Auch im zweiten Corona-Jahr findet die Jahresausstellung des Photoclubs Reutlingen online statt. Zu dieser vielseitigen „Foto.Schau!“ möchte ich euch herzlich einladen.
Zur Online-Ausstellung meines Fotoclubs kommt ihr direkt über diesen Link oder über die Homepage des Photoclub Reutlingen. Dort könnt ihr euch auch den Flyer für das Foto.Schau.Fenster! herunterladen. In Zusammenarbeit mit „RT-Aktiv“ und der „Reutlinger Gastroin Itiative“ stellen wir unsere Bilder in der Innenstadt in den Schaufenstern von 20 Geschäften aus. Im Flyer findet ihr einen Stadtplan auf dem alle Standorte verzeichnet sind. Ich wünsche euch bereits jetzt viel Spaß beim Stadtrundgang.
Auf der Homepage des Photoclub Reutlingen könnt ihr unter anderem auch die Galerien einzelner Mitglieder einsehen. Über diesen Link gelangt ihr direkt zu meinen Galerien.
Als ich vom Mainkai in Frankfurt aus den Sonnenaufgang beobachtete, blitzten schlagartig Erinnerungen an den 9. September 2001 in mir auf. Die schrecklichen Bilder vom Terroranschlag in New York explodierten förmlich in meinem Kopf, als ich durch´s Tele blickte und sah, wie die Flugzeuge im Landeanflug auf den Airport, den EZB Tower quasi als Wendeboje für die letzte Kurskorrektur benutzten. Natürlich war der Abstand groß, aber …
Der weitere Landeanflug, so hatte es den Anschein, erfolgt dann unmittelbar über den Dächern von Sachsenhausen. Für die Anwohner muss die Coronazeit eine wohltuende Erholung sein.
Heute nehme ich euch mit in meine winterliche Heimat. Über verschneite Äcker geht der Blick hinüber zum Albtrauf. Im Hintergrund die Burg Hohenzollern.
Steuobstwiesen prägen das Landschaftsbild am Albtrauf.
Der Weg hinauf auf die Albhochfläche führt durch die Streuobstwiesen hinein in den tief verschneiten Wald.
Dort entwirft der Winter mit klaren Linien eine fantastische Grafik.
Auf der Albhochfläche ändert sich das Landschaftsbild erneut. Nicht selten herrscht hier oben auch ein anderes Wetter. Heute ziehen Wolken auf, Schneefall setzt ein.
Gerade im Winter sorgt immer wieder dichter Nebel für ein „white out“.
Die Vielfalt zeichnet den Albtrauf aus. Auf einigen hundert Höhenmetern durchwandert man hier mehrere Landschaftsformen. Diese sind Ausdruck unterschiedlichster Lebensräume, die durch die sprunghafte Veränderung der geologischen und klimatischen Faktoren an der Abbruchkante der Schwäbischen Alb bedingt werden. Gerade das macht den Reiz dieser Gegend aus.
Natürlich wurde auch das Fotojahr 2020 von Corona geprägt. So kam die Arbeit in meinem Photoclub fast vollständig zum Erliegen, zumindest was die realen Begegnungen bei den Clubabenden betraf. Doch wie es so schön heißt, macht Not erfinderisch und so entwickelten wir zahlreiche digitale Aktionen, um den Club am Leben zu halten.
Glück hatte ich mit der zweiten Aufführung meiner AV-Show „Im Bann des Nordlichts – Lofoten“, die ich noch unmittelbar vor dem ersten Lockdown bei der VHS in Gomaringen vor über 60 zahlenden Zuschauern halten konnte. Einen kurzen, prägnanten Trailer zur AV-Show findest du hier.
Auch 2020 war ich wettbewerbsmäßig unterwegs. Bei der Landesfotomeisterschaft erlebte ich gleich zu Beginn einen gelungenen Start ins Jahr. Fünf von sieben meiner eingereichten Werke wurden angenommen, darunter auch die Serie Strandfüchse, die ich in der Toscana abgelichtet hatte.
Die weiteren Annahmen bekam ich für „Felsenküste 1“ (Lofoten 2019), „PL-Haus Berlin“ (Berlin 2018), „Die Erleuchtung“ (Schwäb. Gmünd 2019) und „Mode bewegt“ (Metzingen 2019).
Die höchste Auszeichnung erzielte ich in diesem Jahr mit der Schwarz-Weiß-Variante der „Felsenküste 1“. Beim 2. Internationalen Monochrom Fotosalon erhielt ich für dieses Bild eine Urkunde. Hierzu einige Fakten: Bei diesem Wettbewerb haben 271 Teilnehmer aus 36 Ländern insgesamt 1853 Werke eingereicht. Davon wurden 408 Bilder (22 %) angenommen sowie 30 Urkunden (1,6 %) und 18 Medaillen (1 %) vergeben. Damit zählt dieser Wettbewerb sicher nicht zu den ganz großen Massenwettbewerben, doch seine relativ harte Quotierung zeigt den gehobenen Qualitätsanspruch.
Auch die Bilder „At the Bridge“ (oben, Istanbul 2015) und „Godoya“ (unten, Norwegen 2020) zählten mit jeweils vier Annahmen in diesem Jahr zu meinen Topbildern.
Die nachfolgenden Bilder „Straßenlampe“, „Auf dem Heimweg“ (Siena 2018), „Abend an der Amstel“ (Amsterdam 2019) und „hinauf“ (Herrenberg 2020) brachten jeweils drei Annahmen. Besonders gefreut habe ich mich über den Erfolg des Bildes vom Schönbuchturm.
Zwei alte Bekannte schickte ich noch zweimal mit Erfolg ins Rennen. Die Aufnahme von den Fußspuren in der Pausa mit dem Titel „bewegte Vergangenheit“ (Mössingen 2019) mauserte sich so zu einem überraschend erfolgreichen Bild und „Testturm 2“ (Rottweil 2018) ist nach wie vor mein absoluter Topscorer.
Weitere 5 Bilder brachten noch jeweils eine Annahme ein, so dass ich mit der Gesamtbilanz auch in diesem speziellen Jahr zufrieden sein kann.
Zum Jahresschluss belegte ich bei unserem Clubwettbewerb zum Thema „Sauwetter“ mit dem Bild „Waschstraße“ den 3. Platz.
Das spannendste am Fotografieren sind natürlich die Fotoprojekte selbst, also die Phase bis díe Aufnahme in der Kiste ist. Hier hat Corona durchaus auch Entwicklungen angestoßen. Gerne erinnere ich mich noch an die Versuche mit meinem „Freilichtstudio“ während des ersten Lockdowns.
Doch das Fotojahr 2020 hatte weitere Höhepunkte zu bieten. Hierzu zähle ich den Besuch am Schönbuchturm, die Aufnahmen vom „coronaren“, nächtlichen Tübingen, die fotografische Jagd nach Neowise am Hohenzollern und natürlich unsere Reise durch das südliche Norwegen. Besonders hervorzuheben sind hier: Der Besuch am Leuchtturm Lindesnes Fyr, die Tour zum Preikestolen, die Insel Godoya, der Aufstieg zur Trollkirche, das Zusammentreffen mit den Moschusochsen und die Bunkeranlagen an Dänemarks Sandstränden.
Wie man sieht, kam trotz Corona einiges zusammen und ich bin gespannt, was das Jahr 2021 bringen wird.
Bei den Besuchern meiner Homepage möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzliche für die oft jahrelange Treue bedanken. Ich wünsche euch allen ein glückliches, gesundes und gutes 2021!
An Corona zeigt sich, wie weit unsere Gesellschaft zu solidarischem Handeln fähig ist. Nach wie vor gibt es zu viele, die sich einen Vorteil versprechen, wenn sie ihr eigenes Süppchen auf Kosten anderer kochen können.
Da gibt es die, die Alle für Dumm verkaufen, oder jenen smarten Mann, der Für Die Partei fast täglich klugscheißerische Erklärungen abgibt. Doch nur weil man keine Verantwortung hat, muss man sich noch lange nicht verantwortungslos äußern. Die Solidarität aller Demokraten wäre von Nutzen, wenn wir uns als Gesellschaft an den kleinen Biestern nicht die Zähne ausbeißen wollen. Daran ändert auch ein Impfstoff nichts.
In diesem Sinne
solidarische Weihnachten!
Weitere „Corona-Beiträge“ siehe unter 6,5, 4, 3, 2, 1
Nachdem der Vollmond untergegangen ist, grüßt Orion beim morgendlichen Blick durchs Fenster. Im Westen zeigt er sich dicht überm Horizont in voller Pracht. Der Winter ist da!
Die kleine Gemeinde Undredal liegt am Ende einer schmalen Stichstraße am Ufer des Aurlandfjords. Bekannt ist das Örtchen, weil dort die kleinste noch in Gebrauch befindliche Stabkirche Norwegens steht. Erbaut wurde das Kirchlein um 1147.
Absolut grandios ist der Blick auf den Aurlandsfjord, der hier eine Kurve macht.
Der Aurlandsfjord bildet zusammen mit dem Näröyfjord den beeindruckendsten Seitenarm des Sognefjords. Dieser wiederum ist der längste Norwegens.
Der Näröyfjord ist an seiner schmalsten Stelle nur 200 m breit und an seinen Ufern schießen die Felswände bis über tausend Meter senkrecht in den Himmel.