Milch- und andere Straßen

Nächte, in denen die Voraussetzungen für gute Sternenbilder stimmen und die so angenehm warm sind, dass das Herumexperimentieren Spaß macht, sind so zahlreich nicht. Diesen Sommer hat es immer wieder mal gepasst.

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Wieder einmal suchte ich einen Parkplatz nahe der Salmendinger Kapelle auf. Ich wusste, dass sich hier die Milchstraße schön zwischen Bäumen platzieren lässt, deren Kronen sich wie Scherenschnitte vom Nachthimmel abheben. Die Ortschaft Ringingen sorgt hier für eine ansprechende Hintergrundbeleuchtung.

IMG_6260Die nahe Straße fand ich anfänglich ziemlich störend, doch dann bezog ich die Fahrzeuge bewußt in die Bildgestaltung ein.

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Zum Schluss war ich von der Teilbeleuchtung der Landschaft richtig begeistert.

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Jetzt reichts!

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Täglich brennt sie gnadenlos vom Himmel. Die Wälder beginnen zu vertrocknen und das Obst fällt mangels Wasser notreif von den Bäumen. Selbst bei der Salmendinger Kapelle, immerhin auf 886 m Höhe, lässt sich die Sonne von den paar  Wölkchen nicht aus dem Konzept bringen. Und der Versuch sie ans Kreuz zu nageln scheiterte kläglich.

Soca, Slowenien

Diesen Juni war es endlich wieder einmal so weit. Nach über einem Jahr Pause packte ich mein Kajak auf´s Autodach und fuhr an die Soca nach Slowenien. Die Soca hat in den Julischen Alpen ein herrliches Tal geformt, das Outdoorsportler aller Facetten anlockt. Das nachfolgende Bild zeigt die Ebene bei Bovec mit Blick auf den Mangart (li). Der im ersten Weltkrieg schwer umkämpfte Berg war Teil der Isonzofront (Isonzo = Soca). In insgesamt zwölf Schlachten zwischen Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich einerseits und Italien andererseits wurden hier hunderttausende Soldaten abgeschlachtet. Bei Interesse siehe staatsarchiv.at oder Wikipedia.

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Mit ihrem türkisenen Wasser, das herrlich mit den weißen Kalksteinblöcken und Sandbuchten kontrastiert, bietet die Soca traumhaftes Wildwasser. Im nachfolgenden Bild verschwindet der Bach unter der Hängebrücke zwischen den Kalkfelsen der Oberen Blockstrecke.

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Die Hängebrücke ermöglicht einen optimalen Überblick über den nachfolgenden Streckenabschnitt und erleichtert so die Auswahl einer geeigneten Fahrtroute.

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Vom Kajak aus bietet sich jedoch eine völlig andere Perspektive. Hier eine Dreiergruppe bei der „Arbeit“.

 

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Wie man sieht, erfordert die Befahrung der Blockstrecke volle Konzentration.

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Erst wenn alle Gruppenmitglieder eine Passage sicher bewältigt haben, geht es weiter.

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Fotografik II

Die zweizeilige Gerste eignet sich besonders gut für eine grafische Umsetzung.

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Für die nachfolgende Aufnahme einer Seidenpflanze (Asclebias), musste ich den Blumenstrauß meiner Frau zerpflücken.

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                      (Zum Vergrößern auf die jeweilige Grafik klicken)

Die filigranen Fruchtstände des Riesensternlauchs (allium globemaster) stehen den spektakulären Leuchtspuren eines Feuerwerks in nichts nach.

 

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(Zum Vergrößern auf die jeweilige Grafik klicken)

Natürlich kommt man an den Disteln nicht vorbei. Holzschnittartig präsentieren sie ihr Stachelkleid. (Hier: Dipsacus fullonum)

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Blässhuhn-Variationen

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Zum Vergrößern anklicken.

Schon zu jenen Zeiten, in welchen man sich noch in der Dunkelkammer die Zeit vertrieb, fand ich Gefallen an graphischen Arbeiten.

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(Zum Vergrößern auf die einzelne Grafik klicken)

Disteln (hier: Cirsium vulgare) sind tolle Objekte für eine graphische Ausarbeitung.

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Der Aufwand war damals nicht unerheblich: Mehrfaches Umkopieren auf O81P oder einen ähnlichen Planfilm war mühsame Basisarbeit für Verhärtungen und Solarisationen. Diese konnten dann in unterschiedlicher Weise weiterverarbeitet werden. Ein langer Weg zum fertigen Produkt. Heute, im digitalen Zeitalter, kommt man schneller zu Resultaten.

Nachfolgend: Spiegelungen am Wasserloch, Namibia

Die nachfolgende Verhärtung zeigt eine Bewässerungsanlage in Tasmanien.

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Faszination Toskana: Massa Marittima

Massa Marittima gehört sicher nicht zu den ganz bekannten Städten in der Toskana, doch das hat auch sein Gutes: Die großen Touristenströme gehen an dieser Perle mittelalterlicher Baukunst vorbei. Auf einem Bergrücken in 380 m Höhe nordwestlich von Grosseto gelegen, reicht das Panorama bis ans Meer.

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Der Aufschwung von MM kam im 9. Jahrhundert, als der Bischofssitz aus Sicherheitsgründen von Populonia hierher verlegt wurde. Im 11. Jh. entsand dann die Duomo Cathedrale di San Cerbone, das überragende Bauwerk in der Altstadt.

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Die Freitreppen sind ein beherrschendes Stilelement des Doms …

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und ein überzeugendes Gestaltungselement für die Piazza Garibaldi, die sich vor dem Dom ausbreitet.

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Natürlich hat das ehemalige Bergbaustädtchen noch mehr zu bieten, wie zum Beispiel die mächtigen Befestigungsanlagen, die sich über steile Treppen erschließen. Beim Schlendern durch die engen Gassen fällt die Beschaulichkeit auf. Dies ist kein Zufall, ist die Stadt doch seit 1999 Mitglied in der Cittaslow Bewegung, einem inzwischen internationalen Netzwerk zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten.

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So machten auch diese alten Frauen, die sich nach dem Einkauf auf einer Bank vor dem Laden bei einem Schwatz erholten, einen völlig entspannten Eindruck. Für das Foto rückten sie sich gerne zurecht.

Die Hauseingänge in der Altstadt sind meist noch mit schweren Holztüren und gediegenen Türklopfern gesichert.

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Etwas weniger entspannt waren die beiden alten bzw. sehr alten Damen, die diesen Fiat 500 fuhren, zu einem Foto waren sie nicht zu bewegen – schade!

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Weitere Beiträge zur Toskana: Toscana, Herbst in der Toscana, Strandfüchse, Giardino dei Tarrocchi, Faszination Toscana: Siena, Vom Chianti in die Maremma

Vom Chianti in die Maremma

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Castello di Brolio

Das Castello di Brolio gilt als Symbol für die Weinbauregion Chianti Classico. Bereits seit 1141 ist das Castello im Besitz der Familie Ricasoli. Seit 1993 betreibt hier Baron Francesco Ricasoli den Weinbau nach einem Konzept nachhaltiger Bewirtschaftung. Mit der Rückbesinnung auf die alten Rebsorten wurde Ricasoli zum Motor einer Bewegung, die sich den qualitativ hochwertigen Ausbau des Chianti Classico auf die Fahnen geschrieben hat. Das Weingut Ricasoli ist das größte im Anbaugebiet Chianti Classiso und eines der ältesten weltweit.

Vom Castello aus schweift der Blick weit hinaus über die Weinberge.

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Von unserer Unterkunft Podere Casato genossen wir diese herrlichen Lichtspiele.

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Der Ombrone, der hier im Hügelland des Chianti entspringt, durchschneidet auf seinem Weg nach Süden die Crete Senesi, bevor er die Maremma mit Wasser versorgt und unweit von Grosseto ins Meer mündet. Wir folgten dem Flusslauf gen Süden. Am Oberlauf des Flusses besuchten wir die Abbadia di Ombrone. Gegründet 867, war sie eine der ältesten Klosteranlagen des Chianti. Heute ist die Anlage im Privatbesitz.

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Auf unserer Fahrt durch die Crete Senesi passierten wir südlich von Asciano diesen herrlichen Landsitz, der heute als Hotel umfunktioniert ist.

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Das schmale Sträßchen, das in seinem weiteren Verlauf den Bergrücken folgte, bot immer wieder spektakuläre Aussichten.  Die Abbazia di Monte Oliveto Maggiore, deren Kreuzgang für seine Fresken bekannt ist, verfügt auch über eine tolle, alte Allee. Für mich das schönste Motiv.

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Im südwestlichsten Zipfel der Maremma, faszinierte uns das kleine Städtchen Capalbio, dessen Häuser wie Schwalbennester auf einem Hügel kleben. Unweit des Städtchens befindet sich der Tarotgarten, der eine Besichtigung lohnt. Siehe auch: Giardino dei Tarrocchi

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Westlich von Grosseto zeigte sich unsere Lieblingsallee wieder einmal in einem ganz neuen Licht.

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Weitere Berichte zur Toskana: ToscanaHerbst in der ToscanaStrandfüchse, Giardino dei Tarrocchi, Faszination Toscana: Siena

 

 

 

 

Faszination Toscana: Siena

Bei unserer diesjährigen Fahrt in die Toscana beschränkten wir uns auf die Region des südlichen Chianti um Siena und die Maremma um Grosseto.

Ob nur für wenige Stunden oder gleich für mehrere Tage, Siena ist ein absolutes Muss. Gleich zu Beginn unseres Stadtspaziergangs verdeutlichte diese unbekannte Schönheit, dass Siena eine Stadt mit Herz ist.

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Über nette Gassen gelangt man durch die mittelalterliche Altstadt zum Dom.

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Im 12. Jhd. im romanischen Stil begonnen, wurde er alsbald umgebaut. Heute gilt der Prachtsbau aus schwarzem und weißem Marmor als eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke Italiens.

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Ein weiteres Highlight ist natürlich die Piazza del Campo mit dem Palazzo Pubblico und seinem 102 m hohen Torre del Mangia. Mit dem Bau des Regierungspalastes wurde Ende des 13. Jhds. begonnen, der Turm folgte 1325-1344.

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Auf dem Rückweg zum Parkhaus stolperten wir dann noch über diesen „Ladenhüter“.

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Weitere Berichte zur Toscana: Giardino dei Tarrocchi, Düstere Aussichten, Toscana, Herbst in der Toscana, Strandfüchse