verlassen, verfallen, verfault

Es gibt sie  – überall, die „lost places“.

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Der verlassene Bahnhof von Garub, Namibia

Der Hauch der Vergänglichkeit berührt, kündigt er doch von längst vergangenen Schicksalsschlägen, Strukturkrisen, Zerstörungen oder gar tödlichen Ereignissen.

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Verlassene Häuser, wie hier in Bluff, finden sich in Neuseeland fast überall.

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Der Vergänglichkeit menschlichen Tuns begegnet einem jedoch nicht nur in verlassenen Gemäuern und ausrangierten Geräten, …

fahrbarer Bohrturm, Namibia

… vielmehr ist der Verfall der ständige Begleiter des Lebens.

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Das ist es, was berührt, irritiert und manchmal auch schockiert.

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Die Vergänglichkeit hat ihre eigene Ästhetik.

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Porträts in sw

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Der Spieler, Hong Kong 2017

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Der Veteran, Portsmouth 2015

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Der Alte, Istanbul 2015

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Der Chauffeur, Salisbury 2015

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Der Bildhungrige, Istanbul 2015

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Der Haka-Tänzer, Rotorua 2017

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Der Überzeugte, Melbourne 2017

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Der Gelassene, Melbourne 2017

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Die Verschleierte, Istanbul 2015

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Der Bauer, Huahine 2017

 

Weitere SW-Projekte: Workshop Streetfotografie , Tasmanien: Cradle Mountains , Neuseeland: Dunedin , Tasmanien: Lake Gorden – Lake Padder

Neuseeland: Dunedin

Dunedin, am Ende des Otago Harbour gelegen, wurde 1848 von schottischen Siedlern gegründet. Bereits kurze Zeit später, in den 1860ern, brach der Otago Goldrausch aus und machte Dunedin zur reichsten Stadt Neuseelands. Dies ist auch heute noch an den zahlreich erhaltenen Gebäuden aus dem Viktorianischen Zeitalter erkennbar.

Dunedin ist nach Christchurch die zweitgrößte Stadt auf der Südinsel. 1869 wurde hier die erst Universität Neuseelands gegründet. Die Offenheit einer Universitätsstadt prägt auch heute noch das Leben in der Stadt.

Das nachfolgende Bild zeigt den Eingang zur St. Paul´s Anglican Cathedral. Bereits 1862 wurde an dieser Stelle eine Vorläuferkirche errichtet. Nachdem Dunedin zum Bischofssitz erhoben wurde, entschied man sich für den Neubau des Gotteshauses in seiner heutigen Form. Baubeginn war aber erst 1895.

 

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Dunedins Railway Station, erbaut 1906, ist ein monumentales Bauwerk aus der Eduardian Ära.

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Die Front des Gebäudes wird von langen Arkadengängen geprägt, die Reisende auch bei Regen trockenen Fußes zum Haupteingang führen.

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Das Bauwerk ist nicht nur äußerlich prunkvolle gestaltet, auch seine Innenausstattung, noch im Original erhalten, ist für einen Bahnhof überraschend hochwertig.

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Mehr Infos zu Dunedin und Neuseelands Süden, siehe Stürmischer Süden

Weitere SW-Projekte: Tasmanien: Lake Gorden – Lake Padder, Tasmanien: Cradle Mountains

Abschied von Neuseeland

Montag, 10. April 17

Heute verbrachten wir einen richtigen Urlaubstag in Piha am Strand, packten Koffer und machten unsern Camper fertig zur Abgabe.

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Piha liegt, von Bergen umrahmt, an einer herrlichen Bucht. Der Lions Rock, ein gewaltiger Fels vulkanischen Ursprungs, unterteilt den feinkörnigen, schwarzen Sandstrand in zwei Abschnitte.

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Am Dienstag machten wir uns dann in aller Ruhe auf den Weg nach Auckland. Die Fahrzeugabgabe erfolgte ohne Probleme. Bereits um 14 Uhr bezogen wir unser Hotel in der City.

Die Zeit bis zu unserem Treffen mit Gudrun, wollten wir zu einem Stadtbummel nutzen. Dabei fielen uns zwei Kirchen besonders auf. Im ersten Beispiel drängt sich die Frage auf, wo heute die Kompetenz in himmlischen Angelegenheiten zu verorten ist.

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Auch das zweite Beispiel zeigt, dass die Kirchen – nicht nur in Neuseeland – mächtige Konkurrenz bekommen haben. Jedenfalls ist der Kirchturm längst nicht mehr das höchste Gebäude in der Stadt.

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Gudrun ist vor etlichen Jahren nach Neuseeland ausgewandert. Wir hatten sie bei der Hochzeit eines unserer Patenkinder kennen gelernt und freuten uns nun darauf, sie fern der Heimat wieder zu treffen. In einem Lokal am Viaductharbour aßen wir gemeinsam zu Abend, ein wirklich netter Abschluss.

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Auf unserem Rückweg ins Hotel nahmen wir noch einige Eindrücke auf.

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Mittwoch, 12. April 17

Morgens um 6:45 Uhr holte uns das Taxi am Hotel ab und brachte uns zum Airport. Heute wartete noch ein besonderes Erlebnis auf uns, ein Flug in die Vergangenheit. Zum ersten Mal überquerten wir die Datumsgrenze. Gestartet am Mittwoch, 12. April 17, in Auckland, erreichten wir nach 5 Stunden Flugzeit Papeete (Tahiti) am Dienstag, 11. April 17. Man kann sich die Sache ja sachlich erklären, aber es ist dann doch komisch, einen Tag zweimal zu erleben.

Eines aber ist sicher, wir werden noch oft an Neuseeland, die vielen Erlebnisse und die netten Leute zurück denken.

Zu_Besuch_bei_Tölpels

Sonntag, 9. April 17

Heute ging es den letzten Abschnitt in Richtung Auckland. Kurz vor unserem Ziel Piha, einem kleinen Ferienort, der von Bergen umrahmt an der Küste liegt, besuchten wir die Basstölpel-Kolonie in Muriwai. Diese Kolonie ist wohl die am einfachsten zu erreichende von ganz Neuseeland. Während sonst mühsame Anmärsche nötig sind, Touren gebucht werden müssen oder Eintritte in Schutzgebiete zu entrichten sind, reichen hier ein paar Schritte aus, um vom Parkplatz zur Kolonie zu gelangen.

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Die meisten Vögel sind zwar um diese Jahreszeit bereits abgereist, doch gibt es stets genügend „Spätgeborene“, die vollends aufgezogen werden müssen. Nachfolgend einige Eindrücke von den Zuständen bei Tölpels.

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Die Jungvögel sind am „Tarnanzug“ leicht zu erkennen.

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Beim Heranschaffen der Nahrung ist die Landung für Tölpel eine schwierige Prozedur, nicht selten kommt es zur Bruchlandung.

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Die Pflege des Gefieders gehört zu den permanenten Aufgaben.

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Beim Sex ist man bei Tölpels nicht zimperlich,

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doch sonst verläuft das Familienleben recht friedlich.

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Nach dem Aufschütteln des Kopfkissens,

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folgt ein kurzer Schönheitsschlaf.

Maori_Hochzeit

Samstag, 08. April 17

Von Ahipara aus ging es heute entlang der Kauri Coast nach Süden. Die Wartezeit auf die Fähre über den Hokianga Harbour verkürzten wir uns mit einem Vesper. Das fanden auch die Hühner der Umgebung toll. Offensichtlich wussten diese genau , dass hier ein guter Futterplatz ist, jedenfalls ließen sie Rose nicht mehr aus den Augen.

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Auf der gegenüberliegenden Seite überraschte uns die Ortschaft Rawene mit schönen Wohnlagen.

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Die Straße brachte uns wieder zurück an die Küste nach Omapere. Mächtige Sanddünen trennen hier den Hokianga Harbour von der Tasman Sea.

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Wir saßen im Cafe oberhalb des Strandes und hatten gerade unsere Tassen geleert, als ein hellblauer Straßenkreuzer, mit Hochzeitsschmuck verziert, gemächlich vorbei glitt. Schnell saßen wir in unserem Camper und fuhren hinterher. Nach kurzer Fahrt sahen wir eine Menschenansammlung am Strand. Der blaue Schlitten wurde offensichtlich sehnlichst erwartet. Obwohl die Straße völlig zugeparkt war, konnten wir unseren Wagen irgendwo dazwischen quetschen.

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Inzwischen war die Braut mit einigen Brautjungfern dem Hochzeitsauto entstiegen und schritten zum Strand. Dort warteten der Bräutigam mit Kind und mit seiner männlichen Verstärkung (in Rot), der Pfarrer und der Rest der Hochzeitsgesellschaft.

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Die Alten saßen in den vordersten Reihen, doch es gab auch jüngere Gäste.

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Nach einleitenden Worten des Pfarrers, zeigte sich die Damenwelt ergriffen

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(zumindest vordergründig),

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während bei den Jungs die Reaktion nicht so eindeutig ausfiel.

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Dann machte der Pfarrer ernst.

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Am Ende schritt das frisch getraute Paar freudig von dannen. Die noch nicht verheirateten Paare folgten. Nach der Zeremonie gab es unter den Gästen noch den einen oder anderen Schwatz, die Gesellschaft löste sich jedoch rasch auf.

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Hoch erfreut, setzten auch wir unsere Fahrt fort. Nach einem letzten Blick zurück auf Omapere und den Hokiango Harbour, ging es auf kurvenreicher Strecke hinein in die Kauriwälder.

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Wir hatten Glück, als wir am Tane Mahuta ankamen, war die Schuhwaschanlage gerade fertiggestellt. Tags darauf sollte der Boardwalk, von dem aus der Tane Mahuta besichtigt werden kann, wieder eröffnet werden. Die Waschanlage soll verhindern, dass durch verschmutzte Schuhe Pilze eingeschleppt werden, die den Baum schädigen können. Wir durften noch vor der Wiedereröffnung eine Art Probelauf absolvieren.

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Der Tane Mahuta ist mit knapp 52 m der größte bekannte Kauribaum. Sein Alter wird auf 1250 bis 2500 Jahre geschätzt und mit 13,77 m Stammumfang macht er wirklich eine beeindruckende Figur.

In einem nahe gelegenen Camp der Forstverwaltung, bezogen wir zwischen jüngeren Kauribäumen unser Nachtquartier.