Auf der Erfolgswelle

Der Photoclub Reutlingen (PCR) schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Im Juni 2024 wurden wir punktgleich mit dem Verein „Die Lichtjäger“ aus Brühl bei Köln Gesamtsieger des 2. DVF-Printcup. Für uns war dies ein historischer Erfolg. Der Printcup entstand aus der Zusammenlegung der Nord- und Süddeutschen Fotomeisterschaft und wurde erstmals 2023 ausgetragen. Er gilt – wie seine Vorläufer – als anspruchsvollster Fotowettbewerb des Deutschen Verbandes für Fotografie (DVF). Da wir die erfolgreichen Wettbewerbsbilder in Reutlingen in einer Ausstellung präsentieren werden, komme ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals darauf zurück.

Wir hatten diesen Erfolg noch nicht recht verdaut, folgte im August der nächste Paukenschlag. Bei der Deutschen Fotomeisterschaft 2024 erreichten wir den 9. Platz in der Clubwertung. Dies ist unsere beste Platzierung seit mehr als 20 Jahren. Damit waren wir der beste Fotoclub aus Baden-Württemberg. Diese Erfolge verdeutlichen, dass sich die Arbeit der letzten Jahre in unserer Wettbewerbsgruppe gelohnt hat. Diese macht aber auch riesig Spaß.

Während ich beim Printcup kein Bild durchbringen konnte, erzielte ich bei der Deutschen mit diesen drei angenommen Bildern ein respektables Ergebnis.

Dieses Bild „Alle weg“ habe ich im Jahr 2023 am VitraHaus in Weil am Rhein aufgenommen.

Das mittlere Bild „Rendezvous XXL“ stammt aus dem Jahr 2022. Bis ich hier mit der Entwicklung so zufrieden war, dass ich es bei der Deutschen Fotomeisterschaft einreichen wollte, hat es etwas gedauert.

Das obere Bild „Die Flut kommt“ entstand 2023 am Strand von Westkapelle (Zeeland, Niederlande). Wer erahnen möchte wie weit der Weg von der Aufnahme bis zum fertigen Wettbewerbsbild sein kann, kann zum Vergleich diesen Beitrag aufrufen:

https://guckloch.org/2023/04/21/am-meer/ .

Weitere Infos zum PCR und zu unserer Wettbewerbsarbeit findest du hier.

Milky Way

Das Bild zeigt die Milchstraße über dem Kornbühl (Salmendinger Kapelle). Um etwas mehr von der Landschaft zu erfassen, habe ich den Vordergrund versuchsweise mit der Taschenlampe etwas aufgehellt.

Donauversickerung

Vom Neckarursprung im Schwenninger Moos (letzter Beitrag) zum Donauursprung bei Donaueschingen ist es nicht weit. Am Rande des dortigen Schlossparks vereinigen sich die beiden Quellflüsse Brigach und Breg zur Donau. Diese mündet nach 2811 km ins Schwarze Meer, wobei der größte Teil der Quellwasser an den Versickerungsstellen bei Immendingen und Fridingen dem Rhein zufließt. Die Renaturierungsmaßnahmen am Zusammenfluss wurden 2022 abgeschlossen. Aussichtsplattformen und Strandabschnitte laden heute zum Verweilen ein, doch auch der Biergarten auf dem Weg zum Schlosspark ist an warmen Tagen ein lohnendes Ziel.

Vom Donauursprung bis zur Versickerungsstelle bei Immendingen ist es nur ein Katzensprung. Ausgangspunkt für die kleine Wanderung, deren Länge flexibel gestaltet werden kann, ist der Parkplatz „Donauversickerung“ am östlichen Ortsrand von Immendingen. Wer vorab noch eine Stärkung braucht, kann sich in die Schlangen bei „Nina´s ess Art“ einreihen.

Die Wanderung zur Versickerungsstelle ist auch an heißen Tagen zu empfehlen, da sie über weite Strecken im schattigen Wald verläuft. Ein prüfender Blick auf die Donau zeigt, dass noch Wasser im Bachlauf ist. Doch es dauert nicht lange, bis nur noch klägliche Pfützen den Schotter bedecken. Schließlich sind auch diese verschwunden. Erst 11 km weiter südlich kommt das Donauwasser im Aachtopf wieder an die Oberfläche. Das ist kein neues Phänomen, durch die Verkarstung hat der Rhein schon vor Urzeiten der Donau das Wasser abgegraben.

Wenn das Wasser schnell abfällt wird es für die Fische im Bach gefährlich. Die letzten Pfützen werden zur tödlichen Falle, denn meist bilden die Versickerungslöcher die tiefsten Mulden im Bachlauf und führen so am längsten Wasser. Doch daraus gibt es kein Entrinnen. Wenn kein Wasser mehr nachkommt, fallen sie in kurzer Zeit trocken.

Das Donautal ist natürlich nicht nur wegen der Versickerung interessant. Landschaftlich ist der Donaudurchbruch durch die Schwäbische Alb zwischen Tuttlingen und Sigmaringen nicht zu toppen. Nachfolgend der Blick vom Knopfmacherfelsen talabwärts zum Kloster Beuron.

Schwenninger Moos

Das Schwenninger Moos ist ein Hochmoor bei Villingen-Schwenningen. Es liegt auf der europäischen Wasserscheide, denn es gilt als Quellgebiet des Neckars, dessen Wasser über den Rhein der Nordsee zufließt und des Talbachs, der sein Wasser über die Brigach im die Donau einbringt, die ins Schwarze Meer mündet. Der Vollständigkeit wegen muss aber gesagt werden, dass auch ein Teil des Donauwassers über die Versickerungsstellen bei Immendingen und Fridingen dem Rhein zugeführt wird.

Heute ist das Schwenninger Moos Naturschutzgebiet. Durch ein ganzes Bündel an Maßnahmen wurde das Hochmoor stabilisiert. Über einen lohnenswerten Rundweg (ca. eine Stunde Gehzeit) kann das Moor besichtigt werden.

Der Weg durchs Moor eröffnet tolle Einblicke in eine bizarre Landschaft zwischen Himmel und Erde.