Giardino dei Tarrocchi

Am südlichen Rand der Maremma, nahe dem herrlichen Städtchen Capalbio, schuf die Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930 – 2002) mit dem Tarot-Garten in den Jahren 1978 bis 1998 ihr Lebenswerk.

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Inspiriert von Antoni Gaudi und Friedensreich Hundertwasser setzte sie ihre Auffassung vom Leben in Gestalt um. „Das Leben ist wie ein Kartenspiel; wir werden geboren ohne die Regeln zu kennen, aber jeder von uns muss mit dem Blatt spielen, das er bekommt.“ Gemäß dieser Grundüberzeugung gestaltete sie in Anlehnung an die Arkana der Tarotkarten 22 phantastische Figuren.

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Weitere Beiträge zur Toskana: Toscana, Herbst in der Toscana, Strandfüchse

Düstere Aussichten

… düstere Aussichten gab und gibt es immer wieder. Auf dem Castello di Brolio in der Toscana, traf ich auf eine Installation kopfloser, geschlechtsloser Gestalten. Zusammen mit dem aufziehenden Gewitter verdichtete sich das Szenario zu einem düsteren Gesamtkunstwerk, das die derzeitige Schar unserer weltpolitischen Führungselite in beängstigend realer Weise verkörpert. Na dann gute Nacht!

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Bei den Figuren handelt es sich um die Installation „Kinder“ von Madalena Abakanovicz (20.06.1930 – 20.04,2017). Abakanovicz war bereits in den 60er-Jahren eine hoch dekorierte Künstlerin. Ihre Figureninstallationen der 90er-Jahre machte sie „unsterblich“. Nähere Informationen siehe unter Abakanowicz .

Mehr Toscana: Faszination Toscana: Siena, Vom Chianti in die Maremma, Faszination Toskana: Massa Marittima, Giardino dei Tarrocchi, Strandfüchse, Herbst in der Toscana

Kreativität statt Militarismus

In Mecklenburg-Vorpommern ist man schnell auf dem tiefen Land. Was einst für die Sowjetunion zur unauffälligen Stationierung ihrer Truppen gut war, nützt heute die alternative Szene zur ungestörten Entfaltung neuer Lebensformen.

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Initiatoren aus Hamburg und Berlin setzten bereits 1996 die ersten Aktivitäten auf dem ehemaligen sowjetischen Fliegerhorst in Lärz um. 1999 gründeten sie dann den Verein „Kulturkosmos Müritz“, der 2001 das gesamte Areal kaufte.

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Das erklärte Ziel des Vereins ist es, „dem Ideal von einem selbstbestimmten Leben abseits kapitalistischer Zwänge und Verwertungsinteressen nahe zu kommen.“ Dass dies ausgerechnet auf einem ehemaligen sowjetischen Luftwaffenstützpunkt passiert, empfinde ich in gewisser Weise als Ironie der Geschichte.

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Die Plakatwand zeigt, dass der Verein seine Hand am Puls der Zeit hat. Bereits 2013 wurde die politische Krise beschworen.

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Wer sich über das Schaffen des Vereins näher informieren möchte kann dies unter www.kulturkosmos.de tun. Dann kann jeder für sich abschätzen, ob sich hier tatsächlich kreative Kulturschaffende oder ewig Gestrige zur Wiedergeburt des Sozialismus versammelt haben.

Unser_neuer_Untermieter

Unser neuer Untermieter ist ein scheues Wesen, er zeigt sich nur ungern.

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Für alle, die ihn auf dieser Aufnahme nicht entdecken, habe ich mich extra auf die Lauer gelegt – und siehe da …

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… die Mönchsgrasmücke ließ nicht lange auf sich warten, schließlich muss sie ja ihre Jungen füttern.

Doch das muss man der Grasmücke schon lassen, ein schöneres Zuhause hätte sie nicht finden können.

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Weitere Tieraufnahmen siehe unter: Strandfüchse, Zu_Besuch_bei_Tölpels, Die_Grafik_der_Zebras, Elefantenhaut

verlassen, verfallen, verfault

Es gibt sie  – überall, die „lost places“.

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Der verlassene Bahnhof von Garub, Namibia

Der Hauch der Vergänglichkeit berührt, kündigt er doch von längst vergangenen Schicksalsschlägen, Strukturkrisen, Zerstörungen oder gar tödlichen Ereignissen.

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Verlassene Häuser, wie hier in Bluff, finden sich in Neuseeland fast überall.

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Der Vergänglichkeit menschlichen Tuns begegnet einem jedoch nicht nur in verlassenen Gemäuern und ausrangierten Geräten, …

fahrbarer Bohrturm, Namibia

… vielmehr ist der Verfall der ständige Begleiter des Lebens.

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Das ist es, was berührt, irritiert und manchmal auch schockiert.

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Die Vergänglichkeit hat ihre eigene Ästhetik.

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Frühlingsexperimente

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Bildtitel: Grüne Explosion

Im Frühling explodiert das Grün. Dies lässt sich mittels Doppelbelichtung gut verdeutlichen.

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Tulpen hat man nie genug im Garten, oder? Wenn nicht, hilft auch hier eine Doppelbelichtung weiter.

Doch es geht auch klassisch. Der Frühling wirkt auch ganz ohne Schnickschnack.

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Und irgendwann erfasst es alle, das Frühlingserwachen! Sobald sich das erste Grün an den Bäumen zeigt, dauert es nur noch wenige Tage bis es die Berghänge vollständig erobert und ein geschlossenes Blätterdach ausgebildet hat.

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Frühling im Anmarsch

Buschwindröschen sprießen an Waldrändern …

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… und überziehen in großflächigen Teppichen die Buchenwälder der Schwäbischen Alb, wie hier bei Erbstetten.

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Ein Blick von der Ruine Wartstein ins Tal der Großen Lauter zeigt, dass der Frühling die Baumwipfel noch nicht erobert hat.

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Über die Ruine Monsberg führte der Weg unserer Wanderung …

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… hinab ins Tal, wo die Große Lauter, von massigen Kalkriffen eingeengt, im Wiesengrund mäandriert.

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Auf feuchteren Waldböden, wie hier im Wolfstal, dominiert in dieser Jahreszeit der Hohle Lerchensporn.

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Über das Wolfstal gelangt man zurück nach Erbstetten. Diese Rundwanderung, zu der ich heute von meiner Tochter eingeladen wurde, ist im Frühjahr ein besonderer Genuß.

Zum Abschluss noch einen Frühlingsgruß in SW.

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Andere Jahreszeiten: Herbstlicht, Herbst in der Toscana, eisige_Skulpturen, Eiswelten

 

 

 

Elefantenhaut

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Elefantenhaut schützt Groß und Klein gegen die sengende Sonne …

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… und gegen die spitzen Dornen der Kameldornsträucher.

Es ist schon sehr beeindruckend, wenn die Dickhäuter die Piste direkt vor der Motorhaube überqueren.

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Trotz zahlreicher Falten beherrscht der Dickhäuter …

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…  die Wasserlöcher, wie hier in Okaukuejo im Etosha Nationalpark, Namibia.

Wie die Schraffur eines Künstlers überziehen die Hautfalten des Elefanten den gesamten Körper. Sie erlauben der Haut das Wachsen und Schrumpfen mit der Fettschicht und dem aufgenommenen Wasser. Und die Falten sichern die Beweglichkeit. Man betrachte nur den Rüssel: Es ist offensichtlich, von wem wir die flexiblen Schläuche abgeschaut haben.

 

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Die Abendsonne bringt die Plastizität der Elefantenhaut ans Licht.

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Erst die Nacht glättet die Falten!

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