Schneemangel in den Alpen

Das Tannheimer Tal liegt auf 1100 m Höhe im Westen Tirols (Österreich). Das landschaftlich herrlich gelegene Hochtal gilt von jeher als Schneeloch. Doch in diesem Winter macht sich der Schnee bislang rar. So kamen bei uns in der letzten Woche bei herrlichem Sonnenschein eher Frühlingsgefühle auf als Weihnachtsstimmung.

Die Aufnahmen zeigen den Aggenstein, die Rot Flüh und den Blick über Grän nach Tannheim.

Weihnachtsmarkt Bad Hindelang

Der Hindelanger Weihnachtsmarkt ist tatsächlich anders als die meisten. Worin liegt der Unterschied?

Zuerst kostet er 9 € Eintritt pro Nase und das ist nicht ganz wenig. Dafür zieht sich der Weihnachtsmarkt durch den ganzen alten Ortskern. Neben den Marktständen bringen sich auch normale Geschäfte mit ihrem Angebot ein. Die Straßen sind weihnachtlich geschmückt und beleuchtet. Man hat das Gefühl, dass es ein Weihnachtsmarkt der ganzen Gemeinde ist. Dies gibt ihm ein eigenes Flair. Ein umfassendes Begleitprogramm unterstreicht den besonderen Anspruch des Veranstalters. Dieses reicht von einer Krippenausstellung über Alphornbläser bis zum großen Weihnachtsumzug.

Der Hindelanger Weihnachtsmarkt startet in der Regel am letzten Novemberwochenende. Er ist dann an drei Wochenenden geöffnet und das jeweils von Donnerstag bis Sonntag. Am letzten Wochenende vor Weihnachten ist er bereits wieder geschlossen.

Wir wurden bei unserem Besuch am Ende von zwei Eis-Feen verabschiedet.

Kaysersberg im Elsass

Kaysersberg liegt nahe Colmar an der Elsässischen Weinstraße. Wir besuchten das Örtchen Ende Oktober 2025. Die Weinlese war beendet, so dass sich die Besucherzahlen in Grenzen hielten, denn der Ort gilt als einer der schönsten im Elsass. Kaysersberg, im Mittelalter an einer wichtigen Handelsroute gelegen, erhielt bereits 1293 Stadtrecht und wurde 1353 Freie Reichsstadt. Nachdem die Stadt 1680 dem Königreich Frankreich zugeschlagen wurde, verfiel die heutige 2000-Seelen-Gemeinde in Bedeutungsosigkeit. So blieb die mittelalterliche Altstadt weitgehend erhalten und begeistert heute die Besucher. Kaysersberg ist aber auch als Geburtsort von Albert Schweizer bekannt. Nachfolgend einige Eindrücke.

Mons Klint

Im Osten der Insel Mon, erheben sich steil aufragende Kreideklippen weit übers Meer. Bei Mons Klint sind die Klippen mit 128 m am höchsten. Vom Besucherzentrum aus starten mehrere ausgewiesene Wanderrouten. Eine Route verläuft am Rand der Klippen entlang. Sie führt durch herrliche Buchenwälder und bietet immer wieder spektakuläre Ausblicke. Eine andere Route führt über 497 Stufen hinab zum Strand. Der Blick auf die Steilküste von unten ist nicht weniger beeindruckend. Doch er ist auch nicht ganz ungefährlich. Immer wieder kommt es zu Abbrüchen der weichen Kreide- und Tonformationen.

Entstanden sind die Kreideablagerungen vor 70 Millionen Jahren aus Kalkplätchen kleiner, abgestorbener Algen. Weitere Ablagerungen aus Ton und Sand kamen hinzu. Die Klippen wurden jedoch erst in der letzten Eiszeit vor rund 18 000 Jahren geformt. Die vordringenden Gletscher schoben die Ablagerungen zusammen und stellten sie dabei senkrecht auf.

Bella Sky

Das Bella Sky Hotel in Kopenhagen, das von 3XN Architects entworfen wurde, besteht auszwei 76,5 Meter hohen Türmen, die sich um 15° nach außen neigen. Nach knapp drei Jahren Bauzeit ging das Marriott International Hotel 2014 in Betrieb. Mit seinen 814 Zimmern und 30 Konferenzräumen ist es das größte Hotel in Skandinavien. Die Baukosten betrugen rund 200 000 000 €.

Das Hotel im Stadtteil Oresad nah dem Kopenhagener Airport weist folgende Besonderheiten auf: Die 17. Etage ist alleinreisenden Frauen vorbehalten und in der 23. Etage befindet sich eine öffentliche Bar.

Kopenhagen von oben

Die Erlöserkirche im Kopenhagener Stadtteil Christianshaven ist für ihren charakteristischen Turm bekannt. Über 400 Treppenstufen erklimmt man den 90 m hohen Turm. Die letzten 150 Stufen führen in einer äußeren, spiralförmigen Wendeltreppe in immer enger werdenden Wicklungen bis dicht unter die Turmspitze. Darüber erhebt sich nur noch der goldene Globus mit einer Christusfigur. Doch wer nicht schwindelfrei ist, sollte sich den Aufgang gut überlegen. Wer es nach oben schafft wird allerdings mit einer spektakulären Rundumsicht belohnt.

Freies Christiania

Das obere Bild zeigt den Haupteingang zur Freistadt Christiania. Wer Christiania betritt, spürt sofort, dass hier die Uhren anders ticken. Das alternative Wohngebiet mit ca. 900 Einwohnern liegt jenseits des Hafenkanals im Kopenhagener Stadtteil Christianshaven auf einem ehemaligen Militärareal. Das Gelände wurde 1971 besetzt und ein „Freistaat auf basisdemokratischer Grundlage ausgerufen. Heute ist die Siedlung von den Behörden als autonome Gemeinschaft toleriert. Zuvor gab es jedoch einige Probleme zu bewältigen. Insbesondere der legale Drogenmarkt führte zur „Einwanderung“ einer kriminellen Szene. Anfangs der 2000er-Jahre  kam es zu Mord und Totschlag.  Dies führte zur Schließung des lokalen Drogenmarktes. Allerdings brachte erst der Abriss der Pusher Street die erhoffte Entspannung.

Christiania war deshalb lange Zeit verrufen und von Besuchen wurde abgeraten. Dies hält sich bis heute hartnäckig in manchem Reiseführer. Inzwischen kann die Freistadt jedoch ohne Probleme besucht werden. Dies gilt zumindest für den vorderen Bereich, der als „Begegnungszone“ für externe Besucher betrachtet werden kann. Hier trifft man auf zahlreiche Verkaufsstände sowie auf gastronomische und künstlerische Angebote. Sogar Führungen werden veranstaltet. Irgendwie muss sich die Gemeinschaft ja finanzieren. Etliche Gebäude in diesem Bereich hinterlassen allerdings eher den Eindruck von Bruchbuden, als den stabiler, auf Dauer angelegter Behausungen.

Von Christiania gingen und gehen auch positive Impulse aus. So gibt es eine beachtenswerte Kunst- und Theaterszene und auch das Lastenrad startete von hier aus unter dem Markennamen „Christiania“ seinen Siegeszug um die Welt.

Seit 2012 haben sich die Bewohner Christianias mit der Stadtverwaltung auf eine Art Mietkauf des Areals geeinigt. Sie zahlen Steuern und Abgaben und zusätzlich eine Abgabe für die eigene Verwaltung. Das soziale Experiment „Freies Christiania“ gilt heute als weitgehend geglückt und steht für viele für die dänische Toleranz im Zusammenleben.