Gegen den Corona-Koller 7

An Corona zeigt sich, wie weit unsere Gesellschaft zu solidarischem Handeln fähig ist. Nach wie vor gibt es zu viele, die sich einen Vorteil versprechen, wenn sie ihr eigenes Süppchen auf Kosten anderer kochen können.

Da gibt es die, die Alle für Dumm verkaufen, oder jenen smarten Mann, der Für Die Partei fast täglich klugscheißerische Erklärungen abgibt. Doch nur weil man keine Verantwortung hat, muss man sich noch lange nicht verantwortungslos äußern. Die Solidarität aller Demokraten wäre von Nutzen, wenn wir uns als Gesellschaft an den kleinen Biestern nicht die Zähne ausbeißen wollen. Daran ändert auch ein Impfstoff nichts.

In diesem Sinne

solidarische Weihnachten!

Weitere „Corona-Beiträge“ siehe unter 6, 5, 4, 3, 2, 1

Weihnachten 2020

Frische Luft, gutes Essen, eine gute Flasche Wein und gute Laune, wozu brauchen wir da noch Corona?

In diesem Sinne grüße ich alle und wünsche ein frohes Fest! Horst

Aurlandsfjord

Die kleine Gemeinde Undredal liegt am Ende einer schmalen Stichstraße am Ufer des Aurlandfjords. Bekannt ist das Örtchen, weil dort die kleinste noch in Gebrauch befindliche Stabkirche Norwegens steht. Erbaut wurde das Kirchlein um 1147.

Absolut grandios ist der Blick auf den Aurlandsfjord, der hier eine Kurve macht.

Der Aurlandsfjord bildet zusammen mit dem Näröyfjord den beeindruckendsten Seitenarm des Sognefjords. Dieser wiederum ist der längste Norwegens.

Der Näröyfjord ist an seiner schmalsten Stelle nur 200 m breit und an seinen Ufern schießen die Felswände bis über tausend Meter senkrecht in den Himmel.

Lindesnes Fyr

23. August 2020

Unser nächstes Etappenziel war Lindesnes Fyr, das Südkap Norwegens. Endlich, nach 44 Jahren, haben wir damit die Durchquerung Norwegens vom Nord- bis zum Südkap geschafft. Der Rekord für diese Strecke (mehr als 2500 km auf der Straße) liegt zu Fuß bei 42 Tagen.

Auf dem Weg hinaus zum Südkap passierten wir zahlreiche bunte Ortschaften, die fast ausnahmslos als Wochenend- und Ferienhaussiedlung genutzt werden. Diese Aufnahme ist bei Furuholmen entstanden.

Am Südkap angekommen, herrschte auch hier der nun seit zwei Tagen andauernde böige Sturm, der aus Südwest zwar warme Luftmassen heranführte, aber das Fotografieren sehr erschwerte. Mit Stativ zu arbeiten war praktisch unmöglich, doch ohne war es auch nicht viel besser, da man auf den Klippen genug zu tun hatte, um einen sicheren Stand zu halten.

Lindesnes Fyr ist das erste Leuchtfeuer Norwegens. Bereits 1655 wurde hier das erste Feuer entzündet, um die Seefahrt durch diese gefährliche Küstenregion sicherer zu machen. Auch die Deutsche Wehrmacht legte hier im 2. Weltkrieg umfangreiche Stellungen an, um die Einfahrt zum Skagerrak zu kontrollieren. Beim Betrachten derartiger Bunker- und Grabenanlagen holt mich die deutsche Geschichte immer wieder in unangenehmer Weise ein.

Vom Leuchtturm aus hat man einen fantastischen Blick über die Schärenküste und auf einem markierten Küstenwanderweg kann man die Umgebung erkunden.

Doch erst wenn es dunkel wird, entfaltet ein Leuchtturm seine ganze Strahlkraft.

Auf nach Norwegen

20. August 2020

… dass sich selbst Stofftiere vor der Hitzewelle in Deutschland auf der Flucht in den hohen Norden befinden. Wir trafen die schwäbischen Biker ganz im Norden Dänemarks, fast schon am Skagerak. Dort gehen von der Hafenstadt Hirtshals aus zahlreiche Fähren nach Norwegen. Wir setzten auf der kürzeste Route nach Kristiansand über.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist img_0488.jpg.

Zwei Reedereien werben hier um die Fahrgäste. Die Fjordline verfügt derzeit mit einer Überfahrtsdauer von 2:15 Stunden über die schnellste Verbindung. Was für eine Entwicklung. Als wir 1976 auf dieser Route unterwegs waren, betrug die Fahrzeit noch 6 Stunden. Doch leider fiel diese Schnellfähre aus, so dass wir auf das langsamere Schiff der Color Line zurückgreifen mussten. So kamen wir erst um Mitternacht in Kristiansand an.

Mit einer großen Autofähre zu reisen, ist immer ein spannendes Erlebnis. In welch kurzer Zeit sich die LKW- und PKW-Schlangen aus dem Bauch des Schiffes winden ist erstaunlich. Für den reibungslosen Ablauf sorgt an zentraler Stelle ein Dompteur, der die Verkehrsströme lenkt. Und dann endlich ist man selbst dran, den riesigen Rumpf erneut zu füllen.

Nicht zu übersehen war, dass – „dank Corona“ – nur ein Bruchteil der sonst üblichen Touristen unterwegs war. Die Bars an Bord blieben geschlossen. So hatten wir Platz zum Liegen und dazuhin unsere Ruhe.

Weitere Beiträge über unsere Reise durch Südnorwegen werde ich in loser Folge veröffentlichen. Wohin genau und wie lange die Reise geht, bleibt Wind und Wetter vorbehalten.