Ich bin Hobbyfotograf. Das heißt, ich musste mein Geld noch nie mit Fotografieren verdienen. Dennoch fotografiere ich leidenschaftlich gerne und mit dem Anspruch, mich qualitativ zu verbessern. Meine erste Spiegelreflexkamera kaufte ich mir mit 16 Jahren vom Lohn meines ersten Ferienjobs, eine EXAKTA VX 1000. Wichtig für mich waren auch die kreativen Stunden in der Dunkelkammer. Ob SW, Farbe, Dia oder graphische Verarbeitung von Planfilmen, alles wurde erpobt und praktiziert. Hängen blieb ich dann beim Dia. Noch ohne eingebauten Belichtungsmesser und ohne Programmautomatik im jeweiligen Moment die Aufnahme richtig auszubelichten war in dieser Zeit neben der Bildgestaltung noch eine echte Herausforderung, denn anschließende Korrekturmöglichkeiten gab es keine.
Der Umstieg auf die digitale Fotografie erfolgte bei mir nicht freiwillig. Als mir bei einer Reise durch Namibia meine Fotoausrüstung mit meiner geliebten Canon 100 gestohlen wurde, brach das digitale Zeitalter über mich herein.
Meine fotografische Entwicklung geht auf zwei scheinbar gegensätzliche, sich aber trefflich ergänzende Wurzeln zurück, der Landschafts- und der Sportfotografie. Bei der fotografischen Aufarbeitung von Wildwasserexkursionen verschmolzen beide Bereiche zu einer Einheit. Über die Reisefotografie erweiterte sich mein Spektrum um die Tierfotografie und die Menschen, die auch in meinen Reisen eine immer größere Bedeutung erhielten. Heute zählt für mich die Street- und Portraitfotografie zu den größten Herausforderungen.
Düstere Aussichten ist der Titel eines älteren Beitrags in meinem Reiseblog. Die Figurengruppe „Kinder“ von Madalena Abakanovicz (20.06.1930 – 20.04.2017), die im Sommer 2018 vom Hof des Castello di Brolio über die Chianti-Berge in die Ferne blickte, schien eine äußere Bedrohung zu erwarten. Damals spielte ich auf die politische Führungselite (Trump, Kim Jong-un, Putin, Erdogan, …) an, die nichts Gutes erwarten ließ, doch aktuell beschert uns das Coronavirus düstere Aussichten.
Aber auch diese schwierigen Wochen und Monate – ganz ohne Reisen – werden wir überwinden und bis dahin halten wir die Türen weitgehend geschlossen.
In meiner Fotoschau „Im Bann des Nordlichts – Lofoten“ nehme ich die Betrachter mit in die eindrucksvolle, von Wind und Wetter umtoste Inselwelt der Lofoten und versuche, die vom Nordlicht ausgehende Faszination erlebbar zu machen. Veranstalter ist die VHS Reutlingen.
Tipp: Eine Reservierung kann durchaus sinnvoll sein, da das Raumangebot überschaubar ist.
Angesichts der Vorkommnisse in Hanau veröffentliche ich den Beitrag „bunt statt braun“ erneut.
Braun ist stets Gleichschaltung und Ausgrenzung.
Dies darf es bei uns kein zweites Mal geben!
Weder wegen der Hautfarbe,
noch wegen der Religion.
Lasst uns die Vielfalt als Chance begreifen und nicht als Bedrohung!
Nur so kann Integration gelingen.
Bunte Vielfalt statt brauner Einfalt!
Hanau ist der bisherige Höhepunkt einer unsäglichen Entwicklung, die schon viel zu lange anhält. Lasst uns diese Entwicklung stoppen! Stärken wir die Demokraten, die sich ein friedliches Miteinander auf die Fahne geschrieben haben und treten wir jenen entgegen, die unsere Gesellschaft zu spalten versuchen.
Der Regen, der in der Nacht gefallen war, bescherte uns am Morgen eine wabernde Nebelsuppe. Mal gab sie einige Meter Sicht frei, mal verschwand alles hinter einem grauen Vorhang.
(Zum Vergrößern Bilder anklicken.)
Insbesondere überm Wasser verdichtete sich der Nebel zu einem jegliche Struktur auflösenden Schleier. Es war schon fast gespenstisch, als aus dem grauen Nichts unvermittelt ein Frachtschiff auftauchte, das langsam, aber unaufhaltsam, den Fluss aufwärts glitt.
Die Weinberge zeigten in der Sonne, wie auch im Nebel, dass sie grafisch durchaus etwas hergeben.
In den Höhenlagen oberhalb der Mosel wechselten sich Nebel und Sonne auf kurze Distanz ab. Ausdruckstark die alte Allee und die Rinder vor den aufsteigenden Nebelfetzen, die uns eher an eine amerikanische Farm, denn an das Moseltal erinnerten.
Mit diesen Eindrücken in Schwarz-Weiß endet unser Reisebericht über das Moseltal.
Hinter Trier gräbt sich die Mosel zwischen Hunsrück und Eifel tief ins Rheinische Schiefergebirge ein und bildet so die bekannten moseler Steillagen, die zum Weinbau genutzt werden. Die nachfolgenden Aufnahmen entstanden zwischen Mehring und Pölich sowie
(Fotos zum Vergrößern anklicken.)
zwischen Klüsserath und Trittenheim. Zur Erleichterung der beschwerlichen Arbeit in den steilen Hanglagen haben sich derartige Schrägaufzüge durchgesetzt.
Das Städtchen Bernkastel-Kues wird von der Burg Landshut überragt.
Von der Burg aus genießt man einen herrlichen Blick über das Tal, das die Mosel in engen Windungen tief in die schiefrigen Berge geschnitten hat.
Die Calmont Region stellt der Mosel besonders hartes Gestein in den Weg, was den Weinbau nicht gerade erleichtert.
Nach Wikipedia ist Cochem die kleinste Kreisstadt Deutschlands. Das Städtchen wird von der Reichsburg, die hier im Hochnebel verschwindet, überragt.
Der Nebel, der mal dicht über dem Wasser, mal in mittlerer Höhe waberte, produzierte seine eigenen Bilder. Nahe dem Weiler Müdenberg, oberhalb des Moseltals gelegen, stießen wir an einem Waldrand auf die nachfolgenden Skulpturen. Ein Zettel offenbarte, dass es sich um Kettensägenkunst von Sonja Krämer handelt. Bei Interesse einfach anrufen. Tel.: 02653 4179.
Im Verlauf des Vormittags drängten Sonne und Wind den Nebel ins Tal zurück, so dass man von oben den Verlauf der Mosel am Nebelband verfolgen konnte.