Bella Sky

Das Bella Sky Hotel in Kopenhagen, das von 3XN Architects entworfen wurde, besteht auszwei 76,5 Meter hohen Türmen, die sich um 15° nach außen neigen. Nach knapp drei Jahren Bauzeit ging das Marriott International Hotel 2014 in Betrieb. Mit seinen 814 Zimmern und 30 Konferenzräumen ist es das größte Hotel in Skandinavien. Die Baukosten betrugen rund 200 000 000 €.

Das Hotel im Stadtteil Oresad nah dem Kopenhagener Airport weist folgende Besonderheiten auf: Die 17. Etage ist alleinreisenden Frauen vorbehalten und in der 23. Etage befindet sich eine öffentliche Bar.

Kopenhagen von oben

Die Erlöserkirche im Kopenhagener Stadtteil Christianshaven ist für ihren charakteristischen Turm bekannt. Über 400 Treppenstufen erklimmt man den 90 m hohen Turm. Die letzten 150 Stufen führen in einer äußeren, spiralförmigen Wendeltreppe in immer enger werdenden Wicklungen bis dicht unter die Turmspitze. Darüber erhebt sich nur noch der goldene Globus mit einer Christusfigur. Doch wer nicht schwindelfrei ist, sollte sich den Aufgang gut überlegen. Wer es nach oben schafft wird allerdings mit einer spektakulären Rundumsicht belohnt.

Letztes Make-up

In den Streuobstwiesen am Albtrauf ist die Ernte gelaufen. Mancherorts hängen die Bäume aber noch voller Früchte. Futter für die Tiere.

Die Birnbäume eifern um das schönste Make up. Doch gleich daneben zeigen vernachlässigte Parzellen, wie es um die Zukunft der Kulturlandschaft „Steuobstwiese“ bestellt ist.

Und am Waldrand strahlen die Blätter der Buche mit ihren warmen Gelbtönen mit der Nachmittagssonne um die Wette.

Vorsicht! Frisch gestrichen

Die Herbstfärbung hat ihren Höhepunkt erreicht. Mit dem Jahr verhält es sich fast wie bei einer alternden Dame, die nochmals richtig Farbe auflegt. Ein letztes Aufbäumen, obwohl sich die Zeit bereits dagegen entschieden hat.

Dieser ausufernde Strauch stach mir an einer Straßenböschung ins Auge. In der Sonne des späten Herbstnachmittags loderten seine Blätter, einer Feuerwalze gleich, über den Hang.

Einladung

Der Photoclub Reutlingen stellt aus

Vier Themenbereiche ordnen unsere fotografische Vielfalt:

•     Natur- und Landschaftsfotografie

•     Experimentelle Fotografie

•     Architektur und Technik

•     Schwarz-Weiß-Fotografie

Die gezeigten Bilder spiegeln unterschiedliche Perspektiven, kreative Ansätze und persönliche Handschriften wider – eine abwechslungsreiche Schau zwischen dokumentarischem Blick und freiem gestalterischen Spiel.

Der Photoclub Reutlingen freut sich, sein bildreiches fotografisches Schaffen zu präsentieren und lädt alle herzlich zum Besuch ein.

Lasst euch von unserer Leidenschaft anstecken!

Termin: 14.11.2025 – 18.12.2025

Vernissage am 14.11.2025, 19 Uhr, Saal der Volkshochschule (vhs), Spendhausstr. 6, 72764 Reutlingen

Freies Christiania

Das obere Bild zeigt den Haupteingang zur Freistadt Christiania. Wer Christiania betritt, spürt sofort, dass hier die Uhren anders ticken. Das alternative Wohngebiet mit ca. 900 Einwohnern liegt jenseits des Hafenkanals im Kopenhagener Stadtteil Christianshaven auf einem ehemaligen Militärareal. Das Gelände wurde 1971 besetzt und ein „Freistaat auf basisdemokratischer Grundlage ausgerufen. Heute ist die Siedlung von den Behörden als autonome Gemeinschaft toleriert. Zuvor gab es jedoch einige Probleme zu bewältigen. Insbesondere der legale Drogenmarkt führte zur „Einwanderung“ einer kriminellen Szene. Anfangs der 2000er-Jahre  kam es zu Mord und Totschlag.  Dies führte zur Schließung des lokalen Drogenmarktes. Allerdings brachte erst der Abriss der Pusher Street die erhoffte Entspannung.

Christiania war deshalb lange Zeit verrufen und von Besuchen wurde abgeraten. Dies hält sich bis heute hartnäckig in manchem Reiseführer. Inzwischen kann die Freistadt jedoch ohne Probleme besucht werden. Dies gilt zumindest für den vorderen Bereich, der als „Begegnungszone“ für externe Besucher betrachtet werden kann. Hier trifft man auf zahlreiche Verkaufsstände sowie auf gastronomische und künstlerische Angebote. Sogar Führungen werden veranstaltet. Irgendwie muss sich die Gemeinschaft ja finanzieren. Etliche Gebäude in diesem Bereich hinterlassen allerdings eher den Eindruck von Bruchbuden, als den stabiler, auf Dauer angelegter Behausungen.

Von Christiania gingen und gehen auch positive Impulse aus. So gibt es eine beachtenswerte Kunst- und Theaterszene und auch das Lastenrad startete von hier aus unter dem Markennamen „Christiania“ seinen Siegeszug um die Welt.

Seit 2012 haben sich die Bewohner Christianias mit der Stadtverwaltung auf eine Art Mietkauf des Areals geeinigt. Sie zahlen Steuern und Abgaben und zusätzlich eine Abgabe für die eigene Verwaltung. Das soziale Experiment „Freies Christiania“ gilt heute als weitgehend geglückt und steht für viele für die dänische Toleranz im Zusammenleben.

Apfel-Blues statt Apfelfest

Letzten Sonntag war bei uns „Apfelfest“. Das Netzwerk Streuobst lässt sich ja wirklich einiges einfallen, um die Pflege von Streuobstwiesen attraktiver zu machen, doch am Samstag war erst einmal Apfel-Blues angesagt.

Schon an den vorausgehenden Tagen war ich bis zu dreimal an die Obstannahmestelle gefahren, um meine Äpfel loszuwerden, denn Wartezeiten von mehr als zwei Stunden wollte ich mir nicht antun.

Doch der Samstag hat alles bislang dagewesene übertroffen. Bereits um 7:30 Uhr morgens betrug die Schlange ca. 600 m und aus allen Himmelsrichtungen kamen neue Fahrzeuge hinzu, meist mit Anhänger. Dies entsprach einer geschätzten Wartezeit von rund 4 Stunden.

Unter diesen Bedingungen drängt sich die Frage auf, wer da noch eine Streuobstwiese betreiben will. Gewinn lässt sich mit einer solchen Baumwiese eh nicht erwirtschaften, im Gegenteil. Sie zu unterhalten und zu pflegen kostet nicht nur Zeit. Wer das nicht als Hobby versteht oder aus Idealismus heraus macht, lässt davon ganz schnell die Finger.

Wieder einmal bin ich unverrichteter Dinge heimgefahren, um am Montag eine Stunde vor Öffnung der Annahmestelle wiederzukommen. Und, kaum zu glauben, um 7 Uhr in der Früh standen nur 3 Fahrzeuge vor mir.

Fazit: Die bei uns seit Jahrzehnten anstehende Schließung einer Lücke im vierspurigen Ausbau der B27, der etlichen Protest generiert, wird zwar einige Streuobstwiesen kosten aber der strukturelle Wandel gefährdet ihren Bestand grundsätzlich. Vor 20 Jahren gab es in unserem Städtchen noch mehrere Mostereien, ebenso in den umliegenden Gemeinden. Heute gibt es bei uns nur eine Annahmestelle von einem zentralen Safterzeuger. Wenn die Jungen unter den gegebenen Bedingungen keinen Bock darauf haben, der billigste Mitarbeiter der Saftindustrie zu sein, kann man es ihnen nicht verdenken. Doch dann brechen die Streuobstwiesen weg, wenn es die Alten nicht mehr können. Diese Entwicklung ist schon lange Realität. Siehe hierzu auch diesen Beitrag.

Das Louisiana

Das Louisiana Museum of Modern Art ist ein weltweit beachtetes Kunstmuseum in Humlebaek 30 km nördlich von Kopenhagen. Mit 700 000 Besuchern jährlich ist es das meistbesuchte Museum Skandinaviens. Hier bilden Kunstwerke, Architektur und Parkanlagen eine gelungene Einheit.

Als ich obige Aufnahme zur Kontrolle auf meinem Kamerabildschirm anschaute, erkannte ich sofort das Gesicht. Mit bloßem Auge war mir dies zuvor trotz eingehender Betrachtung nicht möglich gewesen. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung. „Saalgott de Large“ stammt übrigens von Jonathan Meese.

Der junge Mann im unteren Bild war offensichtlich auch sehr beeindruckt. Lange blieb er vor diesem Kunstwerk stehen. Was ihn wohl derart angesprochen hat?

Auch die Architektur des Museums beeindruckt. Hier ist es ein Glaserker, dort ein Stück Mauer oder nur der Abgang zum WC. Auch die großen Glasfassaden, die den weitläufigen Skulpturengarten immer wieder in das Museum hereinholen, sind ein beeindruckendes Stilmittel.

Skulpturen überall. Die Terrasse des Restaurants ist mit Skulpturen von Alexander Calder bestückt (Little Janey-Waney). Dabei schweift der Blick weit hinaus über den Öresund. Die Parklandschaft des Museums reicht bis hinab ans Meer. Auf dem Rückweg zum Eingang passiert man diese beeindruckenden Steinkugeln, die an ferne Planeten erinnern. „Pars pro Toto“ von Alicja Kwade.

Fazit: Das Louisiana ist ein wirklich sehenswertes Museum in dem man viel Zeit verbringen kann.