Kopenhagener Stadtteil Christianshaven auf einem ehemaligen Militärareal. Das Gelände wurde 1971 besetzt und ein „Freistaat auf basisdemokratischer Grundlage ausgerufen. Heute ist die Siedlung von den Behörden als autonome Gemeinschaft toleriert. Zuvor gab es jedoch einige Probleme zu bewältigen. Insbesondere der legale Drogenmarkt führte zur „Einwanderung“ einer kriminellen Szene. Anfangs der 2000er-Jahre  kam es zu Mord und Totschlag.  Dies führte zur Schließung des lokalen Drogenmarktes. Allerdings brachte erst der Abriss der Pusher Street die erhoffte Entspannung.

Christiania war deshalb lange Zeit verrufen und von Besuchen wurde abgeraten. Dies hält sich bis heute hartnäckig in manchem Reiseführer. Inzwischen kann die Freistadt jedoch ohne Probleme besucht werden. Dies gilt zumindest für den vorderen Bereich, der als „Begegnungszone“ für externe Besucher betrachtet werden kann. Hier trifft man auf zahlreiche Verkaufsstände sowie auf gastronomische und künstlerische Angebote. Sogar Führungen werden veranstaltet. Irgendwie muss sich die Gemeinschaft ja finanzieren. Etliche Gebäude in diesem Bereich hinterlassen allerdings eher den Eindruck von Bruchbuden, als den stabiler, auf Dauer angelegter Behausungen.

Von Christiania gingen und gehen auch positive Impulse aus. So gibt es eine beachtenswerte Kunst- und Theaterszene und auch das Lastenrad startete von hier aus unter dem Markennamen „Christiania“ seinen Siegeszug um die Welt.

Seit 2012 haben sich die Bewohner Christianias mit der Stadtverwaltung auf eine Art Mietkauf des Areals geeinigt. Sie zahlen Steuern und Abgaben und zusätzlich eine Abgabe für die eigene Verwaltung. Das soziale Experiment „Freies Christiania“ gilt heute als weitgehend geglückt und steht für viele für die dänische Toleranz im Zusammenleben.

Das Louisiana

Das Louisiana Museum of Modern Art ist ein weltweit beachtetes Kunstmuseum in Humlebaek 30 km nördlich von Kopenhagen. Mit 700 000 Besuchern jährlich ist es das meistbesuchte Museum Skandinaviens. Hier bilden Kunstwerke, Architektur und Parkanlagen eine gelungene Einheit.

Als ich obige Aufnahme zur Kontrolle auf meinem Kamerabildschirm anschaute, erkannte ich sofort das Gesicht. Mit bloßem Auge war mir dies zuvor trotz eingehender Betrachtung nicht möglich gewesen. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung. „Saalgott de Large“ stammt übrigens von Jonathan Meese.

Der junge Mann im unteren Bild war offensichtlich auch sehr beeindruckt. Lange blieb er vor diesem Kunstwerk stehen. Was ihn wohl derart angesprochen hat?

Auch die Architektur des Museums beeindruckt. Hier ist es ein Glaserker, dort ein Stück Mauer oder nur der Abgang zum WC. Auch die großen Glasfassaden, die den weitläufigen Skulpturengarten immer wieder in das Museum hereinholen, sind ein beeindruckendes Stilmittel.

Skulpturen überall. Die Terrasse des Restaurants ist mit Skulpturen von Alexander Calder bestückt (Little Janey-Waney). Dabei schweift der Blick weit hinaus über den Öresund. Die Parklandschaft des Museums reicht bis hinab ans Meer. Auf dem Rückweg zum Eingang passiert man diese beeindruckenden Steinkugeln, die an ferne Planeten erinnern. „Pars pro Toto“ von Alicja Kwade.

Fazit: Das Louisiana ist ein wirklich sehenswertes Museum in dem man viel Zeit verbringen kann.

Wikingerschiffsmuseum

Nach dem Fotostopp an der Storebeltbrücke suchten wir nach einer Möglichkeit, dem neblig-trüben Wetter zu entkommen. Von Sjaellandsodde, einer langen, schmalen Landzunge, die ins Kattegat hinausragt, erhofften wir uns, dass der Wind die Nebeldecke aufreißen würde. Als wir am späteren Nachmittag in Havnebyen ankamen schien dann tatsächlich die Sonne. Der dortige Fischereihafen verfügt über eine größere Fangflotte, eine Werft, ein Fischrestaurant und einen Fischverkauf. Beides war leider geschlossen.

Unser nächstes Ziel war das Wikingerschiffsmuseum in Roskilde. In Dänemark kann man ja ganze Urlaube verbringen, um die unzähligen Wikingermuseen zu besuchen. Wir entschieden uns für das Schiffsmuseum, das weit über Dänemark hinaus für die herausragende Präsentation seiner Funde bekannt ist. Fünf Boote unterschiedlicher Größe, die 1962 vom Meeresgrund geborgen wurden, lassen sich hier bestaunen. Die Schiffe wurden um 1070 im Roskilde-Fjord gezielt versenkt, um den Zugang zum Hafen zu erschweren und so vor feindlichen Angriffen zu schützen.

Beim Restaurieren der Boote hat man viele Erkenntnisse über den Bootsbau der Wikinger gewonnen. Deshalb war man in der Lage, diese Boote originalgetreu nachzubauen. Solche Nachbauten werden auch heute noch in der Museumsweft auf Kiel gelegt. Es erfordert schon einiges Geschick, die einzelnen Planken von Hand einzupassen.

Die fertigen Boote dümpeln im Hafenbecken. Der größte Nachbau ist der Seehengst von Glendalough, ein Langschiff mit 30 m Länge und 3,80 m Breite. Das Kriegsschiff fasste 80 Krieger und wurde, wenn keine Segel gesetzt waren, von 30 Riemenpaaren angetrieben.

Die Geschichte dieses Schiffes zeigt die großräumigen Handelsbeziehungen der Wikinger. Es wurde um 1040 in Dublin, einer Handelsniederlassung der Wikinger, gebaut. Im Sinne angewandter Archäologie wurde der Seehengst 2007, nach vierjähriger Bauzeit, in einer viel beachteten wissenschaftlichen Exkursion von Roskilde nach Dublin gesegelt.

Storebeltbrücke

Von der Storebeltbrücke wollte ich unbedingt eine Aufnahme machen. Mir schwebte ein Bild vor in dem sich die Brücke dicht übers Wasser hinzieht, um sich dann in luftige Höhen zu schwingen. Doch daraus wurde nichts. Als ich an der Brücke stand, konnte man die Hängebrücke im Nebel nur erahnen. Also musste ich mir etwas einfallen lassen. So entstand das Bild aus dem vorigen Beitrag und das nachfolgende Bild mit diesen Aufnahmedaten: Blende 20, 57 s, ISO 200, 24 mm, ND1000

Die Storebeltbrücke oder auf Deutsch Großer-Belt-Brücke verbindet die Insel Fünen mit der Hauptinsel Seeland. Das Bild oben zeigt den westlichen Teil der zweiteiligen Brücke. Dieser verläuft zwischen der Insel Fünen und dem Inselchen Sprogö auf einer Länge von 6611 m relativ flach über das Meer. Der schmale Teil trägt die Eisenbahnlinie, der breite die vierspurige Autobahn. Der östliche Teil zwischen Sprogö und Seeland besteht aus einer Hängebrücke, die mit 6790 m Länge und einer Hauptspannweite von 1624 m zu den längsten Hängebrücken der Welt zählt. Unter ihr verlaufen die Routen der Großschifffahrt zwischen Nord- und Ostsee. Das nachfolgende Bild zeigt die Durchfahrt unter der Brücke, aufgenommen von der Fähre Kiel-Oslo im Mai 2023 (Handy-Aufnahme).

Motorradsammlung Schloss Egeskov

Die Motorradsammlung im Schloss Egeskov ist absolut sehenswert, denn sie hält so manches Schmankerl bereit. Im Übergangsbereich zwischen Autos und Motorrädern werden Kleinkrafträder ausgestellt. Im Bild oben sind Leichtmotorräder der Marke Puch zu sehen.

Die Motorradsammlung selbst präsentiert sich mit einer guten wie simplen Lösung. Die Maschinen sind so an der Decke aufgehängt, dass man sich im Zickzack durch die Exponate bewegen muss. Die Sammlung umfasst sowohl historische Räder als auch Marken der letzten Jahrzehnte wie Moto Guzzi, Kawasaki, Honda oder BMW.