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Das Fotojahr 2025

Serie, Fassade Brandhorst: Annahme Landesfotomeisterschaft

Wie bereits seit vielen Jahren folgt hier mein fotografischer Rückblick auf das Jahr 2025.

Justizpalast München: Annahmen bei der Landesfotomeisterschaft, dem GIP und der Deutschen Fotomeisterschaft.

Im Jahr 2025 habe ich mich auf die nationalen Wettbewerbe konzentriert. Mit dem German International Photocup (GIP) und dem Alpencircuit habe ich nur an zwei internationalen Wettbewerben teilgenommen. Das lag mit an einem größeren fotografischen Projekt, das ich bei uns im Photoclub Reutlingen verantwortlich begleitet habe und das mir viel Zeit abverlangt hat. In Kooperation mit dem Landratsamt Reutlingen, Amt für Migration und Integration, haben wir Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis Reutlingen dokumentiert. In Bild und Text haben wir festgehalten, wie sich das Leben realer Personen in einer solchen Unterkunft gestaltet. Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten konnten wir dieses Projekt abschließen und den Druckauftrag erteilen. So werden wir im kommenden Jahr der Öffentlichkeit wieder eine Projekt-Ausstellung  präsentieren können. Ich bin gespannt auf die Resonanz.

Lampions / Ballons: Annahmen bei der Landesfotomeisterschaft, der Deutschen Fotomeisterschaft und beim SW-Printcup. Dort schaffte es das Bild sogar auf das Ausstellungsplakat und die Titelseite des Ausstellungskatalogs.

Rendezvous XXL: Annahme beim SW-Printcup. Damit hat sich dieses Bild bei allen nationalen Wettbewerben durchgesetzt.

Die Flut kommt: Annahme beim DVF-Printcup

2025 konnten wir, der Photoclub Reutlingen (PCR), im Bereich Wettbewerbsfotografie das erfolgreichste Jahr unserer Vereinsgeschichte feiern. Unsere Erfolge waren:

  • 2. Platz bei der Landesfotomeisterschaft Baden-Württemberg.
  • Beim bundesweiten DVF-Themenwettbewerb „Licht und Schatten“ landeten wir auf dem 6. Platz und waren damit bester Club aus Baden-Württemberg.
  • 1. Platz beim bundesweiten DVF-Printcup, den wir bereits 2024 gewonnen hatten.
  • 1. Platz beim bundesweiten SW-Printcup des DVF.
  • Gegen Jahresende waren wir zudem beim Landespokal Baden-Württemberg als stärkster Club vertreten.

Wandleuchte: Annahme beim DVF-Themenwettbewerb „Licht und Schatten“.

Avenue in the Fog: Annahmen beim Alpencircuit

Meine diesjährigen Erfolge habe ich nicht im Einzelnen aufgelistet. Vielmehr zeige ich ausgewählte Bilder, denen ich dann die Wettbewerbsergebnisse zuordne.

Temporary Art: Annahme beim DVF-Sonderwettbewerb Wasser und damit eines von 38 Bildern, die beim Obersdorfer Fotogipfel 2025 ausgestellt wurden.

Moschusochse 2: Annahme beim Landespokal Baden-Württemberg

Klosterbibliothek Admont: Urkunde beim Landespokal Baden-Württemberg

Mit diesem Rückblick bedanke ich mich zugleich bei euch für euer Interesse an unseren Reisen und an meinen Bildern. Ihr kennt diese Bilder oft schon Jahre bevor sie eine Jury zu Gesicht bekommt.

Die Brücke: Annahme bei der Landesfotomeisterschaft

Ich wünsche allen ein angenehmes 2026! Horst

sonniger Neustart

Das alte Jahr verabschiedete sich bei uns mit Sonne pur und auch das neue Jahr begann mit praller Sonne. Trotz frostiger Tage konnte sich der Raureif in den Streuobstwiesen am Albtrauf aber nur in Bodennähe halten. So bildeten die kahlen Äste einen harten Kontrast zu den eisig glitzernden Wiesen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Wie das Wetter zum Jahreswechsel, wirft auch das Jahr 2026 seine Schatten voraus.

Für das neue Jahr wünsche ich allen Zufriedenheit.

Damit meine ich nicht eine alles beschönigende Zufriedenheit, sondern jene Grundzufriedenheit aus der heraus wir die Kraft schöpfen, Missstände konstruktiv anzugehen und uns nicht in maßloser Kritik zu verlieren. Sonst laufen wir Gefahr von Bauernfängern eingesammelt zu werden wie überreife Früchte. Wer uns predigt, das Heil läge im

  • Verlassen der EU
  • Verlassen des Euroraumes
  • politischen Stil von Hass und Hetze

verfolgt ausschließlich ein anderes Ziel, nämlich die Errichtung eines Nationalstaates mit völkischer Ausrichtung, denn dieser lässt sich nur so realisieren. Dafür opfern sie den Weg, der uns

  • 80 Jahre Frieden
  • 80 Jahre Wohlstand
  • und eine politische Kultur beschert hat, die als Grundsatz die Würde des Einzelnen respektiert.

Was soll dadurch für uns als Bürger besser werden?

Wer solche Leute wählt, findet sein Heil nicht im Sieg, sondern – wir kennen das schon – im Niedergang! Dieser Irrweg gefährdet

  • den inneren und äußeren Frieden
  • unseren Wohlstand
  • und macht uns vollends zum Spielball fremder Interessen.

Auf solche Bauernfänger sollte niemand mehr reinfallen!

Wir lassen unsere Demokratie nicht „zertrumpeln„!

Warnung! Bevor ihr diesem Videoclip folgt, solltet ihr zuvor den Mund leeren, nicht dass euch der Bissen im Hals stecken bleibt: https://youtube.com/watch?v=RUgxdQwqfaE&si=9iUUr4zGtXu8Z5FQ

Schneemangel in den Alpen

Das Tannheimer Tal liegt auf 1100 m Höhe im Westen Tirols (Österreich). Das landschaftlich herrlich gelegene Hochtal gilt von jeher als Schneeloch. Doch in diesem Winter macht sich der Schnee bislang rar. So kamen bei uns in der letzten Woche bei herrlichem Sonnenschein eher Frühlingsgefühle auf als Weihnachtsstimmung.

Die Aufnahmen zeigen den Aggenstein, die Rot Flüh und den Blick über Grän nach Tannheim.

Le Corbusier, Visionär der Moderne

Wenn man sich in der Region um den Kaiserstuhl aufhält, lohnt es sich, die Kunsthalle Messmer in Riegel zu besuchen. Hier wird es verstanden, immer wieder interessante Ausstellungen aufzulegen, die für großen Museen zu klein sind. Auch mit der Ausstellung zu „Le Corbusier, Visionär der Moderne“ hat man sich an ein spannendes Thema gewagt. Die Ausstellung ist noch bis 15.03.2026 zu sehen.

Vor der Kunsthalle wird man von ARTon-Plastiken der Künstlerin Elvira Bach empfangen. Wie man sieht, auch ein schöner Rücken kann entzücken.

Die Ausstellung zeigt die ganze Breite des künstlerischen Schaffens von Le Corbusier, der 1887 in der Schweiz als Charles-Édouard Jeanneret-Gris geboren wurde. In Paris entwickelte er ab 1917 zusammen mit Amédée Ozenfant den Purismus, dessen Grundsätze auch seine Architektur beeinflusste. Diese ist natürlich ein wichtiges Thema der Ausstellung, was bei einem Mann nicht verwundert, der die moderne Architektur geprägt hat und bis heute beeinflusst. Das Modell im Bild unten zeigt die 1928-31 erbaute Villa Savoye, die heute zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, wie weitere 16 seiner Bauwerke auch. Bei dieser Villa für eine Unternehmerfamilie hat Le Corbusier erstmals seine „5 Punkte zu einer neuen Architektur“ vollständig umgesetzt. Allerdings wurde das Gebäude wegen schwerwiegender Baumängel innerhalb kurzer Zeit unbewohnbar. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges ersparte ihm eine gerichtliche Auseinandersetzung.

Die fünf Punkte von Le Corbusier, die bis heute den modernen Hochbau prägen, waren: Betonpfosten, Flachdächer mit Dachgarten, freie Grundrissgestaltung durch Verzicht auf tragende Wände, lange Fensterbänder, freie Fassadengestaltung. Bei der Werkbundausstellung „Die Wohnung“ 1927 in Stuttgart setzte er diese fünf Punkte in der Mustersiedlung „Weissenhof“ um. Siehe hierzu auch meinen Beitrag „Wo die moderne Architektur erfunden wurde„. So revolutionär seine Ideen und so praktisch die Gestaltung und Einrichtung seiner Häuser waren, verdeutlichen seine „Wohnmaschinen“ auch seine radikale, ja totalitäre Denkweise. Dieser mussten sich die Bewohner unterordnen, wie sich ein Arbeiter der Maschine unterzuordnen hatte.

Le Corbusier, der 1930 die französische Staatsbürgerschaft annahm, war umstritten. Dass er die Nähe zu totalitären Herrschern suchte ist bekannt. Über die Motive wurde viel spekuliert. Dass es nicht nur Opportunismus war ist unstrittig. Er putzte die Türklinken von Stalin bis Mussolini. Bei Wikipedia heißt es: „Inzwischen ist nachgewiesen, dass er mit der Vichy-Regierung, Hitler und den Faschisten sympathisierte.“ Mir gefällt auch eine weitere Theorie: Le Corbusier war klar, dass er seine radikalen Ideen, insbesondere als Städtebauer, nur mit totalitären Herrschern verwirklichen konnte.

Le Corbusier entwarf auch Möbel, die es bis heute zu kaufen gibt. Die Bauhaus-Liege LC4 entstand als Gemeinschaftsentwurf 1928. Heidi Weber, oben im Bild, brachte die Prototypen zur Serienreife.

Bereits in den 1930er-Jahren befasste sich Le Corbusier mit der Symbolkraft der „Offenen Hand“. Spätestens als er 1951 von der indischen Regierung dazu beauftragt wurde, Chandigarh, die neue Hauptstadt von Punjab zu planen und er dort sein „Open Hand Monument“ errichtet hatte, wurde dieses Symbol zur Signatur des Künstlers. „Die offene Hand ist Ausdruck des Friedens und der Offenheit. … Sie steht für eine humanistische Gesellschaftsvision, in der Ideen und Wissen von allen Menschen gleichermaßen geteilt werden“, so ein Ausstellungstext der Kunsthalle.

Oben: Die Skulptur „La Cathédrale“ von 1964.

Beim Verlassen der Ausstellung zeigt sich die verführerische Eva mit ihrem Obstrkorb von vorn. Ein netter Abschied.