Unser_neuer_Untermieter

Unser neuer Untermieter ist ein scheues Wesen, er zeigt sich nur ungern.

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Für alle, die ihn auf dieser Aufnahme nicht entdecken, habe ich mich extra auf die Lauer gelegt – und siehe da …

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… die Mönchsgrasmücke ließ nicht lange auf sich warten, schließlich muss sie ja ihre Jungen füttern.

Doch das muss man der Grasmücke schon lassen, ein schöneres Zuhause hätte sie nicht finden können.

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Weitere Tieraufnahmen siehe unter: Strandfüchse, Zu_Besuch_bei_Tölpels, Die_Grafik_der_Zebras, Elefantenhaut

Elefantenhaut

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Elefantenhaut schützt Groß und Klein gegen die sengende Sonne …

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… und gegen die spitzen Dornen der Kameldornsträucher.

Es ist schon sehr beeindruckend, wenn die Dickhäuter die Piste direkt vor der Motorhaube überqueren.

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Trotz zahlreicher Falten beherrscht der Dickhäuter …

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…  die Wasserlöcher, wie hier in Okaukuejo im Etosha Nationalpark, Namibia.

Wie die Schraffur eines Künstlers überziehen die Hautfalten des Elefanten den gesamten Körper. Sie erlauben der Haut das Wachsen und Schrumpfen mit der Fettschicht und dem aufgenommenen Wasser. Und die Falten sichern die Beweglichkeit. Man betrachte nur den Rüssel: Es ist offensichtlich, von wem wir die flexiblen Schläuche abgeschaut haben.

 

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Die Abendsonne bringt die Plastizität der Elefantenhaut ans Licht.

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Erst die Nacht glättet die Falten!

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Schnappschuss

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Am Samstag ließ sich unvermittelt ein junger Milan auf einer Stele an unserem Gartenteich nieder. Als ihm die Zuschauer zuviel wurden, schwang er sich aufs Hausdach und beäugte interessiert das Treiben auf unserer Terrasse. Der prächtige Vogel erweckte den Eindruck, als wisse er noch nicht so richtig, wie er sich als Raubvogel zu benehmen hat.

 

Mehr Tierfotografie siehe Strandfüchse , Zu_Besuch_bei_Tölpels

Aitutaki

Freitag, 28. April

Rarotonga. Schon seit Stunden regnete es in Strömen. Unterm Regenschirm wartete ich an der Straße, um den Inselbus zu stoppen. Dann musste es schnell gehen. Trotzdem blieben wir natürlich nicht trocken. Nach zahlreichen Stopps erreichten wir den Airport.

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Der Begriff Airport erweckt sicherlich falsche Vorstellungen, denn mehr als sechs Inselflüge und einen internationalen Flug gibt es hier am Tag nicht abzufertigen. Entsprechend entspannt ist die Atmosphäre. Vor unserem Flug wurde ein Flugzeug nach Maupe der zweitgrößten Insel der Cook Islands abgefertigt. Inselbewohner, die auf Rarotonga eingekauft hatten, standen mit ihren Kisten, Schachteln und Taschen beim Check in. Hier kamen nicht nur die Gepäckstücke sondern auch die Personen auf die Waage. Mit einem jüngeren Mann, der gerade sein Gepäck aufgegeben hatte, unterhielt ich mich. Ich wollte wissen, wie es mit der Verkehrsanbindung der Insel bestellt ist. Das sah nicht wirklich gut aus. Ein Versorgungsschiff kam alle ein bis zwei Monate, das Flugzeug dreimal die Woche. Der größte Teil der Waren wurde deshalb eingeflogen. Doch der einfache Flug von Maupe nach Rarotonga kostet 250 NZ$, genau so viel wie ein Flug nach Auckland. Da geht man also nicht mal kurz zum Einkaufen, denn für den normalen Inselbewohner ist das eine Menge Geld.

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Während wir noch auf unseren Flug warteten, setzte sich eine ältere Frau zu uns. Sie lebte auf Aitutaki und war eigens nach Rarotonga geflogen, um sich einen neuen Hut für den Gottesdienst am Sonntag zu kaufen. Bei der Taufe des jüngsten ihrer zahlreichen Urenkel musste das Outfit stimmen. Stolz auf ihre neue Errungenschaft war sie bereit, uns ihren neuen Hut zu zeigen und wir versprachen ihr, den Taufgottesdienst zu besuchen.

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Aitutaki ist ein kleines Atoll rund 300 km nördlich von Rarotonga. Die Insel vulkanischen Ursprungs ist von einer verhältnismäßig großen Lagune umgeben, deren Entstehung auf die Explosion eines inzwischen erloschenen Vulkans zurück geht. Das Saumriff Aitutakis umschließt eine Fläche, die sicherlich siebenmal so groß ist, wie die Insel selbst. Wegen seiner tollen Lagune hat Aitutaki ein nennenswertes touristisches Aufkommen. Dennoch hat sich die Insel ihre ländliche Prägung erhalten, denn die kleineren Lodges fügen sich in das ländliche Idyll fast nahtlos ein und die wenigen größeren Resorts liegen weitgehend isoliert im Abseits.

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Der Tourismus kam für die Inselbewohner gerade zur richtigen Zeit, denn der Export der Tropenfrüchte wie Banane oder Papaya lohnt heute nicht mehr. Obgleich viele Inselbewohner im Tourismusgeschäft unterkommen, ist der Strukturwandel, der die Insel schon vor ein paar Jahrzehnten erfasst hat, an zahlreichen verlassenen Anwesen zu erkennen.

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Wir hatten uns im „Paradiese Cove“, einer netten, kleinen Lodge an der Westküste der Insel eingemietet. Sie ist im Besitz eines Enkels der Dame, die wir am Airport getroffen hatten. Es war genau die richtige Umgebung für den Schlussakkord unserer Reise.

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Einfach den Strand genießen,

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am Sonntag in die Kirche gehen, wie es sich für einen Insulaner gehört,

mit dem Scooter die Insel erkunden,

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am Marine Research Center vorbei schauen,

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Tiere und Pflanzen bestaunen,

ein tolles Abendessen mit Tanz- und Feuershow genießen,

eine Lagoon- und Schnorchel-Cruise mitmachen,

und einfach den Sonnenuntergang an der Strandbar und die wohltuende Kühle der aufkommenden abendlichen Brise genießen. Mehr wäre glatt purer Aktivismus.

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Am Mittwoch, 03. Mai

begann für uns dann die Heimreise. Wir verließen Aitutaki in Richtung Rarotonga. Wieder einmal schüttete es was es konnte, so dass die Passagiere mit Kleinbussen direkt bis zum Flugzeug gebracht wurden. In Rarotonga haben wir zur Sicherheit noch zwei Tage Puffer eingeplant, um unseren Flug nach Los Angeles ja nicht zu verpassen.

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Ostermontag, 17. April

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Das heutige Programm begann bereits vor dem Frühstück. In der Nähe unseres Ankerplatzes waren Mantas das ganze Jahr über stationär. Um sie zu schützen, wurde die tägliche Zahl der Taucher und Schnorchler begrenzt. Dazu bekamen die Boot nach Anmeldung ein festes Zeitfenster zugeteilt. Wir hatten an diesem Tag das Zeitfenster zwischen 6 und 8 Uhr. Oliver hatte die Tiere in einem Kanal zwischen zwei Riffen gesichtet. Die Strömung war hier so stark, dass man nur im Kehrwasser hinter den Korallenstöcken gegen sie ankam. Fünf gewaltige Mantas schwammen in aller Ruhe unter uns. Die verhaltene Bewegung ihrer Flügel reichte aus, um in elegantem Formationsflug gegen die Strömung anzukommen. Jedes der Tiere hatte eine Spannweite von mindestens 3 m. Von vorne betrachtet fand ich die Mantas besonders beeindruckend. Die riesigen Schaufeln vor dem weit aufgesperrten, überdimensionalen Schlund erweckten den Eindruck, als bestünde das ganze Tier nur aus einem Rachen.

Auch einen gewaltigen, ca. 1,5 m langen Baracuda suchten wir in seinem Revier auf. Obwohl er sich keinen Happen entgehen lies, war er doch sehr vorsichtig. Er prüfte jedes Stück mehrfach, bevor er zuschnappte. Wegen der starken Strömung schafften es nur die guten Schnorchler zurück zur Jacht. Einige mussten mit dem Beiboot eingesammelt werden. Wegen der schwierigen Verhältnisse brachen wir diese Aktion vorzeitig ab.

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Beim nächsten Schnorchelspot hatten wir mehr Glück. In der Nähe des Außenriffs gab es einen ausgedehnten Korallengarten, der noch einmal das volle Programm bunter Fische bot.

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Zum Mittagessen waren wir gleich nebenan auf einem Motu zu Gast. Auf Platten, die aus Palmwedeln kunstvoll geflochtenen waren, wurde uns ein landesübliches Essen serviert.

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Wir blieben noch einige Zeit auf dem Motu, denn hier gab es viel zu entdecken. Die Frauen retardierten zu Sammlerinnen, suchten Muscheln am Strand, fanden kleine Hundewelpen entzückend

oder knackten ihre erste Kokosnuss.

Auf Nachfrage durften wir ein Auslegerkanu testen und hatten damit großen Spaß. Die extrem leichten und schlanken Boote sind dafür konstruiert, um mit hoher Geschwindigkeit geradeaus zu fahren. Mit Richtungsänderungen hat man aber seine Schwierigkeiten. Auch die Stabilität ist trügerisch. Zum Ausleger hin ist das Boot natürlich extrem stabil. Da der Ausleger jedoch kaum Gewicht hat, kippt das Boot zur anderen Seite schnell weg.

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Mit einem Volleyballspiel schlossen wir den Besuch auf dem Motu ab.

Nach dem Kaffee setzten wir Segel in Richtung Vaitape, um für die Nacht zu ankern. Für die schweizer Mädels und uns war es der letzte Abend an Bord. Wehmut machte sich breit, denn wir waren in wenigen Tagen zu einer tollen Gruppe zusammengewachsen.

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Ostersonntag, 16. April

Der Morgen empfing uns mit einem Regenbogen. Nach dem Frühstück wurden die Fische zum ersten Mal gefüttert, mit Obstabfällen. Den Schiffshaltern schien dies zu schmecken.

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Für die Überfahrt nach Bora Bora waren starker Gegenwind und ordentliche Wellen angekündigt. Doch bis zur Passage durchs Außenriff konnten wir noch die Ruhe in der Lagune genießen.

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Noch bevor wir das Außenriff erreicht hatten, nahm der Seegang spürbar zu. Vorsorglich hatte ich mir eine Reisetablette eingeworfen. Trotzdem ging es mir nach eineinhalb Stunden nicht anders als einigen Anderen. Zum zweiten Mal fütterten wir heute die Fische und zwar abwechselnd.

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Alle waren froh, als wir endlich in die Lagune von Bora Bora einfuhren. An einer flachen Stelle setzten wir den Anker. Das unglaubliche Blau der Lagune begeisterte uns vom ersten Moment an.

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Unmittelbar vor dem Mittagessen kam Oliver mit dem Dingi von einer Erkundungsfahrt zurück. Er hatte einen Manta gesichtet. Wer wollte, sollte rasch seine Schnorchelausrüstung schnappen und ins Boot springen. Es war wirklich ein gewaltiges Tier, das in ca. 4 m Tiefe seelenruhig um einen Korallenstock segelte, um das Plankton abzufischen.

Am Nachmittag ging es dann zum dritten Mal zum Fische füttern, diesmal jedoch programmgemäß. Genau genommen wollten wir Rochen füttern, die rohen Fisch gerne auch aus der Hand fressen. Also rein ins Beiboot. Bald waren die Rochen im flachen Wasser ausgemacht. Wer wollte, sprang ins Wasser während Oliver die Tiere anfütterte.

In kürzester Zeit waren um die zehn Rochen zwischen, um und an uns. Recht aufdringlich suchten sie bei jedem nach Futter. Oft waren es drei oder vier Tiere gleichzeitig, die sich derselben Person von allen Seiten näherten und sich gierig übereinander schoben. Ich musste sehr darauf achten, dass meine Kamera trocken blieb. Ganz aufdringliche Tiere konnte man vorsichtig an der „Nasenspitze“ fassen und zur Seite schieben. Das fühlte sich dann an, als hätte man den Schirm eines Butterpilzes in der Hand. Nachdem der Fischvorrat aufgebraucht war, war der Spuk rasch vorbei und es ging zurück zur Jacht.

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Vorbei an zahlreichen Hotelanlagen, die oft geradlinig ausgerichtet wie Kasernen  im Wasser standen, suchten wir den Weg zum Ankerplatz für die Nacht. Dabei bekamen wir wieder „Begleitschutz“ von der „Dorfjugend“. Die jungen Männer schienen jede Gelegenheit zu nutzen, um im Sog des Heckwassers mit hoher Geschwindigkeit weite Strecken zurückzulegen. Ein nettes Spiel und gutes Training.

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