Museum Boxenstop 2

Die Vielzahl der Fahrzeughersteller ist erstaunlich.

Wolseley war ein britischer Autobauer, der zwischen 1932 und 1935 unter dem Namen Hornet Spezial leichte Sportmodelle baute. Nach Verkauf an die Firma MG wurde die Produktion des Hornet eingestellt.

Zu Oldtimern gehören natürlich auch eine ganze Reihe Accessoires, die die Show komplettieren. Leider hatte ich nicht die Gelegenheit die Fahrerinnen und Fahrer vor die Kamera zu bekommen.

Es ist kaum zu glauben wie viele unterschiedliche Hersteller in der Anfangszeit des Automobils am Markt waren. Gute Ideen und Produkte reichten oft nicht aus, um auch nur ein Jahrzehnt zu überleben. Ein Szenario, wie es sich bei Einführung neuer Technologien ständig wiederholt.

Doch die Fahrzeuge und Details sind immer wieder eine Augenweide.

Museum Boxenstop 1

Eine Oldtimer-Rally hatte am Museum Boxenstop in Tübingen Mittagspause eingelegt. Eine tolle Gelegenheit, sich die alten Kisten etwas näher anzuschauen.

Beim Blick über den Parkplatz blieb ich an der leuchtend roten Limousine hängen. Der zweifarbig lackierte Hotchkiss 686 ist eine echte Rarität. Über den 6-Zylinder schreibt das Fachblatt „Octane„: „Der in den 1930er-Jahren produzierte Wagen war ein Ausdruck von Technik, Leistung und Raffinesse, der in seiner Zeit als eine der besten französischen Limousinen galt.“ Die Firma, die 1903 aus einem Rüstungsbetrieb hervorging, stellte bereits 1955 die Produktion der Personenwagen wieder ein. Die französisch-britische Kooperation hatte durch ihre konservative Modellpflege bereits damals den Anschluss an die dynamische Entwicklung im Automobilsektor verschlafen.

AMILCAR war eine weitere französische Marke, die in den Jahren 1921 bis 1927 kleine sportliche Fahrzeuge baute und sich im Motorsport engagierte.

Der englische Automobilhersteller Riley baute von 1895 bis 1939 Sportwagen.

Triumph Gloria ist eine Baureihe unterschiedlichster Fahrzeuge, die die englische Triumph Motor Company in den Jahren 1933 – 1938 auf den Markt brachte. Der Aufsatz auf dem Kühler ist übrigens ein Thermometer.

Morgan Aero 8

Eigentlich war ich gekommen, um Oldtimer zu fotografieren. Doch die mussten erst einmal warten. Denn bei Ankunft am Auto- und Spielzeugmuseum Boxenstop in Tübingen blieb ich an einem auf alt getrimmten Sportwagen hängen.

Das Morgan Aero 8 Coupe wurde von 2015 – 2018 produziert. Der Sportwagen, den es auch als Roadster gibt, verfügt über einen 4,8 l V8 Motor von BMW. Dessen 367 PS bringen den Wagen in 4,2 s aus dem Stand auf 100 km/h. Für ca. 190 000 € wird er heute zum Verkauf angeboten. Dann mal los! Man gönnt sich ja sonst nichts.

Schönste Altstadt Deutschlands

Für Else.

Es war schon im Frühjahr 2025, als wir an einem regenverhangenen Tag die Altstadt von Dinkelsbühl besuchten. Es kann nur eine geben!? Sicherlich gibt es mehrere der „Schönsten historischen Altstädte Deutschlands“, doch Dinkelsbühl gehört zurecht dazu.

2013 wurde die 23. von insgesamt 39 Stauferstelen vor der St.-Paulskirche in Dinkelsbühl aufgestellt. Die Stelen verteilen sich auf 6 europäische Staaten und markieren Orte an denen die Staufer Spuren hinterlassen haben. Damit steht Dinkelsbühl in einer Reihe mit dem Castel Fiorentino in Süditalien, Bari, dem Kloster Maulbronn, dem Hohenstaufen, Nijmegen, Reutlingen und vielen mehr. Die Stele verweist auf die Gründung der Stadt 1170 / 1180 durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa.

Das Schlendern durch die Gassen ist eine Augenweide, die viele Details offenbart, wie hier das kleinste Fenster der Stadt.

Grundelsee

Der Grundelsee liegt am Südabfall des Toten Gebirges, dessen schroffe Kalkwände eine herrliche Kulisse abgeben. Hauptort ist die gleichnamige Gemeinde Grundelsee. Obwohl der Bergsee zum Salzkammergut zählt, gehört er doch zum Bundesland Steiermark.

Wir hatten uns den Grundelsee als letzte Station unserer diesjährigen Frühsommerrunde ausgesucht, weil er abseits der Seenplatte des Salzkammerguts in einem östlichen Seitental liegt. Wir erhofften uns dort weniger Betrieb. Dies war nicht ganz zutreffend, da natürlich auch die touristischen Kapazitäten entsprechend begrenzt waren. Doch einen überdrehten Tourismus sucht man dort vergebens, es geht geruhsam zu.

Wir hatten in Gößl am Ostende des Sees Quartier bezogen. Ein flacher Kiesstrand lädt dort zum Baden im glasklaren Wasser ein. Wegen der guten Sicht, ist der Grundelsee auch ein beliebtes Tauchrevier.

Die Dorfkirche von Gößl unterstreicht das dörfliche Idyll. Als Abschluss für unsere Tour war dies genau das Richtige.

Stift Admont

Die Benediktinerabtei St. Blasius zu Admont, gegründet 1074, ist das älteste Kloster der Steiermark. Es beherbergt die größte Klosterbibliothek der Welt. Seit Jahrhunderten ist das Kloster nicht nur ein religiöses sondern auch ein wissenschaftliches und künstlerisches Zentrum. Im Dritten Reich wurde das Kloster aufgehoben und von der SS verwaltet. Zahlreiche Exponate aus den natur- und kunsthistorischen Sammlungen wurden verschleppt und im Kloster selbst durch diverse Aktionen erheblicher Schaden verursacht.

Die barocke Klosterbibliothek wurde im Jahre 1776 fertiggestellt. Der lichtdurchflutete Büchersaal (Bild) beherbergt ca. 70 000 Exemplare. Der Gesamtbestand des Klosters umfasst rund 200 000 Werke. Neben der Bibliothek beherbergt das Kloster ein Museum mit mehreren Ausstellungen. Besonders hervorzuheben ist hier die naturhistorische Sammlung die unter anderem 252 000 Insektenpräparate umfasst.

Heute ist das Kloster ein gut geführter, internationaler Betrieb. Bibliothek und Museum bringen es jährlich auf 60 000 – 70 000 zahlende Besucher.

Info für FotografInnen: In der Bibliothek darf fotografiert werden. Wer ein Stativ benutzen möchte, wird als Profi eingestuft und benötigt eine Genehmigung. Diese muss mindestens drei Tage zuvor beantragt werden. Interessant ist das Angebot während der normalen Öffnungszeiten zu fotografieren. Dann bekommt man ein Zeitfenster zugewiesen, in dem keine Führungen stattfinden. Mit etwas Glück, springt niemand durchs Bild. Kosten: 50 €.

Mamatuswolken

Heute zogen wiederholt Gewitterzellen über uns auf, in der Ferne grollte der Donner. Jedoch erreichten nur wenige Regentropfen die Erdoberfläche. Dafür bot der Himmel ein tolles Schauspiel – Mamatuswolken. Diese noch wenig erforschte Wolkenart tritt am häufigsten an der Unterseite des Amboss einer Gewitterwolke (Cumulonimbus) auf und ist ein Hinweis auf besonders hohe Turbulenzen in der Wolke.